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11 Coming-of-Age-Filme für die Ewigkeit

11 Coming-of-Age-Filme für die Ewigkeit

Am 05. Juni läuft Richard Linklaters „Boyhood“ in den deutschen Kinos an. Zum Start des brillanten Coming-of-Age-Films haben wir für euch elf herausragende Filme des Genres ausgesucht.

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Am 05. Juni läuft Richard Linklaters Boyhood in den deutschen Kinos an. Das auf dem Sundance Festival und der Berlinale gefeierte Werk ist ein einzigartiges Experiment: Ganze zwölf Jahre, von der frühen Kindheit bis zum College-Eintritt, begleitete der Regisseur den von Ellar Coltrane gespielten Mason und dessen (fiktive) Familie.

Noch nie war ein Coming-of-Age-Film derart realistisch wie Boyhood. Schon deswegen hat sich dieses Meisterwerk einen Platz in der Liste der bedeutendsten Genre-Beiträge verdient. Dort befindet sich „Boyhood“ in allerbester Gesellschaft, denn es gibt zahlreiche Coming-of-Age-Werke, die in die Filmgeschichte eingegangen sind.

Zum Start des cineastischen Juwels Boyhood haben wir für euch elf bedeutende Coming-of-Age-Beiträge ausgesucht.

Boyhood (2014)

Regie: Richard Linklater
Besetzung: Ellar Coltrane, Ethan Hawke, Patricia Arquette, Lorelei Linklater, Evie Thompson

Mason hat eine ältere Schwester (Lorelei Linklater), geschiedene Eltern (Patricia Arquette und Ethan Hawke) - und mit Richard Linklater zwölf Jahre lang einen Regisseur an seiner Seite. Im Jahr 2002 begann der US-Filmemacher ein einzigartiges Projekt: Er engagierte den sechsjährigen Ellar Coltrane für die Rolle des Mason und begleitete ihn bis zu seinem 18. Lebensjahr. Auf diese Weise gelang es Linklater, das Heranwachsen des Jungen einzufangen und so einen absolut realistischen Coming-of-Age-Film zu schaffen. Für das berührende Porträt wurde Richard Linklater bei den diesjährigen Berliner Filmfestspielen verdienterweise mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet.

Der Club der toten Dichter (1989)

Regie: Peter Weir
Besetzung: Robin Williams, Robert Sean Leonard, Kurtwood Smith, Ethan Hawke, Josh Charles

„Carpe Diem“ – „Nutze den Tag“! Genau dieses Motto macht sich Robin Williams als rebellischer Lehrer zu eigen. Seine unkonventionellen und zugleich unerprobten Lehrmethoden bringen das Leben an einem konservativen Eliteinternat gründlich durcheinander. Auf bewegende Weise wird dargestellt, wie selbstständiges Handeln und freies Denken in der Gesellschaft verkümmert sind. Schüler, die mit den eingefahrenen Lebensvorstellungen ihrer Eltern aufwachsen. Idealisten werden ausgegrenzt, während Selbstzweifel an den Jungen nagen. Ein Film der sehr berührt und auch zum Nachdenken anregt – ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und auf jede Generation übertragbar.

Die Reifeprüfung (1967)

Regie: Mike Nichols
Besetzung: Dustin Hoffman, Anne Bancroft, Katharine Ross, William Daniels, Murray Hamilton

Dustin Hoffmann wurde mit diesem Film über Nacht zum Star. Kein Wunder, ist „Die Reifeprüfung“ doch ein Kultfilm mit für die damaligen amerikanischen Verhältnisse revolutionärem Inhalt. Eine Frau mit einem jüngeren Liebhaber schien damals undenkbar und wurde schon gar nicht im Film thematisiert. Benjamin lässt sich von der verheirateten Mrs. Robinson verführen und tut wie ihm geheißen: Nämlich seine Jugend und das Leben zu genießen. Eine Parodie auf die amerikanische Gesellschaft und ihre spießigen Moralvorstellungen sowie die nicht minder naive junge Generation.

Breakfast Club - Der Frühstücksclub (1985)

Regie: John Hughes
Besetzung: Emilio Estevez, Judd Nelson, Molly Ringwald, Ally Sheedy, Anthony Michael Hall

Der Regisseur John Hughes war bekannt als Mentor des sogenannten Brat Packs, einer Generation junger, wilder Schauspieler, die in den 80ern meist zusammen in Filmen und auch privat auf Partys auftraten. Einige dieser berühmt berüchtigten Crew-Mitglieder waren auch im „Breakfast Club“ zu sehen. Die Komödie von 1985 hat heute Kultstatus. Eine zusammengewürfelte Gruppe Jugendlicher, die unterschiedlicher nicht sein können, kommen sich beim Nachsitzen zwischen Streitereien und einigen Joints doch näher und merken, dass sie so unterschiedlich gar nicht sind. Kluge Story, die sich über soziale Hintergründe und bestehende Vorurteile hinwegsetzt.

Persepolis (2007)

Regie: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi
Deutsche Sprecher: Jasmin Tabatabai, Eva Kryll, Nadja Tiller, Marcus Off, Hanns Zischler

Der ambitionierte Schwarzweißfilm „Persepolis“ ist ein Coming-of-Age-Drama der Extraklasse. Geschildert wird der Werdegang des Mädchens Marjane zur jungen Frau während der Zeit der kulturellen Umwälzung im Iran. Nach der Flucht des Schah vor der Islamischen Revolution etablierte sich jedoch kein liberaler Staat mit freien Bürgern, sondern einer voller Repressionen. Selten wurde Erwachsenwerden im historischen Kontext filmisch so eindrucksvoll gezeigt.

Big (1988)

Regie: Penny Marshall
Besetzung: Tom Hanks, Elizabeth Perkins, Robert Loggia, John Heard, David Moscow

Das Heranwachsen geschieht in der Komödie „Big“ rasend schnell. Dem 12-jährigen Josh (David Moscow) wird von einem Jahrmarktautomaten nämlich sein großer Wunsch erfüllt: Endlich erwachsen sein. Über Nacht wird aus dem Jungen ein 30-jähriger Mann (Tom Hanks). Aufgrund seines kindlichen Wesens macht Josh rasch Karriere als Produktentwickler für Spielwaren. Doch das Erwachsenendasein hat einige Nachteile, sodass Josh wieder ein Kind sein möchte … Eine Coming-of-Age-Story der etwas anderen Art.

City of God (2002)

Regie: Fernando Meirelles, Kátia Lund
Besetzung: Alexandre Rodrigues, Leandro Firmino, Phellipe Haagensen, Seu Jorge, Alice Braga

Diesen Sommer findet in Brasilien die Fußballweltmeisterschaft statt. Das Großereignis kann jedoch nicht kaschieren, dass in dem südamerikanischen Land einiges im Argen liegt. Die berüchtigten, von Gewalt, Kriminalität und Armut geprägten Favelas sind ein Indikator für die sozialen Probleme. Das Drama „City of God“ ist in Rio de Janeiros Elendsviertel „Cidade de Deus“ angesiedelt. Der Film wird aus der Sicht des Trabantenstadtbewohners Buscapé erzählt. Zuzugucken, wie er und seine Freunde unter solch ungünstigen Voraussetzungen aufwachsen, geht einem nah und beeindruckt nachhaltig.

My Girl - Meine erste Liebe (1991)

Regie: Howard Zieff
Besetzung: Anna Chlumsky, Macaulay Culkin, Dan Aykroyd, Jamie Lee Curtis, Richard Masur

Mit gerade einmal elf Jahren ist Vada (Anna Chlumsky) noch sehr jung, doch wie ein kleines Mädchen agiert sie nicht. Sie ist hypochondrisch, schreibt gefühlvolle Gedichte und sie liebt ihren Lehrer. Dass sie nicht wie andere Mädchen ist, liegt am frühen Tod ihrer Mutter. Als die kecke Shelly im Bestattungsunternehmen von Vadas Vater anfängt, taut die Kleine langsam auf - bis das Schicksal wieder zuschlägt … In „My Girl - Meine erste Liebe“ besteht das Erwachsenwerden aus kleinen Schritten nach vorne und zurück, aus zarten und heftigen Gefühlen, aus Freude und Leid. Howard Zieffs Tragikomödie gehört unbedingt in die Liste der bedeutendsten Coming-of-Age-Vertreter.

… denn sie wissen nicht, was sie tun (1955)

Regie: Nicholas Ray
Besetzung: James Dean, Natalie Wood, Jim Backus, Ann Doran, Sal Mineo

James Dean, der König der Rebellen, in seiner Paraderolle als halbstarker Jugendlicher. Wie unglücklich ein Leben in einer gediegenen amerikanischen Vorstadt sein kann, hat Regisseur Nicholas Ray in diesem Klassiker sehr anschaulich auf Zelluloid gebannt. Fehlende Autorität und Liebe im eigenen Elternhaus können ganz leicht zu hirnrissigen Mutproben und gewalttätigen Auseinandersetzungen führen. Das wird anhand von Deans Charakter Jim Stark deutlich gemacht. Der tragische Tod von James Dean und das frühe Ableben von Natalie Wood und Sal Mineo verleihen diesem Werk einen einzigartigen sentimentalen Touch.

Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers (1986)

Regie: Rob Reiner
Besetzung: Wil Wheaton, River Phoenix, Corey Feldman, Jerry O’Connell, Kiefer Sutherland

Vier Freunde machen sich auf, um nach der Leiche eines verschwundenen Jungen zu suchen. Auf ihrem abenteuerlichen Trip müssen sie vor gefährlichen Hunden flüchten, bekommen es mit aggressiven Blutegeln zu tun und müssen sich gegen fiese Halbstarke zur Wehr setzen. Dieser kurze Abriss zeigt aber nicht annähernd die hohe Qualität dieses Coming-of-Age-Films. Rob Reiners Verfilmung eines Stephen-King-Romans ist einer der besten Genre-Beiträge aller Zeiten, ein spannender, bewegender, gefühlvoller Blick auf die Übergangsphase vom Jungen zum Mann.

Confusion - Sommer der Ausgeflippten (1993)

Regie: Richard Linklater
Besetzung: Jason London, Rory Cochrane, Michelle Burke, Wiley Wiggins, Matthew McConaughey

Mit einem Film von Richard Linklater hat diese Liste begonnen, mit einem weiteren Werk des Regie-Stars endet sie. „Dazed and Confused“, so der englische Originaltitel von „Confusion - Sommer der Ausgeflippten“, ist eines der Frühwerke Linklaters. Der Coming-of-Age-Film handelt vom letzten Schultag, den eine Gruppe von Teenagern im texanischen Austin verbringt. Dabei stehen seltsame Initiationsriten auf dem Plan, mit denen die Freshman in die Gemeinschaft eingeführt werden. „Dazed and Confused“ ist ein großartiges, witziges, melancholisches und philosophisches Meisterwerk - zudem war dieser Film noch ein Sprungbrett für die späteren Hollywoodstars Ben Affleck, Milla Jovovich, Adam Goldberg, Renée Zellweger und Matthew McConaughey.