Borat Poster

Ärger für "Borat"

Ehemalige BEM-Accounts  

Kasachstan – ein hinterwäldlerischer Kommunistenstaat, in dem Prostitution, Waffenschieberei und die Diskriminierung von Randgruppen auf der Tagesordnung stehen.

Hat den Bogen überspannt: Sacha Baron Cohen Bild: Kurt Krieger

Dieses Bild der zentralasiatischen Republik vermittelt zumindest „Borat„, der neue Film von Sacha Baron Cohen, besser bekannt als „Ali G„. Fans seiner chaotischen Fernsehshow kennen ihn bereits in der Rolle des dreisten kasachischen TV-Reporters Borat Sadgiyev aus zahlreichen Sketchen.

Die Komödie, die basierend auf diesen Sketchen am 2. November in die Kinos kommt, ist der kasachischen Regierung ein Dorn im Auge. „Wir finden das Benehmen von Mr. Cohen vollkommen inakzeptabel. Wir behalten uns vor, rechtliche Schritte einzuleiten“, so der Sprecher des Außenministeriums.

Mit wirren dunklen Locken, buschigem Schnauzbart und speckigem Anzug interviewt Borat darin die ahnungslosen Gäste seiner Show. Dabei ist er unhöflich, politisch unkorrekt und rassistisch. Die Ironie der Show besteht darin, dass Cohen als Borat die Lizenz zum Blödsinnmachen hat, weil über die wahre kasachische Kultur in der westlichen Welt so gut wie nichts bekannt ist. Um den TV-Reporter nicht zu beleidigen oder gar selbst als intolerant zu gelten, lassen sich seine Interviewpartner so einiges von ihm gefallen.

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„Verklagt den Juden!“

Nun hat sich US-Präsident George W. Bush in die Debatte eingeschaltet. Bei einem Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbsyev will er das Thema „Borat“ ansprechen, um weitere diplomatische Zwischenfälle zu vermeiden.

Der Comedian selbst, hat sich – ganz Borat – ebenfalls zu Wort gemeldet: „Ich bestehe darauf, dass ich keinerlei Verbindung zu Mr. Cohen habe. Ich unterstütze die Entscheidung meiner Regierung, diesen Juden zu verklagen.“ Und weiter: „Kasachstan ist genauso zivilisiert wie jedes andere Land auch. Frauen dürfen nun im Inneren des Busses mitfahren, Homosexuelle müssen keine blauen Hüte mehr tragen und das Alter für die Volljährigkeit wurde auf acht Jahre heraufgesetzt.“

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