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Bonjour Sagan

Kinostart: 01.01.2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Biopic über die Kult-Autorin Françoise Sagan und ihren Lebens- und Liebeshunger, ihre Exzesse mit Drogen und Alkohol und Affären.

Über Nacht wird die 18-jährige Françoise Sagan mit ihrem Buch „Bonjour Tristesse“ weltberühmt und zum Literatur-Popstar, der den Glamour ins Nachkriegsfrankreich zurückbringt. Fortan zelebriert das Wunderkind einen Lebensstil in Saint Tropez, der nur aus Sex, Drogen und Rock’n’Roll besteht. Nach einem Autounfall 1957 wird sie morphiumsüchtig, etliche gescheiterte Beziehungen später ist sie verschuldet, dem Kokain verfallen und vereinsamt.

Regisseurin Diane Kurys fächtert in ihrem Film die Gefühlswelt der Kult-Autorin Françoise Sagan auf, der mit dem aufreizenden „Bonjour Tristesse“ ein Welterfolg gelang. Exzesse prägen die Vita der lebens- und liebeshungrigen Autorin, überzeugend verkörpert von Sylvie Testud („Jenseits der Stille„).

Als 18-Jährige revolutioniert Françoise Sagan die französische Literatur mit dem kleinen Band „Bonjour Tristesse“ und traf mit ungewohnter Offenheit und Sinnlichkeit der Nachkriegsgeneration mitten ins Herz. Sie schreibt weitere Romane. Mit dem verdienten Geld hält sie ihre Pariser Clique in Saint Tropez aus und zieht sämtliche Exzesse durch. Ein Autounfall 1957 und dessen Folgen stürzt sie in die Morphiumsucht. Etliche gescheiterte Beziehungen später hat sie Schulden, ist kokainsüchtig und einsam.

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Kritikerrezensionen

    1. Sie war gefeiert als Bestseller-Autorin und als moderne, unabhängige Frau, sie liebte Glamour, Geselligkeit und Rebellion und sie kaufte sich ihre Sportwagen selbst. Francoise Sagans Romane begeisterten ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. Schon mit 18 Jahren stand sie als literarischer Shooting Star im Rampenlicht der Öffentlichkeit und machte mit ihrem ungewöhnlichen und ausschweifenden Lebensstil über Jahrzehnte hinweg Schlagzeilen, aber im Alter von 69 Jahren starb sie 2004 verarmt und einsam. Der Film von Diane Kurys nähert sich dieser gesellschaftlichen Ikone an, deren Wesen geheimnisvoll und widersprüchlich blieb.

      Auf Wunsch ihrer wohlhabenden Familie legte sich die angehende Schriftstellerin Francoise Quoirez das Pseudonym Sagan zu. Dieser Schritt erschien ratsam, weil der Debütroman der 18-Jährigen, „Bonjour Tristesse“, einen Skandal durch seine freizügige Einstellung auslöste. Obwohl die Gesellschaft des Jahres 1954 noch zu konservativ für die sexuellen Beziehungen erschien, wie sie Sagan erzählte, traf das Buch auch auf Anhieb einen Nerv der Zeit.

      Sylvie Testud spielt die burschikose Francoise Sagan mit einer strähnigen Kurzhaarfrisur und einer stets ernsthaften, leicht trotzigen Miene. Selbst in ihren schicken Sportwagen-Cabrios und im Spielcasino wirkt diese Frau merkwürdig unscheinbar. Aber sie wächst schnell in ihr neues Partyleben hinein, in dem sie tut, wonach ihr gerade ist und bei dem sie stets von einer Gefolgschaft naher Freunde begleitet wird. Diese Sylvie Testud spielt ihre Rolle so unglamourös und ohne auf die Wirkung zu schielen, dass sie weniger als Schauspielerin, denn als reale, spröde Person erscheint. Und dabei bringt sie sowohl das Kindliche, als auch die Verletzbarkeit hinter der lebenshungrigen Autorin mit der frechen Klappe zum Vorschein.

      Eine Off-Stimme begleitet als Ich-Erzählerin Sagans Eskapaden und steuert Erkenntnisse über das Leben und die Einsamkeit bei, wie sie in ihren Romanen stehen. Das Verblüffendste an dieser im Film stets von einer Aura der Isolation umgebenen Persönlichkeit ist, wie sie bei all ihren Vergnügungen doch niemals dauerhafte Erfüllung zu finden scheint. Sie kauft sich ein Landhaus, wo sie mit mehreren Freunden wohnt, sie heiratet zweimal Männer, die sie nicht lieben, sie möchte ein Kind von einem ihrer Begleiter und zieht schließlich mit einer Frau zusammen. Ihre Bekannten bezichtigen sich gegenseitig, Schmarotzer zu sein und doch sind darunter auch wahre Freunde.

      Die zarte Frau, die das Geld für sich und ihre Begleiter mit vollen Händen ausgibt, raucht, trinkt und nimmt Kokain. Sie ist immun gegen gute Ratschläge und schlittert immer tiefer in Verschuldung. In der spannenden Inszenierung bleibt das Interesse am Schicksal der Schriftstellerin bis zum Schluss groß. Doch ihre vielen Beziehungen gewinnen nicht so recht an Kontur, einzig ihre Lebenspartnerin Peggy schafft es, aus dem Kreis der Begleiter ein wenig hervorzutreten. Sagans Gefühle für die ihr nahen Menschen, besonders auch für ihren Sohn, bleiben vage.

      Fazit: Die Schriftstellerin Francoise Sagan wird von einer bemerkenswerten Sylvie Testud als lebenslustiges Enfant terrible und einsame Seele dargestellt.
    2. Bonjour Sagan: Biopic über die Kult-Autorin Françoise Sagan und ihren Lebens- und Liebeshunger, ihre Exzesse mit Drogen und Alkohol und Affären.

      Biopic über die Kult-Autorin Françoise Sagan und ihren Lebens- und Liebeshunger, ihre Exzesse mit Drogen und Alkohol, Glücksspiel, Affären und schnellen Autos.

      Als 18-Jährige revolutionierte sie die französische Literatur mit dem kleinen Band „Bonjour Tristesse“ und traf mit ungewohnter Offenheit und Sinnlichkeit die Nachkriegsgeneration von 1954 mitten ins Herz. Die autobiographisch geprägte Geschichte eines jungen Mädchens, das frei von Schuldgefühlen seine Sexualität auslebt und einen anderen Menschen in den Selbstmord treibt, sorgte wegen Unmoral für einen handfesten Skandal. Es folgten 30 weitere Bücher mit einer Gesamtauflage von über 30 Mio. Exemplaren. Wie die Heldin kam auch Françoise Quoirez, die spätere Sagan, aus gut bürgerlichem Hause und genoss die Leichtigkeit des Seins der verwöhnten französischen „jeunesse dorée“.

      Diane Kurys versucht, das atemlose Leben dieser außergewöhnlichen Frau in Bilder und einen nicht ganz stringenten Erzählrahmen zu fassen. Die ausführliche Behandlung der ersten Karrierejahre, in denen Sagan auf den Rat ihres Vaters das schnell verdiente Geld mit vollen Händen verschwendet, ihre Pariser Clique in Saint Tropez aushält und sämtliche Exzesse durchzieht, erlaubt eine subtile Annäherung. Dann kapituliert die Regisseurin vor der Komplexität dieser schillernden Figur und ihren zahlreichen Facetten, hakt in riesigen Zeitsprüngen Stationen ab. Den Autounfall 1957 und seine Folgen für die spätere Morphiumsucht, diverse Liebesabenteuer und gescheiterte Beziehungen, das Abrutschen in Kokainabhängigkeit. Nur wenige Getreue halten zu ihr, während die Karawane der Schnorrer weiter zieht.

      Wichtige Episoden wie ihr politisches Engagement, ihre gespaltene Position zum Feminismus („Mein Bauch gehört nicht mir, sondern dem Mann, den ich liebe.“) oder das diffizile Verhältnis zu ihrem Sohn, der nach der Geburt erst wieder als 20-Jähriger auftaucht und den sie nicht am Sterbebett sehen will, bleiben diffus. In der zweiten Hälfte dominiert „Tristesse“, die von Drogen gezeichnete und finanziell ruinierte Erfolgsautorin kämpft mit schlechten Kritiken, sinkenden Verkaufszahlen und einem riesigen Schuldenberg. Am meisten leidet sie unter der Einsamkeit, ein Gefühl, dass Sylvie Testud („Jenseits der Stille“) in einer überzeugenden Performance mit Bubikopf und melancholischem Blick verkörpert und vor allem in sehr persönlichen Off-Zitaten nachempfinden lässt. Sie trägt den Film auf ihren Schultern und weckt Aufmerksamkeit für eine Frau, von der man gerne mehr erfahren hätte. mk.

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      Kino.de Redaktion  

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