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Produktion: Die Geburt von Bolt

Das Herzstück von BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE ist der vierbeinige Titelheld, der sich auf einmal einer Realität stellen muss, die er so nie erwartet hätte. Es war dieser Hund, der die Aufmerksamkeit des ausführenden Produzenten John Lasseter erregte. „Das Potenzial der Hauptfigur, zu wachsen und sich zu entwickeln, hat mich von Anfang an am meisten an BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE fasziniert“, sagt Lasseter. „Für mich ist es genau dieser Punkt, aus dem das Herzstück des Films entspringt. Ein rein komischer Film ohne Herz kann unterhaltsam sein, aber hinterher hat man ihn schnell wieder vergessen. BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE ist so amüsant und erinnerungswürdig, weil unser Held ein Hund ist, der an einem Filmset aufgewachsen ist und fest daran glaubt, dass diese Kunstwelt real ist. Das ist eben alles, was er kennt. Als er in die wirkliche Welt kommt und ihm klar wird, dass sein bisheriges Leben eine Täuschung war, geht er auf eine Reise und entdeckt, was es heißt, ein echter Hund zu sein.“

„Das Publikum kann sich gar nicht dagegen wehren – es wird sich mit Bolt auf eine sehr reale Weise identifizieren“, ergänzt der Regisseur Byron Howard. „Wir haben ihn als ziemlich normalen Hund dargestellt, der in der realen Welt zum ersten Mal Schmerz, Hunger und Einsamkeit empfindet. Er vermisst und braucht seine Besitzerin Penny – und damit können wir uns alle identifizieren.“ „Ich glaube, dass Menschen, die einen Film lieben wollen, auch dessen Figuren lieben und sich um sie und ihre Beziehungen sorgen müssen“, sagt Howards Partner, der Regisseur Chris Williams. „Darum wollten wir sicherstellen, dass die Zuschauer Penny und Bolt wirklich mögen und sie zusammen sehen wollen. Und wir mussten sicherstellen, dass Bolt auf seiner Odyssee Mittens und Dino kennen lernt und diese drei Figuren gut miteinander harmonieren und sich die Zuschauer für die zwischen ihnen wachsende Freundschaft interessieren.“

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„Ich bin sehr stolz auf BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE, denn er ist aus dem gleichen Guss wie die klassischen Disney-Filme“, erläutert Lasseter. „Der Humor kommt nicht allein aus lustigen Dialogen. Er entspringt den Persönlichkeiten. Das ist für mich das Wichtigste in allen unseren Filmen. Man hat diese einzigartigen, witzigen und liebenswerten Persönlichkeiten, die man in lustige Situationen bringt. Aber neben dem Humor müssen die Helden auch Herz haben. Walt Disney hat immer gesagt: ,Für jeden Lacher sollte es auch eine Träne geben.‘ Daran glaube ich fest. Das Herz in BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE zeigt sich in der emotionalen Reise und in den Veränderungen, die Bolt vollzieht. Und darüber hinaus muss man einen Film durch die bestmögliche Qualität bei der Animation und der Gestaltung der Hintergründe interessant machen.“

„Chris und Byron haben mit der gemeinsamen Verantwortung für diesen Film einen famosen Job gemacht und einen wirklich außergewöhnlichen Film geschaffen“, lobt Produzent Clark Spencer seine beiden Regisseure. „Sie waren beide sehr stark in den Prozess der Storyentwicklung involviert. Danach war Chris für die Texte, die Sprachaufnahmen mit den Schauspielern und das Layout zuständig. Dann übergab er an Byron, der sich um die Animationen kümmerte. Und anschließend ging alles zurück an Chris, der die Beleuchtung und die Effekte betreute.“

„Unter ihrer Anleitung hat sich BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE zum bisher raffiniertesten computeranimierten Film von Disney entwickelt“, fährt Spencer fort. „Unser Studio ist damit in jeder Beziehung einen gewaltigen Schritt nach vorn gegangen, ob es die Kamerabewegungen betrifft oder die Qualität der Animation. Es hat Spaß gemacht, zusammen mit Chris und Byron an diesem fantastischen Projekt zu arbeiten, und der Film wird Disney in eine neue Ära der Innovation und der Höchstleistungen führen.“

„Ich glaube, man muss drei Dinge besonders gut machen, um einen erfolgreichen Film – und besonders einen animierten – zu produzieren“, schließt Lasseter. „Man muss eine mitreißende Geschichte erzählen, mit der man die Zuschauer im Kinosessel fesselt. Man muss diese Geschichte mit ansprechenden Figuren anreichern, die der Zuschauer nicht vergisst. ,Ansprechend‘ ist hier das Schlüsselwort: Selbst die Schurken müssen ansprechend sein. Und dann muss man diese Geschichte und ihre Figuren in eine glaubwürdige Welt stellen. Die muss nicht realistisch sein, aber in jeder Sekunde im Film nachvollziehbar. Es ist absolut wichtig, dass diese drei Komponenten gut miteinander funktionieren. Und schließlich muss man mit dem Publikum eine Verbindung eingehen – ich nenne das ein Fundament – indem man ihm etwas Bekanntes zeigt, es aber in einer absolut neuen Art präsentiert. BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE ist ein Paradebeispiel für diesen Zugang.“

Produktion: Die Figuren in Bolt

Bolt ist ein moderner, vierbeiniger Actionheld und der Star seiner eigenen TV-Serie. Er ist am Set dieser Serie aufgewachsen – er glaubt, dass alles, was in dieser fiktionalen TV-Show geschieht, real ist und dass er genetisch so beschaffen ist, dass er über Superkräfte verfügt wie eine unfassbare Stärke, einen Laserblick und einen mächtigen Turbobeller. Aber nachdem er aus Versehen nach New York City verfrachtet wurde, laufen seine tollkühnen Stunts nicht mehr wie geplant. Die Realität holt ihn auf den Boden der Tatsachen, und Bolt bemerkt, dass sein ganzes bisheriges Leben eine Lüge war. Oder doch nicht? Zwischen all seinen Missgeschicken und herben Rückschlägen entdeckt er, dass die wahren Superkräfte eines Hundes in der Loyalität gegenüber seinem Besitzer liegen. Das Figurendesign von Bolt basiert lose auf dem amerikanischen Schäferhund, allerdings wurden die Ohren, die Nase und die Körpergröße deutlich verändert. Penny ist Bolts Co-Star in der TV-Serie im Film. Sie ist smart und willensstark, aber die Beziehung zu ihrem vierbeinigen Partner entspringt nicht allein den Drehbüchern. Immer dann, wenn ihr die Hektik und die Anforderungen ihres Schauspielerinnendaseins zu viel werden, findet sie Trost und Ruhe bei dem hinreißenden weißen Hund, den sie vor Jahren aus einem Tierheim gerettet hat.

Als Bolt verschwindet, ist Penny am Boden zerstört und träumt von seiner Rückkehr. Mittens ist eine misstrauische, zynische und heruntergekommene New Yorker Straßenkatze, die sich mitten in den Bemühungen von Bolt wiederfindet, in sein Hollywood- Leben und zu seiner geliebten Penny zurückzukehren. Bolt zwingt Mittens dazu, ihn auf seiner Reise quer durchs Land zu begleiten. Ihr Sinn für sarkastischen Witz und ihre pessimistische Sicht auf die Dinge stellen einen scharfen Kontrast zu seiner vertraulichen und positiven Lebenseinstellung dar. Doch schon bald entpuppt sich Mittens als einfallsreiche Reisebegleiterin, und sie bringt Bolt bei, wie man auf der Straße überlebt. Auf ihrem gemeinsamen Weg erweckt Bolts unendlich starke Loyalität etwas in Mittens, und sie lernt, anderen wieder zu vertrauen.

Dino ist ein echter Kugelblitz, die Miniaturausgabe eines knallharten, tollkühnen Actionhelden in spe, der leider abgeschottet in seiner kleinen Hamsterkugel aus Plastik lebt. Der Hamster ist der größte Fan von Bolts TV-Abenteuern, und er kennt jedes noch so nebensächliche Detaildieser Abenteuer in- und auswendig. Als sein Held vor der Tür seines Wohnmobils steht, ist Dino hellauf begeistert: Ohne auch nur einen Moment lang zu zögern, nimmt er seinen Weckruf wahr und lebt seine ultimative Fantasie aus, indem er sich mit Bolt zusammentut. Das Schicksal ruft, und der zielstrebige kleine Kerl antwortet – nichts und niemand wird ihn stoppen können, wenn er Bolt bei seiner Mission zur Seite steht. Dr. Calico ist ein kriminelles Superhirn mit einem Faible für Katzen – der Oberschurke in der fiktionalen TV-Serie. In jeder Folge denkt er sich neue Möglichkeiten aus, wie er Penny und ihren Superhund piesacken kann. Im finalen Cliffhanger der Serienstaffel kidnappt Dr. Calico Penny, und Bolt ist – erstmals in seinem Leben – nicht in der Lage, sie zu retten. Stattdessen wird er, im festen Glauben, Penny sei immer noch in Gefahr, durchs ganze Land an die Ostküste verfrachtet – und mutmaßt, dass alle Katzen dieser Welt mit seinem Erzfeind Calico unter einer Decke stecken.

Der Regisseur ist Autor und oberster kreativer Kopf der populären TV-Serie mit Bolt in der Hauptrolle. Er würde durch brennende Reifen springen, um sicherzustellen, dass sein Held glaubt, all die Action um ihn herum sei real, denn nur das, so meint er, mache die Performance von Bolt so authentisch und glaubwürdig. Es geschieht leicht, dass der Regisseur seinen Job etwas zu ernst nimmt und sich in Machtspiele mit dem Senderchef verstrickt, der mehr an den Einschaltquoten interessiert ist als an einem modernen „Hunde, wollt ihr ewig leben?“.

Der Agent ist Pennys oberflächlicher, selbstsüchtiger Hollywood-Repräsentant. Er ist stets darauf bedacht, jeden glücklich zu machen, damit er seine Provision einsacken kann. Als Pennys wahre Gefühle für ihren tierischen Co-Star ihr bei ihrer Performance in die Quere kommen und die Hit-Serie Gefahr läuft, aus dem Ruder zu laufen, rät er seinem Schützling, die Sache einfach zu vergessen und mit der Show weiterzumachen.

Produktion: Animation, Artdirection und Beleuchtun

„Die Qualität der Animation in diesem Film ist absolut atemberaubend, besonders was die Tiere betrifft“, bringt es Regisseur Byron Howard auf den Punkt. „Wir haben eine Menge Recherchen betrieben, um die Essenz eines realen Hundes einfangen zu können. Je mehr man an diese Figuren glaubt, umso mehr denkt man, dass sie mehr als nur Cartoons sind, die sich auf einer Leinwand hin- und herbewegen. Je mehr du dich für sie interessierst, desto offener wird dein Herz für sie.“

Der tierische Star dieses Abenteuers hatte natürlich höchste Priorität. Für die Animatorin Becky Breese, die im Team für die Entwicklung der Figur Bolt arbeitete, war diese Aufgabe eine Herausforderung und ein großer Spaß gleichermaßen. „Wir haben sehr viel recherchiert und eine Menge Zeit damit verbracht, echte Hunde hier im Studio zu beobachten“, sagt sie. „Ich habe sogar meinen eigenen Hund zuhause gefilmt, um zu studieren, wie er seine Augenbrauen bewegt, wenn er etwas anschaut. Welpen und Hunde im Allgemeinen tendieren dazu, sehr spontan zu sein. Sie sind in einem Moment mit einer Sache beschäftigt – und plötzlich laufen sie in eine ganz andere Richtung.“

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Ihre Kollegin Amy Smeed ergänzt: „Mir hat es sehr geholfen, in einen ,Hundemodus‘ zu wechseln – ich bin auf allen Vieren gegangen und habe so getan, als sei ich selbst ein Hund. Außerdem hatten wir etliche Seminare und Vorlesungen über die Bewegungsabläufe oder das Verhalten der Tiere, und es waren ständig drei oder vier Hunde um uns herum, anhand derer wir studieren konnten, wie sie laufen und trotten, wie sie den Gesichtsausdruck wechseln, wenn sie glücklich oder verärgert sind.“ „Ich habe es geliebt, Penny zu animieren“, bekennt Smeed. „Sie ist eine meiner Lieblingsfiguren, denn sie kann Actionheldin sein und – abseits der Kameras – ein Mädchen, das ihren Hund liebt. In Wirklichkeit sind es zwei Figuren – sie hat ein großes Herz, wenn sie nicht am Filmset ist. Ich liebe zum Beispiel die Szenen, in denen sie mit ihrem Hund spielt. Sie mag Bolt wirklich sehr.“

Die Animation von Dino stellte sich als eine der größten Herausforderungen der Produktion heraus. Der leitende Animator Clay Kaytis erklärt: „Von Anfang an war es wahnsinnig kompliziert, einen Hamster in einer transparenten Kugel zu animieren. Bei jeder Einstellung mussten wir bedenken, wie sich die Kugel bewegen würde, wenn der Hamster darin sein Gewicht verlagert. Einige unserer großartigen Software-Jungs haben eine Kugel entwickelt, die wir nach Belieben bewegen konnten, und das hat unser Rotationsproblem gelöst. Wir haben relativ lange gebraucht, uns daran zu gewöhnen, aber am Ende hatten wir glücklicherweise einen Punkt erreicht, an dem jeder Animator auf seine Art das Verfahren perfekt anwenden konnte.“

Um die Bewegungsabläufe von Dino glaubwürdig umsetzen zu können, adoptierte das Studio einen Hamster namens Doink, den die Animatoren ständig beobachten konnten. Doink wurde von unten durch eine Plexiglasscheibe gefilmt, so dass die Künstler sehen konnten, wie sich die Füße des Hamsters innerhalb der Kugel verhalten. Außerdem konnten sie studieren, wie die Tiere zucken, wie sich ihre Pfoten, Ohren und die Nase bewegen. Im Gegensatz zu vielen anderen computeranimierten Filmen, die nur über wenige Schauplätze verfügen, ist BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE buchstäblich eine Reise durch ganz Amerika: Der Film führt seine Helden von New York City nach Hollywood und schlägt bunte Haken durch Ohio, Nevada und etliche andere Landschaften.

Darüber hinaus entschieden sich die Filmemacher, dem Film einen lockeren, gemäldeartigen Look und Stil zu verleihen. Diese Entscheidung sorgte dafür, dass einmal mehr die bestehenden Grenzen des Mediums neu definiert wurden und Bolt und seine Freunde auf eine Reise gehen, die ebenso bunt und farbenprächtig ist wie die Figuren selbst.

„Paul Felix, unser brillanter Artdirector, hatte die Idee, den Hintergründen einen gemäldeartigen Look zu geben, um sie abzusoften“, erläutert Regisseur Byron Howard. „Computeranimation ist auf vielerlei Arten großartig, aber am besten kann man mit ihr perfekt gezogene, gerade Linien und perfekt geschwungene, gleichmäßige Flächen schaffen. Das führt zu der Tendenz, Dinge sehr eckig oder scharfkantig darzustellen. Paul und seine Genies haben eine Software entwickelt, mit der man die Ecken und Kanten von Objekten ebenso wie die Hintergründe im ganzen Film sozusagen mit einem Pinselstrich gestalten kann. Das verleiht dem Film einen sehr warmen, lebensnahen Look, den man sich einfach gern anschaut.“ „Paul ist ein großer Fan der Disney-Geschichte, und er liebt es, die alten, handgemalten Hintergründe zu betrachten“, ergänzt Williams. „Er wollte unbedingt versuchen,etwas davon in die CGI-Ära zu übertragen. Er hat für Bolts Welt etwas sehr Reichhaltiges und Strukturelles entwickelt, das auf den Zuschauer sehr einladend wirkt.“ Bei der Erschaffung des visuellen Stils war auch die Zusammenarbeit zwischen Felix und dem für Beleuchtung und Look zuständigen Leiter Adolph Lusinsky von elementarer Bedeutung.

„Einen weiteren großen Einfluss auf den Look von BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE hatten einige Filme aus den frühen siebziger Jahren“, sagt Lusinsky. „Dabei haben wir uns besonders an den bahnbrechenden Filmen des Regisseurs Robert Altman und an der Arbeit der legendären Kameramänner Gordon Willis und Vilmos Zsigmond orientiert. Diese Männer haben die Schönheit der natürlichen Lichtquellen entdeckt. Wir haben keine idealisierte Darstellung angestrebt, sondern wir wollten unsere Welt so zeigen, wie sie ist. Also haben wir den gemäldeartigen Zugang mit Kameratechniken vermischt – mit Ausleuchtung, Belichtung und verschiedenen Objektiven –, um eine wirklich einzigartige Welt mit einer hohen strukturellen Qualität zu erschaffen. Das fühlt sich jetzt sehr greifbar an, weil ein so hohes Maß an Realismus eingeflossen ist.“

„Viele CGI-Filme reißen den Zuschauer durch die Scharfkantigkeit aus ihrer Illusion, also wollten wir ein besonders realistisches Niveau erreichen, indem wir nicht zu viele Details darstellen“, fährt Lusinsky fort. „Es ist für einen Computer zum Beispiel gar kein Problem, die Ziegelsteine an einem Gebäude bis in die Unendlichkeit darzustellen – man könnte theoretisch jeden einzelnen Ziegelstein zählen. In unserem Film kann man die ersten Ziegelsteine an einer Wand deutlich sehen, aber wenn man weiter nach hinten schaut, werden die Steine abstrakter und einfacher dargestellt. Und das ist ein anderer visueller Zugang als all diejenigen, die wir bisher hatten.“

Lusinsky und sein Team reisten zur Vorbereitung durch das ganze Land, besuchten Wohnwagenparks in Ohio, die Wüste außerhalb von Las Vegas, den Hafen von San Francisco und die Straßen von New York City, um vor Ort die Lichtverhältnisse und ihre möglichen Auswirkungen auf den Film studieren zu können. Das Design- und Beleuchtungsteam war in der Lage, die Atmosphäre dieser Locations einzufangen und sie im Film zu nutzen. „Wir hatten vor, dass sich BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE durch die Beleuchtung wie ein Live-Action-Film anfühlt“, sagt Spencer. „Eine realistische Beleuchtung ist der Schlüssel zur Glaubwürdigkeit, selbst wenn die Welt karikiert dargestellt wird. Wir wollten auf gar keinen Fall das Gefühl erzeugen, die Bilder seien am Computer hergestellt worden.“ „Eine der Ideen, über die John (Lasseter) ständig spricht, ist die Erschaffung einer glaubwürdigen Welt“, fährt Spencer fort. „Wir haben eine Katze, einen Hund und einen Hamster, die wir aus der realen Welt kennen, also haben wir hart daran gearbeitet, um für unsere Figuren eine glaubwürdige Welt zu erschaffen, in der sich auch das Publikum wohl fühlt.“

Produtkion: Disneys erster eigener animierter 3-D

Walt Disney Studios waren, was Animationsfilme betrifft, schon immer Pioniere der Technologie, und in dieser Tradition steht nun auch BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE, der in entsprechend ausgestatteten Lichtspielhäusern in Disney Digital 3-DTM präsentiert wird. Erst zwei andere Disney-Trickfilme – HIMMEL UND HUHN (Chicken Little, 2005) und TRIFF DIE ROBINSONS (Meet the Robinsons, 2007) kamen in 3-D-Versionen ins Kino, aber der 3-D-Effekt wurde bei einem Umwandlungsprozess im Laufe der Nachbearbeitung außerhalb des Studios hergestellt. BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE ist Disneys erster animierter Spielfilm, der für eine 3-DAuswertung konzipiert und designt wurde. Eine große Hilfe für die Filmemacher, den größtmöglichen Vorteil aus diesem Medium zu generieren, war ein gründliches Skript, das die emotionale Intensität Einstellung für Einstellung herausarbeitete und die Emotionalität jeder Szene auf einer Skala von eins bis zehn bewertete.

„Zum ersten Mal hat Disney im eigenen Haus einen 3-DFilm geschaffen, und dies in der gleichen Zeit wie einen herkömmlichen Film“, erläutert Produzent Clark Spencer. „Was die emotionalen Ereignisse betrifft, waren wir durch den 3-D-Prozess in der Lage, den Prozess des Geschichtenerzählens zu beeinflussen. Anstatt diese Technik komplett auszureizen, haben wir sie eher subtil eingesetzt, um so das Publikum zufriedenzustellen. Dabei wollten wir sichergehen, dass die Geschichte unsere oberste Priorität bleibt. Während einer emotionalen Szene haben wir den 3-D-Effekt heruntergefahren, so dass man sich auf den Moment konzentrieren kann. In den großen Action- Szenen haben wir natürlich die Möglichkeiten von 3-D so gut es ging ausgereizt. Die Einstellung gibt dem Film die richtige Balance.“

Um diese Ziele zu erreichen, holten die Filmemacher den erfahrenen Stereo-Supervisor Robert Neuman an Bord. „Das Schöne bei der Herstellung der 3-D-Version von BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE als Folgeprozess während der Produktion war, dass wir vollständig in den regulären Produktionsprozess eingebunden waren“, sagt Neuman. „Das hat uns erlaubt, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und die eindringlichste Version des Films zu erschaffen, zu der wir in der Lage waren. Wir haben jede Szene bearbeitet und ihr fürs Kino eine Tiefe verliehen, um das Publikum richtig in den Film hineinzuziehen, anstatt auf ablenkende Gimmicks zu setzen, die die Zuschauer aus der Geschichte herausziehen. Wenn man das Beste aus der 3-D-Erfahrung herausholen möchte, muss man sie angenehm gestalten. Es ist so wie beim Marathon: Wenn man sich auf einem kurzen Teilstück verausgabt, kommt man nicht ins Ziel. Wir setzen auf Ausdauer, weil wir eine möglichst eindringliche, unvergessliche Version des Films schaffen wollten.“

Die jüngsten Entwicklungen bei der digitalen Projektion haben die Erfahrung eines 3-D-Films unterhaltsamer gemacht und den Filmemachern neue Möglichkeiten gegeben. Animationsfilme passen besonders gut zu diesem Prozess.

„Einer der großen Vorteile bei der Arbeit mit 3-D bei einem Animationsfilm ist, dass man sich bei der Kameraeinstellung keine Gedanken um physikalische Gegebenheiten machen muss“, sagt Neuman. „Wir können unsere Kameras genau dort platzieren, wo wir wollen, und haben buchstäblich keinen Augenabstand zwischen ihnen, wenn wir das nicht wollen. Wenn Bolt zum Beispiel in seiner Hundehütte ist, können wir auf engstem Raum eine Kameraperspektive schaffen, ohne uns um Faktoren wie eine physische Kameravorrichtung Sorgen machen zu müssen. Außerdem sind die Kameraeinstellungen bei Animationsfilmen immer perfekt, und der Bildausschnitt ist immer genau. Das ist ein gewaltiger Vorteil.“

Produktion: der dynamische Soundtrack

Die Musik von BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE erforderte einen Komponisten, der einen Score sowohl für intensive Action-Szenen als auch für große Emotionen schreiben kann, zwei Aspekte, die bei einem Disney-Animationsfilm gebraucht werden. Die Filmemacher fanden all das in dem renommierten Komponisten John Powell. „BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE ist sozusagen zwei Filme in einem“, erläutert Clark Spencer. „Einerseits haben wir die TV-Serie, andererseits die reale Welt. Also brauchten wir jemanden, der in der Lage war, ein Titelthema für die TV-Show sowie für die musikalische Untermalung der Episoden darin zu schreiben. Und diese Musik sollte sich von der unterscheiden, die Bolts Reise unterstreicht.

John hat schon große Actionfilme wie DIE BOURNE IDENTITÄT (The Bourne Identity, 2002) und THE ITALIAN JOB – JAGD AUF MILLIONEN (The Italian Job, 2003) musikalisch untermalt, und er hatte großen Erfolg mit Animationsfilmen wie ICE AGE 2 – JETZT TAUT’S (Ice Age 2, 2006). Er versteht, wie Animationsfilme funktionieren, also war es für uns eine sehr naheliegende Entscheidung, ihn für diesen Film zu engagieren. Und er hat einen exzellenten Job gemacht – ich bin sicher, dass die Zuschauer den Wechsel von der TV-Show zur realen Welt genießen und würdigen werden. Er nimmt die musikalischen Themen der TV-Serie auf und verbindet sie langsam mit der Musik für die reale Welt.“

„Johns Beitrag zu unserem Film ist einfach unglaublich“, lobt auch Howard. „Er spielt mit gleicher Stärke auf beiden Seiten der emotionalen Palette. Die Musik für die TV-Serie ist sehr actionorientiert und nutzt Synthesizer, Percussion und viele musikalische Avantgarde Elemente. Für den Rest des Films hat er fantastische symphonische Stücke komponiert, die sich eher handgemacht anfühlen. Die sind deutlich entspannter und emotionaler.

Für Animationsfilme ist die Musik ein wichtiger Bestandteil. Wenn man in emotionalen Momenten zu wenig oder zu viel davon einbringt, kann es sein, dass man das Ziel verfehlt und die Zuschauer nicht erreicht. Mit Johns Musik gibt es einfach keine verpassten Gelegenheiten.“ Eines der musikalischen Highlights ist der Song „I Thought I Lost You“, der von John Travolta und Miley Cyrus – den Sprechern von Bolt und Penny in der Originalfassung – gesungen wird. „Ich habe das Stück mit einem meiner Kumpels geschrieben: Jeff Steele“, sagt Miley Cyrus. „Wir wollten mit dem Song das Drehbuch unterstreichen, aber am Ende stellte sich heraus, dass er viel mehr leistet.“

„Wir brauchten ein Lied, das davon handelt, was die Reise für jeden der beiden bedeutet“, sagt Spencer. „Es ist ein sehr süßer Song, und er handelt nicht nur von diesen beiden Figuren aus dem Film. Ich glaube, jeder von uns kennt diese Momente, in denen man glaubt, jemanden verloren zu haben, der dann aber wieder in sein oder ihr Leben tritt. Dieser Song spricht zu jedem.“ „Es hat großen Spaß gemacht, zusammen mit John Travolta zu singen“, gibt Miley Cyrus über ihren Duettpartner zu Protokoll. „Davon werde ich den Rest meines Lebens zehren.“

Auf dem Soundtrack des Films findet sich ein zweiter Song mit dem Titel „Barking at the Moon“, der zu hören ist, als das ungleiche Trio Bolt, Mittens und Dino auf ihrem Weg nach Las Vegas durchs Land reisen. Dieses Stück wurde geschrieben und gesungen von Jenny Lewis, einer populären Independent-Rocksängerin, die als Gründerin und Frontfrau der Band Rilo Kiley bekannt wurde. „Jenny verstand auf Anhieb die Idee und das Thema von BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE und überraschte uns mit einer hervorragenden Demoversion ihres Songs“, erinnert sich Regisseur Williams. „Ein paar Wochen später stand sie im Studio, und wir konnten beobachten, wie sie das Stück aufnahm. Den kreativen Prozess eines Musikers zu sehen ist so ähnlich, wie unseren Storyboard Zeichnern bei der Arbeit zuzuschauen. Jenny ist unfassbar talentiert, und wir sind sehr stolz darauf, dass sie ein Teil unseres Films geworden ist.“

„Das Tolle an Jennys musikalischem Stil ist, dass er sich so handgemacht anfühlt“, ergänzt sein Kollege Howard. „Das passte perfekt zu Bolts Reise durch das Land, bei der die Dinge wahrhaftiger sind. Ihre Musik hört sich an wie das echte Amerika und unterscheidet sich damit von der eher aggressiven und gelackten Musik, wie sie in der Bolt-TV-Serie verwendet wird.“

Neues Zeitalter für Walt Disney Animation

Als die Fusion von Walt Disney Studios und Pixar Animation Studios bekannt gegeben wurde, schien das Beste aus zwei Welten zusammenzukommen: Beide Firmen würden von diesem Zusammenschluss profitieren – ebenso wie die Fans animierter Filme auf der ganzen Welt. Auf der einen Seite war das Studio, dessen Name das Pantheon der bekanntesten Figuren dieser Kunstform heraufbeschwört – darunter zahllose Prinzessinnen, eine ganze Menagerie von Tieren und eine ganz bestimmte, unvergessliche Maus. Auf der anderen Seite war es jenes Studio, das mit einzigartigen technischen und filmischen Mitteln die Messlatte des Genres stetig angehoben und damit das Gesicht des Animationsfilms für immer verändert hatte. Knapp zweieinhalb Jahre später wurde John Lasseter, der Mitbegründer von Pixar, zum Kreativ-Chef der Walt Disney und Pixar Animation Studios und zum obersten kreativen Berater von Walt Disney Imagineering ernannt. Ed Catmull wurde gleichzeitig Präsident der Walt Disney und Pixar Animation Studios.

Für Lasseter – der für einen lebhaften, mit Vollgas nach vorn strebenden Arbeitsstil berühmt ist – bedeutete dieser Schritt eine radikale Kursänderung. Denn nun musste er gleich zwei mächtige Schiffe in unbekannten Gewässern steuern. Selbst der zweifache Oscar®-Gewinner bekam bei diesen Aussichten ein flaues Gefühl im Magen. „Ich war sehr nervös, denn bisher hatte ich mich einer solchen Aufgabe noch nicht gestellt“, gibt er zu. „Bei Pixar wurde ich zum ersten traditionell ausgebildeten Animator, der mit Computeranimationen gearbeitet hat. Die Firma wuchs dann langsam in genau die Strukturen hinein, die uns für unsere Arbeit komfortabel erschienen. Jetzt in ein Unternehmen mit einer so langen Geschichte zu kommen – das ist etwas völlig Neues für mich.“

Und diese Geschichte ist durchaus reichhaltig. Aber Lasseters Absicht war es von Anfang an, das Vermächtnis von Disney zu ehren und die Tradition der Vortrefflichkeit fortzusetzen. Aber sein Amtsantritt bedeutete auch Veränderung. „Außerhalb der Firma wusste das wahrscheinlich kaum jemand, aber das Unternehmen hieß eigentlich Disney Feature Animation“, fährt Lasseter fort. „Wir haben ihm wieder den Namen Walt Disney Animation Studios (WDAS) gegeben. Die Micky Maus in dem neuen Logo haben wir direkt von den Original-Briefköpfen aus dem Archiv eingescannt, die noch aus der Zeit der Hyperion Studios stammten – dem Gelände, auf dem das erste Disney-Studio angesiedelt war. Das symbolisiert in meinen Augen das, was wir tun: Wir feiern die Geschichte der Firma und gehen dennoch nach vorn. Wir haben ein großes Erbe angetreten und ich will, dass jedermann das weiß.“

Lasseters Aussage ist alles andere als ein reines Lippenbekenntnis für Walt Disney Animation Studios. Er lässt seinen Worten stets auch Taten folgen. „Schließlich machen wir Filme, die sich mit all den großartigen Disney-Klassikern messen lassen müssen. Unser Ziel ist es, dieses Niveau zu halten. In seinem riesigen Œuvre hat Walt Disney immer wieder Filme geschaffen, die auf der Höhe ihrer Zeit waren. Manche mögen heute altmodisch wirken, aber sie waren damals zeitgemäß. Unser Ziel ist es, genau solche Filme zu machen.“

Lasseter und Catmull bezogen ihre Büros in dem Animationsgebäude, das 1994 von Robert A. M. Stern Architects entworfen und gebaut wurde. Es steht auf dem Stück Land, das von Walt ursprünglich als Grundstück für Disneyland bestimmt wurde. Der gigantische Zaubererhut vor dem Gebäude beherbergte sogar einmal den Zeremonien-saal von Roy E. Disney. Das Haus selbst wurde im Inneren von Lasseter und Catmull vor ihrem Einzug leicht umgestaltet: Einige der Büros im Zentrum der Produktionsabteilung im ersten Stock wurden entfernt und durch einen offenen Konferenzraum ersetzt – die Caffeine Patch. Von der Patch aus – einer Mischung aus Espresso-Bar und Dorfplatz – ist das Innere der mit großen Fenstern ausgestatteten Büros von Lasseter und Catmull einsehbar. All dies deutet bereits auf jenen ständigen, freien Ideenaustausch im Herzen der Firma hin.

Aber Lasseter hat es vermieden, lediglich kosmetische Veränderungen bei WDAS zu etablieren. „Mir geht es nicht um Symbolismus, ich widme mich immer direkt dem Kern“, sagt er. „Ich wollte das Studio heilen und – was die Moral der Mitarbeiter betrifft – Künstlern die kreative Verantwortung ihrer Projekte und die Leitung des Studios übertragen. Ich sehe mich als Chef, der den Mitarbeitern nicht präzise sagen muss, was sie zu tun haben. Zum einen, um BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE so großartig wie möglich zu machen, zum zweiten unseren Mitarbeitern und ihren Familien – und schließlich auch unserem Publikum zuliebe. Aber auch um Walt Disneys Willen. Ich liebe Walt Disney und das Vermächtnis seines Studios. Das ist meine berufliche Herkunft. Ich wurde von den „Neun Alten Männern“ ausgebildet, am Ende ihrer Laufbahn. Mit dem Tod von Ollie Johnston sind nun alle von uns gegangen. Ich habe das Gefühl, dass ich nun einer der neuen alten Männer bin. Wir sind ihr Vermächtnis, und das ist einer der Gründe, warum wir immer mehr junge Leute unterrichten – um die Leidenschaft, die wir von unseren Lehrern erhalten haben, weiter zu geben.“

Den kreativen Ablauf eines Projekts voll und ganz in die Hand der Filmemacher zu geben ist ein langjährig erprobtes Erfolgsrezept und eines der Gründungsprinzipien von Pixar. Lasseter arbeitete von Anfang an unnachgiebig daran, dass die Walt Disney Animation Studios ebenfalls von den Filmemachern bestimmt werden – aber er besteht ebenso fest darauf, dass das Studio nicht zum „Kind von Pixar“ mutiert. „Als wir unsere Arbeit hier antraten, wollten wir Walt Disney Animation Studios nicht in Pixar verwandeln“, stellt er klar. „Das war nicht unsere Absicht. Wir brachten die Auffassung von einem Filmemachergeführten Studio mit und setzten sie hier um. Denn wir sind davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, wenn man mit kreativen Menschen arbeitet. Aber hier haben wir eine ganz andere Gruppe von Filmemachern – und ein phänomenales Erbe. Unsere neuen Filme müssen ganz klar ein Teil dieses Erbes werden.“

Disneys mit Spannung erwarteter computeranimierter Spielfilm BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE ist das erste Projekt, das diesem System entstammt – und eines der ersten, das Lasseter von den Storyboards bis zur Leinwandversion geleitet hat. „Es gibt einfach grundlegende Unterschiede zwischen einem Managergeführten und einem Filmemachergeführten Studio“, erläutert er. „Pixar war schon immer ein Filmemachergeführtes Studio. Danach haben wir von Anfang an gestrebt und von diesem Weg sind wir auch nicht abgewichen. Und BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE ist nun der erste Disney-Film, der diesem Geist entsprungen ist. Ich bin sehr stolz darauf – es ist die Art Film, die ich gern mache. Und ich glaube, er wird mal ein echter Disney-Klassiker.“

Lasseters Erfolgsrezept für einen Animationsfilm – mit den Disney-Klassikern als archetypische Vorbilder – kann in drei Sätzen zusammengefasst werden: Erzähle eine mitreißende Geschichte, die die Zuschauer begeistert. Reichere diese Geschichte mit liebenswerten, unvergesslichen Figuren an. Und siedele diese Geschichte und diese Figuren in einer Welt an, die im Rahmen der Story glaubwürdig ist.

Für John Lasseter muss die Geschichte darüber hinaus von der Weiterentwicklung der Persönlichkeit der Hauptfigur handeln. Dieses Element nennt er „das Herz des Films“. Auch der Humor ist wichtig für ihn – er ist wie die Glasur für einen leckeren Kuchen: das gewisse Etwas. Und wenn dieser Humor der Persönlichkeit der Figuren entspringt, ist er effektiver als witzige Dialogzeilen. „Walt Disney hat immer gesagt, dass es für jeden Lacher auch eine Träne geben sollte. Ich glaube, dass sich die Zuschauer immer daran erinnern werden, wenn ein Film sie emotional berührt hat. Ein rein komischer Film ohne Herz ist vielleicht unterhaltsam, aber man wird ihn schnell vergessen. Nehmen wir BOLT – EIN HUND FÜR ALLE FÄLLE: Das Herz dieses Films ist seine Hauptfigur – ein Hund, der an einem Filmset aufgewachsen ist und daran glaubt, dass diese Welt real ist. Das ist eben alles, was er kennt. Und dann kommt er in die wirkliche Welt und bemerkt, dass sein ganzes Leben ein einziger Schwindel war. Danach bricht er auf zu einer Reise, in deren Verlauf er zu einem echten Hund heranwächst.“

Mit erfrischender Direktheit schließt Lasseter: „Wenn man es auf den Punkt bringen will, ist doch alles ganz einfach. Man sollte sein Publikum gut unterhalten. Um nichts anderes geht es uns. Und genau das werden wir in Zukunft tun, denn dafür sorgen die Regisseure, die Story-Jungs und all die Künstler, die an diesen Filmen arbeiten werden. Aber wir setzen uns hohe Ziele, wir wollen wirklich tolle Filme produzieren. Und wir wollen damit das Erbe fortsetzen, das Walt Disney mit seinen eigenen Filmen hinterlassen hat. Ich glaube daran, dass man Zuschauer jeden Alters unterhalten kann. Jeder liebt Disney, ich auch. Die Filme von Walt Disney sind der Grund, warum ich das tue, was ich tue. Und das war schon immer genau das, was ich machen wollte.“

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