Blue Jasmine Poster

Happy Birthday Woody Allen - Der Stadtneurotiker wird 80

Seine Rolle in Der Stadtneurotiker aus dem Jahr 1977 machte ihn einst berühmt, nun wird Woody Allen, der schon lange zu den produktivsten wie kreativsten Regisseuren Hollywoods zählt, 80 Jahre alt. Müde scheint der kultige Filmemacher, Schauspieler und Drehbuchautor aber noch lange nicht zu sein. Die Devise des Multitalents lautet weiterhin: "Ein Film pro Jahr"; ganz aktuell ist er mit dem Mystery-Drama Irrational Man in den deutschen Kinos, das am 12. November mit Emma Stone und Joaquin Phoenix in den Hauptrollen startete.

Die Liste seiner cineastischen Erfolge mutet schier endlos an. Auch auf seine späten Tage bleibt Allen ungebrochen arbeitsam, und so schlagen in den letzten Jahren Filme wie Midnight in Paris, To Rome With Love, Blue Jasmine oder Magic in the Moonlight zu Buche. Zu den meisten seiner Werke steuerte er auch die Drehbücher bei, die er, wie es heißt, auf einer alten Schreibmaschine Typ Olympia SM 3/Baujahr 1952 verfasst. Ganz typisch, handeln seine Filme oft vom unsterblichen Thema der Liebe; sind darüber hinaus jedoch auch Hommage an bestimmte Orte (zuletzt nicht selten europäische Metropolen) oder eine Epoche; und nahezu immer enthalten sie satte satirische Elemente wie auch eine Portion Zynismus und Systemkritik.

Aufregendes Leben mit Höhen und Tiefen

Mehr als 50 Filme drehte Allen bislang und konnte 24 Oscar-Nominierungen verbuchen. Insgesamt viermal erhielt er die Trophäe: 1978 für Der Stadtneurotiker (als bester Regisseur und für das beste Drehbuch), 1986 für Hannah und ihre Schwestern und 2012 für Midnight in Paris (jeweils bestes Drehbuch). Allen nahm die Auszeichnungen jedoch nie persönlich entgegen. Sein Schaffensgebiet dehnt sich ohnehin weit über die Grenzen der Kinoleinwand hinaus: Er ist als Schriftsteller tätig, inszeniert Theaterstücke, Musicals und Opern und spielt Klarinette in einer Jazz-Band, mit der er regelmäßig auf Tour geht.

Das Privatleben, des als Allan Stewart Konigsberg, Sohn jüdischer Eltern, am 1. Dezember 1935 im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborenen, kann ebenfalls nur als äußerst turbulent bezeichnet werden. Mit der Schauspielerin Mia Farrow (Das Omen), die zwischen 1982-1992 seine bevorzugte Leinwandmuße war, führte er eine langjährige Beziehung. Zuvor hatte Allen bereits zwei kurzlebige Ehen mit Harlene Susan und Louise Lasser hinter sich gebracht. Farrow heiratete er allerdings nie, die beiden wurden aber Eltern eines gemeinsamen Kindes (Sohn Ronan). Hinzu kamen mit Dylan und Moses noch zwei Adoptivkinder. Mit ihrem Ex-Mann André Previn zog Farrow zudem die Adoptivtochter Soon-Yi Previn groß, mit der Allen Anfang der 90er-Jahre eine Affäre hatte, woraufhin die Beziehung zu Farrow zerbrach. Die nachfolgende gerichtliche Auseinandersetzung um das Sorgerecht der anderen Kinder, die medienwirksam ausgetragen wurde, brachte Allen in arge Bedrängnis. Dieser Sorgerechtsstreit hatte letztlich zur Folge, dass der Regisseur in den folgenden 20 Jahren kaum noch Kontakt zu seinen Kindern hatte. Mit Soon-Yi trat Allen 1997 jedoch vor den Traualtar. Gemeinsam adoptierten sie zwei Töchter.

(Bild: Warner)

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