Blood & Wine

  1. Ø 0
   1996
Trailer abspielen
Blood & Wine Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Blood & Wine

Filmhandlung und Hintergrund

Blood & Wine: Beeindruckendes Familiendrama um Leidenschaft und Rache mit einer sehr gut aufgelegten Darstellerriege.

Der alternde Frauenheld und Weinhändler Alex Gates und sein todkranker Freund Victor Spansky räumen den Tresor eines Kunden aus. Das erbeutete Diamantenarmband soll die gemeinsame Zukunft Alex‘ und seiner blutjungen Geliebten Gabriella, an der auch Stiefsohn Jason Gefallen gefunden hat, sichern. Stattdessen verläßt ihn seine betrogene Gattin – mit dem Armband im Gepäck.

Der Weinhändler Alex Gates lebt in Miami ein Leben im Luxus – Geliebte und rotes BMW-Cabrio inklusive. Leider hat er sich jedoch finanziell übernommen. Dieses Problem gedenkt Gates mit Hilfe des britischen Safeknackers Spansky durch einen Juwelenraub ein für alle Mal zu lösen. Der Coup gelingt. Aber kaum hält Gates die Beute in Händen, beginnen die Schwierigkeiten. Denn für das Schmuckstück im Wert von rund einer Million Dollar interessieren sich auch Gates‘ alkoholkranke Frau, der enfremdete Stiefsohn und die Geliebte…

Der alternde Frauenheld und Weinhändler Alex Gates und sein todkranker Freund Victor Spansky räumen den Tresor eines Kunden aus. Alex will mit Diamentenarmband und seiner Geliebten abhauen, doch es kommt ganz anders. Blut- und weinhaltiges Familiendrama, exquisit fotografiert und gespielt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Blut und Wein, das ist eine explosive Mischung, dachten sich die Organisatoren des 44. Internationalen Filmfestivals in San Sebastian und eröffneten den Filmmarathon mit diesem spannenden und gewalttätigen Thriller. Zu Recht, denn wie sich die Stars Jack Nicholson als sexsüchtiger Weinhändler und Michael Caine als todkranker Safe-Knacker (erhielt in der Baskenmetropole für seine Leistung den Preis als bester Darsteller) ein Schauspielerduell der Extraklasse liefern, das gehörte zu den Höhepunkten des Festivals.

    Regisseur Bob Rafelson und Jack Nicholson sind schon seit über 20 Jahren ein erfolgreiches Gespann, nicht nur als Regisseur/Schauspieler, sondern auch als Autoren. Seitdem 1968 Nicholson bei seinem ersten Film „Head“ als Coautor fungierte, verbindet die beiden eine Männerfreundschaft. Mit „Blood and Wine“ arbeitet das eingespielte Team zum fünften Mal zusammen. Für Rafelson ist dieser Film dritter Teil einer Trilogie über das Thema Familie und alltägliche Gewalt nach „Five Easy Pieces“ (1970) und „The King of Marvin Gardens“ (1972). Im Mittelpunkt der Story steht ein Vater-Sohn-Konflikt. Alex Gates (Jack Nicholson) präsentiert sich als Weiberheld erster Güte, seine Ehe besteht nur noch auf dem Papier, seinem Stiefsohn Jason (Stephen Dorff) will er Manieren beibringen, obgleich seine eigenen zu wünschen übrig lassen. Der Alltagstrott fordert den üblichen Tribut und es hätte ewig so weitergehen können, wenn sich der alternde Sexprotz mit Spielschulden nicht ausgerechnet die kubanische, blutjunge Geliebte Gabriella zugelegt hätte, die auch bei Jason Gefühl weckt. Als Alex mit seinem todkranken Kumpel Victor Spansky (Michael Caine) im Haus eines betuchten Kunden den Tresor ausräumt und ein Diamantenarmband ergattert, scheint einer Zukunft mit Gabriella nichts mehr im Wege zu stehen. Doch das Schicksal läßt sich nicht überlisten. Alex‘ Gattin verläßt den Untreuen, im Gepäck das wertvolle Armband. Bei der Jagd nach dem teuren Stück überschlagen sich die Ereignisse, explodieren die Gefühle, eskaliert die Gewalt.

    Ursprünglich war „Blood and Wine“ als Low-Budget-Movie mit wenig glamouröser Besetzung geplant, doch Jack Nicholson, der seinen alten Freund Rafelson nur beim Casting beraten wollte, fing Feuer, warf sämtliche finanziellen Vorstellungen über den Haufen und übernahm selbst die Hauptrolle. Für Produzent Jeremy Thomas eine zusätzliche Sicherheit, auf internationalem Parkett Meriten zu gewinnen.

    Geschickt dosiert Rafelson die Spannung, schockt durch überraschende Gewaltszenen, entwickelt sukzessive die dunkle Seite seiner Protagonisten, von denen jeder am Abgrund balanciert. Die kaputten Helden, von der Normalität die Flügel gestutzt, verlieren den Boden unter den Füßen und schlagen wild um sich – mit tödlichen Folgen. Und wenn am Ende die Objekte der Begierde verschwinden (das umkämpfte Armband in den Tiefen des Meeres, die Geliebte ins Nirgendwo), weiß man die Moral von der Geschichte:“Crime doesn’t pay“. An der Kinokasse sollte sich der Einsatz jedoch auszahlen, denn hochkarätige Schauspieler im Doppelpack, Liebe und Leidenschaft, Rache von biblischer Wucht sind die besten Zutaten für Kino-(Alp)Träume. mk.

News und Stories

Kommentare