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Filmhandlung und Hintergrund

Maria und Joseph scheinen wie füreinander geschaffen, doch schon sechs Wochen nach der Traumhochzeit trifft man sich zum erstenmal beim Eheberater. Dort stellt sich heraus, daß Maria nach sexuellem Mißbrauch in der Kindheit an einer schweren Angstneurose leidet und unter derzeitigen Gegebenheiten keinesfalls sexuelle Erfüllung finden kann. Angesichts des schier unlösbaren Problems wendet sich Joseph an den höchst umstrittenen Sexualtherapeuten Baltazar Vincenza, der mit einer ungewöhnlichen Behandlung erstaunliche Resultate erzielt.

Ein Paar trifft sich kurz nach der Hochzeit beim Eheberater. Angesichts eines unlösbaren Problems wendet sich Joseph an einen Sexualtherapeuten, der eine ungewöhnliche Behandlung unternimmt. Der stilsicher inszenierte Film mit kleinem Humordefizit verspricht die Kunst des Liebens zu erklären.

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Kritikerrezensionen

  • Bei seiner Weltpremiere beim Filmfestival in San Francisco wurde „Bliss“ als provokantes Erotikdrama angekündet, das das Thema Sex in einer für Hollywood untypischen Weise betrachtet. Sexuelle Vereinigung als spirituelles Heilverfahren zu porträtieren, mag tatsächlich eine neue Herangehensweise an das älteste Genre der Welt darstellen. Dennoch kann der mit Sheryl Lee und Craig Sheffer recht namhaft besetzte Film nicht den Eindruck abschütteln, man würde Zeuge einer langatmigen und teils enervierenden Therapiesitzung.

    Newcomer-Regisseur Lance Young, der zudem das Drehbuch verfaßte, schwankt in seiner Untersuchung der problembeladenen Ehe zwischen den attraktiven Yuppies Sheryl Lee (als Mordopfer Laura Palmer aus der TV-Kultserie „Twin Peaks“ bekannt) und Craig Sheffer („Aus der Mitte entspringt ein Fluß“) und zwischen Softcore-Weichzeichnerromantik und klinischer Nüchternheit. Gleich in der Eröffnungsszene eröffnet Bräutigam Joseph seinem besten Freund, seine Zukünftige leide unter gravierenden Problemen. Es zeigt sich bald, daß Maria an einer schweren Psychose laboriert, die durch sexuellen Mißbrauch in frühester Kindheit hervorgerufen wurde. Als eine konventionelle Therapie fehlschlägt – bei der Mann erfährt, daß Frau frigide ist und ihre bisherigen Orgasmen lediglich gespielt waren -, sucht Maria den New-Age-Sexguru Baltazar (der weißhaarige Terence Stamp) auf. Dessen Behandlungsmethode umfaßt Sex mit seinen Patientinnen, was Mann in eifersüchtige Rage versetzt. Doch dann beschließt er, sich selbst in die Hände des charismatischen „sexual healer“ zu begeben…

    Es entspinnen sich lange Dialogreihen, die sich mit Tantra-Meditation und einem Schuß östlicher Religionsphilosphien beschäftigen und stellenweise den Flair eines Dokumentarfilms mit sich bringen. Für den Mann wird der Intimitäts-Kurs zur Selbstentdeckungsreise, die ihn seine Motivation hinterfragen läßt, sich eine schwer gestörte Partnerin auszusuchen. Damit wird das gegenseitige Abhängigkeitsverhalten demonstriert. Die Sexszenen sind relativ explizit ausgefallen, erinnern an Turnübungen und wirken nur bedingt erotisch. Die aufdringlich-schwermütige Klaviermusik trieft bedeutungsschwanger vor Depression und Trauer. Eine gewisse Gruppe unter der Programmhaus-Klientel, die gerne über Psyche, Emotionen und Symbolik diskutiert, wird sich unter Umständen gut bedient fühlen. ara.

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