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Blessing Bell

Kinostart: 11.03.2004

Kofuku no kane: Durch eine Kette von Zufällen erlebt ein Japaner an einem Tag, wie das Leben von unvorhersehbaren Ereignissen gelenkt wird.

Filmhandlung und Hintergrund

Durch eine Kette von Zufällen erlebt ein Japaner an einem Tag, wie das Leben von unvorhersehbaren Ereignissen gelenkt wird.

Eigentlich wollte der wortkarge Igarashi (Susumu Terajima) heute seine neue Stelle bei der großen Firma antreten, doch nun steht er vor verschlossenen Werktoren. Ziellos trottet er daraufhin durch die Gegend und geradewegs hinein in ein skurriles Abenteuer nach dem anderen. So rettet er unter anderem einem Mädchen das Leben, erleidet einen Verkehrsunfall, erhält eine Botschaft von einem Toten, wird wegen Mordes verhaftet, gewinnt Millionen im Lotto und verliert das Geld gleich wieder.

Der japanische Regisseur Sabu („Monday„) erfindet die Langsamkeit neu in dieser bis dato wohl ungewöhnlichsten Hommage an Charles Chaplins „The Tramp“.

Am Tag, an dem Igarashi seine Stelle antreten will, wird die neue Firma geschlossen. Ziellos trottet er daraufhin durch die Straßen und erlebt im Laufe des Tages die unglaublichsten, zufälligen Abenteuer: Er wird wegen Mordes verhaftet, rettet ein Mädchen aus einem brennenden Gebäude, wird von einem Auto angefahren, gewinnt Millionen im Lotto und verliert das Geld wieder und kommt am Ende wieder dort an, wo alles begonnen hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Blessing Bell: Durch eine Kette von Zufällen erlebt ein Japaner an einem Tag, wie das Leben von unvorhersehbaren Ereignissen gelenkt wird.

    Clint Eastwoods unbewegliche Gesichtszüge als namenloser Fremder sind bewegt im Vergleich zu denen des schweigenden Protagonisten aus Sabus „Blessing Bell“ mit Namen Igarashi: Der Takeshi-Kitano-Regular Susumu Terajima läuft mit gleicher Mine und gleichem Tempo durch das Drama, das nur von schwarzhumorigen Ein- und Unfällen aus seiner Seelenruhe gebracht wird.

    Und das ist auch schon der Inhalt dieser Übung in Minimalismus des für seine rasant geschnittenen, amüsanten Gangster-Stücke bekannten und im Heimatland kommerziell überaus erfolgreichen japanischen Regisseurs und Schauspielers Sabu: Ex-Gangster Igarashi geht durch eine heruntergekommene Fabrikanlage, am Ufer eines Flusses und Stadtstraßen entlang - und wieder zurück. Dabei folgt er meist schnurgeraden Straßenmarkierungen. Keine Musik begleitet den von der Kamera immer auf gleicher Höhe mit äußerster Ruhe begleiteten Marsch. Dazwischen begegnet er Gangstern, pausiert im Gras, hört dabei einem Mann zu, der vor ihm sitzt, über sein Leben sinniert und tot umfällt. Staubtrockene Situationskomik dieser Art ringt dem überraschten Zuschauer ein Schmunzeln ab, doch Igarashi bleibt regungslos, auch als er abgeführt und ins Gefängnis gesteckt wird, und bei seiner Entlassung von einem Auto angefahren wird. Dieser Unfall wird nur angedeutet, passiert außerhalb des Bildes. So bleibt es dem Zuschauer überlassen, sich die Details des Unfalls wie auch die Motivation des geheimnisvollen Protagonisten auszudenken. Im Krankenhaus wacht er neben einem alten, sterbenden Mann auf, der als Geist zu ihm spricht. Gespielt wird er von Regieveteran Seijun Suzuki, der in den sechziger Jahren durch seine eigenwilligen Genrefilme berühmt wurde. Igarashi tut dem Mann/Geist einen Gefallen und rettet sogar ein Kind aus einem brennendem Haus, allerdings erst nachdem er und die verzweifelte Mutter sich fast minutenlang angesehen haben. Sein heroischer Einsatz wird von der Frau belohnt, indem sie ihm seinen Lotteriegewinn klaut.

    Das melancholisch-philosophische, absurd-alltägliche Roadmovie, das bei der Berlinale 2003 mit dem NETPAC-Preis ausgezeichnet wurde und auf etlichen Festivals tourte, endet für Igarashi in einem schwarzen Loch und den Blick in den Himmel. V.a. bei Asiafilmfans sollte die schräg-schöne Unterhaltung Gefallen finden. hai.
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