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"Hoffentlich vergeige ich 'Blade Runner 2' nicht!"

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Blade Runner 2049 Poster

„Ich habe mich schon bei Ridley Scott gefragt, ob es eine gute Idee ist…“

Schöne neue Replikanten-Welt: Spielen in "Blade Runner 2" wieder künstliche Menschen eine zentrale Rolle? Bild: Warner

Für viele ist es nach wie vor der beste Science Fiction-Film aller Zeiten: „Blade Runner“ von Ridley Scott. Schon die Vorlage von Kultautor Philip K. Dick (u.a. auch „Minority Report“ und „Total Recall„) war brillant, der Kinofilm mit Harrison Ford als Ermittler in Sachen Replikanten-Menschen fand für die vielschichtigen Fragen und Implikationen des Romans geniale Bilder.

Kein Wunder, denn im Regiestuhl saß kein Geringerer als Oscar-Preisträger Ridley Scott. Und von dem höchstpersönlich stammt auch die Idee zur Fortsetzung. Eigentlich wollte Scott den Film, für den auch Harrison Ford zurückkehrt, auch wieder selbst inszenieren. Doch dann entschied er, sich auf das Schreiben des Drehbuchs und die Rolle als Produzent zu beschränken. Chef am Set ist nun Denis Villeneuve, der sich mit dem Entführungs-Thriller „Prisoners“ für den Job empfohlen hatte. Doch Scotts Nachfolger hat ziemlich Bammel vor der Mammut-Aufgabe:

„Ich bin mehr als nervös, ich empfinde eine tiefe Angst“, gibt Villeneuve zu. „Als ich hörte, dass Ridley Scott einen weiteren Film im Blade-Runner-Universum machen will, war meine erste Reaktion, dass das eine super Idee ist - oder vielleicht eine sehr dumme Idee. Denn ich bin selbst einer der Hardcore-Fans von ‚Blade Runner‘, es ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Dieser Film ist eng mit meiner Liebe und Leidenschaft fürs Kino verbunden!“

Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?

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Dementsprechend zögerlich war Villeneuve, als er von Ridley Scott das Angebot erhielt, die Regie zu übernehmen:

„Obwohl es half, dass ich Ridley Scotts Segen hatte, war ich mir extrem unsicher, ob ich das machen sollte. Ich habe lange gebraucht, bis ich schließlich zusagte. Nicht, weil ich nicht an das Projekt glaube, sondern weil ich mir dachte ‚Wer bin ich, dass ich das überhaupt anfasse?‘ Und eine andere Stimme in mir sagte ‚Ich bin ein Hardcore-Fan, ich will das nicht vergeigen!'“

Zur Handlung durfte und wollte Villeneuve noch nichts verraten, aber er erklärte, dass der Film einerseits vollkommen für sich steht, dass es aber trotzdem eine Verbindung zum ersten Teil geben wird.

Wie sich dieses Paradoxon auflöst, das erfahren wir zum Kinostart von „Blade Runner 2“ Ende 2017.

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