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Black Christmas (2006) Film merken

Black Christmas Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Black Christmas: Remake des Horrorfilms "Jessy - Die Treppe in den Tod" von 1974, in dem acht Studentinnen in den Weihnachtsferien von einem Psychopathen terrorisiert werden.

Nachdem der kleine Billy von seiner heimtückischen Mutter und ihrem Lover jahrelang auf dem Dachboden eingesperrt wurde, brach er aus und tötete deren gemeinsame Tochter. Jahre später ist aus dem Tatort ein Schwesternhaus geworden, in dem acht Mädchen rund um Kelli (Katie Cassidy) und Dana (Lacey Chabert) mit ihrer Betreuerin (Andrea Martin) ein stilles Weihnachtsfest begehen. Aus der Ruhe wird nichts, denn der nunmehr erwachsene Psychopath Billy stattet seiner ehemaligen Leidensstätte einen Besuch ab. Was mit obszönen Telefonanrufen beginnt, endet im unchristlichen Blutbad.

Mit der Neufassung des Slasher-Movies von 1974 greift das erprobte Gespann Glen Morgan und James Wong, Schaffer der “Final Destination”-Reihe, nach “Willard” erneut nach einem bewährten Horrorschmaus.

Jahre sind vergangen, seitdem der von seiner Mutter missbrauchte Billy Rache übte und sie und ihren Liebhaber ermordete. Nun befindet sich ein Studentinnenheim in dem Haus des grausigen Verbrechens, das während der Weihnachtsferien von acht Mädchen bewohnt wird. Auch Billy kehrt unbemerkt in sein Zuhause zurück und versteckt sich in seinem einstigen Gefängnis, dem Speicher des Hauses. Die Mädchen erhalten zunächst drohende Anrufe. Dann wird eine nach der anderen ermordet.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Santa Clause is dead!“ Der Gott-ist-tot-Schock für Kinder ist der Entstehungsbeginn der Massenmörder, die in „Black Christmas“ ihr Unwesen treiben. Denn dass sich die Opfer gleich vor zwei gefährlichen Menschen – natürlich vergeblich – in Sicherheit zu bringen versuchen, verschweigt der Film keine Minute lang. Genausowenig wie die Tatsache, um wen es sich bei den Tätern handelt. Das Legen falscher Spuren hätte durchaus mehr Spannung hervorgebracht, als sie im Film tatsächlich vorzufinden ist.

    Stattdessen gibt es immer wieder halbherzig eingestreute Nebenhandlungen, die auch deshalb unnötig sind, weil die Menschen, die es betrifft, ohnehin nicht sehr lange leben. Es liegt im Gesetz des Genres, dass genügend Opfer – sprich hübsche Frauen – vorhanden sein müssen. Doch aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit, herrscht regelmäßige Verwirrung, wer nun eigentlich noch lebt und wer schon zu den Toten gezählt werden darf.

    Was die Täterfiguren anbelangt, konnten sich die Macher scheinbar nicht dafür entscheiden, ob sie lieber Psychopathen oder Zombies auf ihre Opfer loslassen sollten. Und so ist es dann eine Mischung von beidem geworden.

    Sollten die im Film verwendeten Klischees als bewusste Übertreibungen gedacht gewesen sein, könnte ihnen einen gewisser Unterhaltungswert nicht abgesprochen werden. Leider wirkt es jedoch so, als sei nicht intelligent mit diesen Genremustern gespielt worden, sondern als seien sie tatsächlich ernst gemeint. Und so kann man an der Haarfarbe abzählen, wer am Ende überleben darf.

    Auch an Schockeffekten hat der Film nur wenig zu bieten. Lieblingsobjekt ist eindeutig das Auge. Hier werden Augen herausgequetscht, herausgerissen und herausgebohrt, was irgendwann tatsächlich langweilig wird. Auch das wie ein Bienennest durchlöcherte Haus, hinter dessen Wänden das Grauen schlummert hätte wesentlich mehr Spannungseffekte hergeben können, wäre es besser in Szene gesetzt worden.

    Insgesamt betrachtet kann „Black Christmas“ nicht ernsthaft überzeugen. Zahlreiche Möglichkeiten des Spannungsaufbaus wurden unterlassen, dramaturgische Überraschungen gibt es keine. Wer Lust auf diesen Weihnachts-Slasher hat, sollte sich vielleicht lieber dem Original von 1974 zuwenden.

    Fazit: Mäßig gelungenes Remake, das mit wenig Spannung und wenig Schockeffekten auskommt.
  • Das Gespann Glen Morgan und James Wong (“Final Destination”) kommt so langsam richtig in Fahrt und aktualisiert nach “Willard” erneut ein Horrorstoff aus den 70ern, diesmal aus der Abteilung Slasher.

    Wie so oft im Horrorfilm geht es um die unheilvollen Resultate einer zerstörten Familie, wie mehrere Rückblenden preisgeben. Ein klarer Fall fürs Jugendamt: Da muss der junge Billy mit ansehen, wie vor seinen Augen der Vater von der infamen Mutter und ihrem Lover herzlos abgeschlachtet wird. Er flüchtet sich vor den Nachstellungen des Mordpärchens auf den Dachstuhl, wo er die nächsten Jahre bis zur Geschlechtsreife vegetiert, bis seine Mutter ein inzestuöses Kind mit ihm zeugt. Diese Tochter verhackstückt der asozialisierte Mann schließlich, bis er in die geschlossene Anstalt eingeliefert wird. Aus der bricht er eines weihnachtlichen Tages aus, um zu seiner früheren Wirkstätte zurückzukehren und eine Clique modelbemaßter, verzogener Zicken in dem jetzigen Schwesternhaus zu dezimieren.

    Wem das bekannt vorkommt, wer da an Michael Myers oder Jason Vorhees denkt, der sollte wissen, dass das zugrunde liegende Original jener ersten Schlitzer-Welle vorauslief. Ähnlichkeiten zu “Halloween” und speziell der Auflösung von “Freitag, der 13.” sind deshalb keineswegs zufällig.

    Durch eine fast ausschließlich weibliche Besetzung inklusive der Auflösung gibt Regisseur Morgan dem Treiben zwar keine feministische, so doch aber feminine Note. Daneben zeichnet sich sein Werk durch das Leitthema Augen aus, die als Spannungsquelle (Voyeurismus) und leicht verstörendes Element (Augenausreißen) dienen. Wenn Augäpfel wie Christkugeln am Tannenbaum hängen, oder Plätzchen aus Menschenhaut verzehrt werden, zeigt sich der grobe Humor in allen grotesken Zügen. Gegen “Saw” & Co. nimmt sich der kranke Touch dennoch harmlos aus.

    Das moderate Blutbad, das sich trotz mancher Gewaltspitzen noch in Mainstreambereich bewegt, beherrscht Ironie und Thrill zu gleichen Teilen. Nicht erst die finale Schreiorgie nimmt sich selbst nicht allzu ernst und bewahrt den Sinn für krude Gore-Einlagen, die allerdings weniger drastisch als in der “Final Destination”-Reihe ausfallen. Der unaufdringliche Retro-Look mit festlich geschmücktem Ambiente ist formell gediegen und hübsch anzusehen, weshalb der Minimalismus bei Story und Charakterisierungen nicht weiter ins Gewicht fällt. Eine kurze, aber nicht schmerzlose Bescherung für diejenigen, die Kuschelweihnachten über haben und nach unchristlichen Alternativen suchen. tk.

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