Black and White

  1. Ø 0
   1999

Black and White: Stargespicktes, manchmal satirisch angehauchtes Porträt einer Stadtjugend die dem Gangsterrappertum nacheifert.

Black and White Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Black and White: Stargespicktes, manchmal satirisch angehauchtes Porträt einer Stadtjugend die dem Gangsterrappertum nacheifert.

Dokufilmerin Sam schließt sich einer Gruppe weißer Highschoolkids an, die sich der schwarzen HipHop-Kultur zugehörig fühlen und sich am liebsten im Dunstkreis eines coolen Gangsterrappers bewegen. Der befürchtet im Knast zu landen, als ein Jugendfreund von ihm von einem Cop erpresst wird und will ihn vom eifrigsten „White Nigga“ töten lassen.

Im Multi-Kulti-Schmelztiegel New York versucht Ex-Kleingangster Rich ins Hip-Hop-Geschäft einzusteigen. Verwundert trifft er auf viele Weiße: Plattenproduzenten, Clubbesitzer und reiche Kids, die unbedingt zur coolen schwarzen Szene gehören wollen. Mit dabei auch Dokumentarfilmerin Sam, die dieses Phänomen mit ihrer Kamera beobachtet und gerne am schillernden Leben zwischen Penthouse und Bronx teilnimmt. Für alle Beteiligten überaus gefährlich wird es, als Rich von einem Freund aus alten Tagen bedroht wird…

Ex-Kleingangster Rich versucht, in New York ins Hip-Hop-Geschäft einzusteigen, und trifft dabei zu seiner Überraschung viele Weiße, die zur „hippen“ schwarzen Szene gehören möchten. Provokatives Porträt der Black Urban Culture, in dem neben Hip-Hop-Star Oli „Power“ Grant und Ex-Boxer Mike Tyson auch Brooke Shields und Claudia Schiffer auftreten.

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Kritikerrezensionen

  • Die Hiphop-Szene in New York nimmt Hollywood-Kämpfer James Toback (Drehbuch für „Bugsy“) unter die Lupe: die weißen Middle-Class-Kids, die das Ghetto-Leben romantisieren, und die schwarzen Jugendlichen, die raus aus der ihnen zugewiesenen Ecke möchten. Für das Porträt einer Jugend, die sich über Rassenschranken hinwegsetzt und freien Sex praktiziert, ließ sich neben Claudia Schiffer, Brooke Shields oder Robert Downey jr. sogar Boxgigant und Ohrenbeißer Mike Tyson anheuern.

    James Toback eilt der Ruf als provokativer Filmemacher („Fingers“, 1978 – „Ein Mann für Zwei“, 1998) voraus, wohl ein Grund, warum hochdotierte Schauspieler für ein Taschengeld unter seiner Regie arbeiten und improvisieren wollten. Der 55-Jährige, der als Teenager das Leben eines „White Negro“ führte, zog vor einigen Jahren mit Leonardo di Caprio durch die New Yorker Club Szene und war erstaunt über den Einfluss von Hiphop auf den Star und seine Freunde – aktueller Ausgangspunkt für seinen filmischen Blick auf die schwarze Urban Culture. Oli „Power“ Grant, Gründer der einflussreichen Rapformation Wu-Tang Clan, mimt den erfolgreichen Kleingangster Rich, der mit einem Freund ins millionenschwere Hiphop-Geschäft einsteigen will und auf jede Menge Weiße trifft – Anhänger schwarzer Musik, Platten-Verleger, die die schnelle Mark machen wollen, und reiche Kids, die es cool finden, mit Farbigen zu schlafen. Diesem Phänomen will die Dokumentarfilmerin Sam auf die Spur kommen, die mit ihrem homosexuellen Gatten Terry eine Pro-forma-Ehe führt. Mit der Kamera begleitet sie Charlie, ein verwöhntes Gör aus der weißen Oberschicht, in die geheimsten Ecken der Szene, geht mit auf Parties und glaubt die Luft von Freiheit und Abenteuer zu schnuppern. Die Fun-Generation amüsiert sich, aber hinter den Kulissen geht’s hart zur Sache – und um viele Dollars. Und Undercover-Cop Mark sind Richs Aktivitäten schon lange ein Dorn im Auge. Er will den Gauner dingfest machen und erpresst dessen Kumpel Dean, der sich seiner Freundin anvertraut: Auslöser für eine tödliche Kettenreaktion.

    Der Schmelztiegel New York gibt sich schillernd, alle Figuren sind von Selbstzweifeln geplagt, auf der Suche nach Identität und Akzeptanz, die am Ende sogar zu einem Mord und Vater-Sohn-Drama führt. Es sind weniger die inszenierten als die spontanen Szenen, die den Reiz von Tobacks Zeitgeist-Reigen ausmachen. So gelingen Brooke Shields mit ihrer DVD-Kamera spannende Momentaufnahmen, wie ein „Schlagabtausch“ zwischen Mike Tyson und Robert Downey jr., der mit netten One-Linern amüsiert. Tobacks Hymne auf den schwarzen Hiphop als neue gesellschaftsübergreifende Kultur und freien Sex zwischen den Rassen mag in USA die Wellen höher schlagen lassen, dem hiesigen Publikum brennt das Thema brennt nicht mit der selben Intensität unter den Nägeln, auch wenn Hiphop längst auch hierzulande die einflussreichste und bedeutendste aller Jugendszenen ist. Sie zu erreichen, ist die Aufgabe der Marekting-Abteilung von Columbia TriStar. mk.

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