Filmhandlung und Hintergrund

Der Model-Traum einer Realschülerin wird durch eine plötzliche Krankheit zunichte gemacht...

Die fünfzehnjährige Mareike (Marie-Luise Schramm) lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter und den kleinen Geschwistern Franca und Tim in nicht gerade luxuriösen Verhältnissen in einer Mannheimer Vorstadt. Obwohl sie eher mollig ist, träumt Mareike davon, ein Model zu werden und die Wahl zur „Miss Baden-Würtemberg“ zu gewinnen. Das ändert sich, als sie einen arabischstämmigen Jungen kennen und lieben lernt und im Bauchtanz eine neue Berufung findet. Da aber droht eine ärztliche Diagnose, das junge Glück jäh zu ersticken.

Eine lebensnahe Alternative zum Hollywood-Teenagerfilm bietet dieses gut gespielte und aller ernsten Thematik zum Trotz humorvolle Mädchendrama aus deutschen Landen.

Die 15-jährige Mareike lebt mit ihrer allein erziehenden Mutter Jutta, ihrer Schwester Franca, ihrem Bruder Tim und ein paar Hühnern in einem Vorort von Mannheim. Sie will unbedingt Model werden und die Wahl zur „Miss Baden-Württemberg“ gewinnen, obwohl sie nicht gerade die besten Voraussetzungen dazu mitbringt und zu pummelig ist - und dann erkrankt sie auch noch.

Mareike lebt mit der allein erziehenden Mutter und ihren Geschwistern in einer Mannheimer Vorstadtsiedlung. Die 15-Jährige will raus aus ihrem langweiligen Alltag und rein ins pralle Leben - als „Miss Baden-Württemberg“. Doch was tun, wenn man zu klein, zu pummelig und zu wenig hübsch für ein Leben auf dem Laufsteg ist? Also liegt sie ihrer Umwelt mit ihren großen Plänen in den Ohren, rackert sich auf dem Fahrrad ab und schuftet am Gemüsestand für den Modelkurs. Dann aber wird sie schwer krank, und ihre Zukunft erscheint ungewiss.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bin ich sexy?: Der Model-Traum einer Realschülerin wird durch eine plötzliche Krankheit zunichte gemacht...

    Dass frau auch mit Pölsterchen gut aussehen kann, beweist die junge Mareike in Katinka Feistls erstem Langfilm. Trotz ein paar Speckröllchen auf den Hüften zuviel will sie „Miss Baden-Württemberg“ werden und avisiert ihr Ziel strikt an, bis das Schicksal die großen Pläne durchkreuzt. Die umwerfende Marie-Luise Schramm erhielt auf dem Filmfest München 2004 den Förderpreis Deutscher Film als Beste Hauptdarstellerin, „ihr Gesicht besitzt einen Ausdruck, der auch ohne Worte Bände spricht - und manchmal sogar zu Tränen rührt“, so die Begründung der Jury.

    Jungregisseurin Katinka Feistl kann sich freuen. Zwei ihrer Kurzfilme während des Studiums an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) wurden preisgekrönt: „Nicht auf den Mund“ erhielt 1999 den Ersten Preis beim Deutschen Kurzfilmwettbewerb auf dem Filmfest Ludwigsburg, „Wilde Ehe“ 2001 den FFA Short Tiger Award. Aber so richtig los ging es mit „Bin ich sexy?“, für den sie nach einem fremden Buch ihren dffb-Abschlussfilm zurückstellte. So gab es u.a. beim Filmfest Lünen die „Lüdia“ und den MFG-Star beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden. Beim Publikumspreis des 10. Berlin & Beyond Festival in San Francisco stach die Regiedebütantin sogar Knüller wie „Gegen die Wand“, „Der Untergang“ oder „Die fetten Jahre sind vorbei“ aus.

    In dieser Mischung aus Drama, Komödie und Coming-of-Age-Movie hat es sich die 15jährige Mareike in den Kopf gesetzt, Model zu werden und geht mit diesem Wunsch der Umwelt, vor allem ihrer allein erziehenden und sich abrackernden Mutter sowie den beiden Geschwistern furchtbar auf die Nerven. Selbstbewusst strampelt sie mit dem Fahrrad ausdauernd durch die Gegend, verkneift sich leckere Süßigkeiten und stellt beim Blick auf die Waage fest, dass nur Grämmchen, aber keine Pfunde purzeln. Volle Unterstützung erhält sie vom Großvater, der sie ermuntert und für ein paar Euro am Gemüsestand jobben lässt, damit sie für den Model-Kurs sparen kann. Auch als die Illusion von einer Modelkarriere und Miss-Wahl durch Krankheit platzt, lässt sie sich nicht unterkriegen. Trotz aller Forschheit mit der das Mädchen unbekümmert durchs Leben braust, finden sich auch leise Momente der Schutzlosigkeit, Zeichen der Unsicherheit.

    Katinka Feistl beobachtet genau die Machtkämpfe zwischen Mutter und Tochter, die darin gipfeln, dass letztere deren neuen Lover vergrault. Nicht nur die Haupt-, auch die Nebenfiguren sind genau und sensibel gezeichnet, bis hin zu den Geschwistern und dem netten Araberjungen, in den sich das Pummelchen vergeblich verguckt und sogar Bauchtanz lernt. Der frische und energiegeladene Film streift schwierige Themen, ohne in Problematik zu versinken. Im Gegenteil - er unterhält bestens. Und die Frage „Bin ich sexy?“ kann man in diesem Fall nur mit einem überzeugten JA beantworten. mk.

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