Filmhandlung und Hintergrund

Magischen Geschichte um einen Fotografen und sein Modell, die lose an "Die Schöne und das Biest" angelehnt ist.

Um seine Schlaflosigkeit zu vertreiben, träumt sich der alternde Fotograf Bill Diamond eine Geschichte aus seinen Bildern und seinem eigenen Leben zusammen. Er träumt von Mark, der in einer schweren Schaffenskrise das Fotografenerbe des weltberühmten Bill Diamond antreten und dessen Muse Jessi auf vielen Bildern verewigen will. Jessi baut Mark wieder auf, doch sie will zurück zu Diamond. Mark bleibt nur noch sein bester Freund Luc.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bill Diamond - Geschichte eines Augenblicks: Magischen Geschichte um einen Fotografen und sein Modell, die lose an "Die Schöne und das Biest" angelehnt ist.

    Nach seinem Überraschungserfolg „Broken Silence“ erzählt Wolfgang Panzer erneut eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Die „amour fou“ zwischen einem Fotografen und einem Model wird zur Betrachtung des Fremdseins, bei der sich Fiktion und Wahrheit fast märchenhaft vermischen.

    Prallten in „Broken Silence“ verschiedenste Kulturen und Lebensarten aufeinander, geht es in Panzers neuem Film nur um den Gegensatz zwischen New York als MegaCity, in der die Menschen vereinsamen, und einem idyllischen Ort am Genfer See, wo es noch auf den ersten Blick eine intakte Gemeinschaft gibt. Dort fühlt sich jedoch der polnische Fotograf Mark als Außenseiter, trotz seiner Freundschaft zum Dorfpolizisten, der ihm mit Rat und morgendlichen Croissants zur Seite steht. Als eines Morgens das Model Jessie vor seiner Tür steht und ihn bittet, sie in einer Art Vermächtnis für den verstorbenen, renommierten New Yorker Fotografen Bill Diamond weiterzuporträtieren, sagt der misanthropische Mark erst einmal ab. Dann überzeugt ihn die Ausstrahlung der jungen Frau und er beginnt sie zu fotografieren. Aus emotionaler Distanz wird Zuneigung, der Künstler öffnet sich für lang verschüttete Gefühle, wird verletzbar. Die Nachricht, daß Bill Diamond noch lebt und Jessie mit seinen Fotos zu ihm zurückkehren will, trifft ihn zutiefst. Er setzt ihr eine Frist: In einer Woche erwartet er sie zurück. Die Tage vergehen…

    Die Handlung orientiert sich an dem Märchen „Die Schöne und das Biest“. Auch bei Panzer ändert sich das Verhalten der Geschlechter, das Kräfteverhältnis schwache Frau versus starker Mann wendet sich ins Gegenteil. Bill Diamond (beeindruckend der 86jährige Ettore Cella) zieht als Manipulator die Fäden, indem er nachts Geschichten erfindet, so auch diese, bei der sich die Grenzen von Imagination, Traum und Wahrheit verwischen. Es geht nicht nur um die Love-Story und Machtstrukturen, sondern auch um den männlichen Blick auf den weiblichen Körper, die Frage des Voyeurismus, Beziehung zwischen Fotograf und Model, Künstler und Muse, Beobachter und Beobachtete. Mit Christian Coigny wurde ein angesehener Fotograf engagiert, dessen künstlerische Handschrift die Aufnahmen prägt. Durch das Spiel auf unterschiedlichen Wirklichkeitsebenen geht manchmal der rote Faden verloren, das Fotografieren als künstlerischer Akt ist zwar spannend, aber auf der Leinwand nicht einfach zu vermitteln. Da „Broken Silence“ inzwischen als Kult gilt, sollte dennoch mit einem neugierigen Publikum zu rechnen sein, von den Voschußlorbeeren könnte der irritierende Film profitieren. mk.

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