Filmhandlung und Hintergrund

Knast-Komödie von und mit dem "Male Gigolo" Rob Schneider.

Stan Minton lebt mehr als gut davon, weißen Rentnerinnen Mitwohngelegenheiten in heruntergekommenen Stadtvierteln anzudrehen. Sein Verkaufsargument ist dabei der sexuelle Appetit der dort lebenden gut bestückten Schwarzen auf Frauen jedes Alters. Doch mit dem Luxusleben ist Schluss für ihn, als er in den Knast muss. Sein Anwalt warnt ihn vor dort drohender Vergewaltigung. Also muss ein Fitness-/Kungfu-Meister her , um Stan noch schnell zum knallharten Kämpfer zu machen, bevor er seine Strafe unter muskelbepackten Mitinsassen antritt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Big Stan“ von Regisseur Rob Schneider, der auch die Hauptrolle spielt, ist eine witzige Komödie mit derbem Humor und Hang zu schrägen Übertreibungen. Das Drehbuch von Josh Lieb hat haufenweise freche Ideen und unkorrekte Sprüche. Auch die Kampfeinlagen sind wenig zimperlich, schließlich muss der neue Häftling Stan sich im Gefängnis handfest Respekt verschaffen.


      Doch vorher hat der Immobilienbetrüger noch reichlich Zeit, in seiner protzigen Villa, umsorgt von seiner treu ergebenen Frau Mindy, ängstlich in die Zukunft zu blicken. Jennifer Morrison spielt die hübsche Gattin, die sich ein Kind wünscht – ein Anliegen, das Stan total unnötig findet. Die Gegensätze könnten nicht größer sein, als in dieses übertrieben luxuriöse Heim der Meister einzieht: barfuß, unrasiert, auch beim Essen eine Zigarette rauchend. Mindys zaghafte Versuche, seinen Neuerungen zu widersprechen, beantwortet der Meister mit „Schweig still, Frau!“

      David Carradine persifliert seine „Kung-Fu“-Vergangenheit auf das Beste als der weißhaarige Meister, der einfach zu gut und zu schnell ist, um sich auch noch rücksichtsvoll benehmen zu müssen. Dass er praktisch immer eine Zigarette im Mund hat, passt insofern ganz gut zur Unkorrektheit seiner freien Persönlichkeit, die dem Zeitgeist eine lange Nase dreht.


      Stan hat so viel Angst davor, im Knast vergewaltigt zu werden, dass er bereitwillig tut, was der Meister von ihm verlangt: Nicht nur Kampftraining steht auf dem Programm, sondern auch Abhärtung der Geschmacksnerven. Als Stan dann das Gefängnis von innen sieht, lobt er das gute Essen. Nach einigen Schaukämpfen mit umgeknickten Fingern gehört ihm der Respekt aller Gangs.


      Der schräg-überdrehte Spaß zieht auch die brutalen Machos aus der Nazigang in den Strudel unliebsamer Begegnungen. Nicht zum ersten Mal erzählt ein Film davon, wie hinter Gittern eine gerechtere Ordnung entsteht. Aber dieser Film haut dabei richtig auf den Putz, indem er gnadenlos karikiert und unterhält.

      Fazit: Witzige, ungenierte Knast- und Martial-Arts-Komödie mit derbem Humor und gelungenen Übertreibungen.
    2. Big Stan: Knast-Komödie von und mit dem "Male Gigolo" Rob Schneider.

      „Male Gigolo“ Rob Schneider wandert in den Knast und muss sich als „Hot Chick“ sexueller Übergriffe erwehren - was ihm unter eigener Regie streckenweise recht kurzweilig-komisch gelingt.

      Mit dem Chicagoer Wolkenkratzer gleichen Spitznamens hat der windige Anlagebetrüger „Big Stan“ wahrlich nichts gemein. Aufrecht seinen Mann stehen und der Unbill der Welt trotzen sind seine Sache nicht. Viel lieber dreht Stan Minton weißen Rentnerinnen Mitwohngelegenheiten in heruntergekommenen Stadtvierteln an. Verkaufsargument: der unstillbare sexuelle Appetit der dort lebenden gut bestückten Schwarzen auf Frauen jedes Alters. Doch mit diesem lukrativen Geschäft ist’s nun vorbei. Stan muss in den Knast. Kein liederliches Luxus-Leben mehr im plüschigen Millionenheim, keine wimpernklappernde Mindy (Jennifer Morrison), die dem Gatten jeden Wunsch von den Augen abliest. Schlimmer noch, im Gefängnis droht Vergewaltigung - und da muss vorgebaut werden.

      Klingt schräg? Ist es auch und zugleich wenig verwunderlich, gibt doch hier der einschlägig berüchtigte „Male Gigolo“ Rob Schneider, bestens eingeführt als dämlicher sidekick von Adam Sandler, sein Regiedebüt. Ein Meister des bad taste ist er und entsprechend folgerichtig ist, dass der Humor seines 2006 entstandenen, soeben in den USA Direct-to-DVD ausgewerteten Erstlings primär um den Anus kreist. Vom Winkeladvokaten Lew Popper - M. Emmet Walsh macht mit schlecht sitzender Perücke und viagragestärkt seinem Namen alle Ehre - ob der drohenden Gefahr vorgewarnt, nutzt Stan die Monate vor Gefängnisantritt, um sich körperlich in Form zu bringen. Auftritt: The Master alias David Carradine, der als kettenrauchender Fitnessguru fortan in Kung-Fu-Fighting-Manier dafür sorgt, dass Stan zum taffen Kerl wird.

      Dann, hinter Gittern angelangt, folgt ein munteres Spielchen mit den bekannten Versatzstücken des (Sub-)Genres, heimtückischer Direktor, schlechtes Essen, böse (Ethno-)Banden und jede Menge Muskelrollen inklusive. Routiniert spult Schneider seine Geschichte ab, plädiert en passant kräftig für mehr Menschlichkeit im Strafvollzug und verlässt sich sonst auf seine Vorzüge als Stand-up Comedian. Hier liegt denn auch gleichzeitig das Hauptproblem der Komödie, die sich allzu sehr auf Schneider und dessen Monologe konzentriert und die optischen Witze verspielt oder in den Hintergrund drängt. Aber vielleicht ist das auch besser, denn so bleibt einem der für mehr rektale Sicherheit furchterregend tätowierte Schließmuskel von Big Stan erspart - ebenso wie die eigentlich reichlich zu erwartenden Fäkalzoten. geh.

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      Kino.de Redaktion  

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