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Bond-Bösewicht Gottfried John stirbt nach langer Krankheit

Bond-Bösewicht Gottfried John stirbt nach langer Krankheit

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Der beliebte deutsche Schauspieler Gottfried John mit dem unverwechselbaren Gesicht stirbt an den Folgen seines Krebsleidens im Alter von 72 Jahren.

Gottfried Johns Karriere verlief alles andere als geradlinig. Nach einer schwierigen Kindheit (er kommt 1942 mitten im Krieg auf die Welt, seinen Vater lernt er nie kennen, er lebt zeitweise in Heimen) entdeckt er früh seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Bevor er es ans Provinztheater schafft, verdingt er sich jedoch auf dem Bau. Mit dem Geld finanziert er sich die Schauspielschule. Es wird eine entbehrungsreiche Zeit bis die ersten größeren Rollen kommen. 1971 spielt John erstmalig in einem Kinofilm mit.

Von Fassbinders Schützling bis nach Hollywood

Das Glück bleibt für John allerdings weiterhin eine wechselhafte Geliebte. Als die Rollen ausbleiben, landet er in der Arbeitslosigkeit. Doch der deutsche Top-Regisseur Rainer Werner Fassbinder holt ihn für mehrere Filme auf die große Leinwand zurück, darunter das historische Epos Berlin Alexanderplatz.

Seinen größten internationalen Auftritt erlebt John in der Rolle des Ex-Sowjets General Ourumov als Gegenspieler von James Bond-Darsteller Pierce Brosnan in Golden Eye. John bleibt in der Folge weiterhin erfolgreich und bekleidet noch zahlreiche Rollen im deutschen TV und Kino. Zuletzt war er in der Romanverfilmung Rubinrot zu sehen. Vier Tage nach seinem 72. Geburtstag erliegt Gottfried John in der Nähe Münchens seinem Krebsleiden.