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Bella Block: Die Frau des Teppichlegers

  

Filmhandlung und Hintergrund

Den Mordfall überlässt Bella diesmal weitgehend ihrem Kollegen, weil sie Zeugen sucht für eine Vergewaltigung, die mit dem Eingreifen von Passanten nicht geschehen wäre.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bella Block: Die Frau des Teppichlegers: Den Mordfall überlässt Bella diesmal weitgehend ihrem Kollegen, weil sie Zeugen sucht für eine Vergewaltigung, die mit dem Eingreifen von Passanten nicht geschehen wäre.

    Im Frühjahr wurde Beate Langmaack für ihre Drehbücher zu den „Polizeiruf 110“-Filmen aus Mecklenburg-Vorpommern mit einem Adolf Grimme Spezialpreis ausgezeichnet. Die düsteren, gern elegischen Geschichten aus Schwerin sind selten Krimis im landläufigen Sinne. Für diese „Bella Block“-Folge gilt das nicht minder.

    Der Fall ist ein zurückhaltendes und dennoch energisches Plädoyer für Zivilcourage, eine einzige Aufforderung, sich einzumischen. Doch der Film zeigt auch, wie schwierig es ist, über seinen Schatten zu springen, wenn man ein Dasein in stiller Verzweiflung führt. Geradezu anrührend ist die darstellerische Leistung von Ulrike Krumbiegel in der Episoden-Titelrolle. Fast ohne Dialog gelingt es ihr, mit wenigen Strichen das Porträt einer Frau zu zeichnen, deren Leben an der Seite des dominanten Gatten mit Ende dreißig bereits vorüber ist; der Rest ist Warten auf den Tod.

    Kai Wessel liegen die Drehbücher von Beate Langmaack. Auch diesmal finden er und Kamerafrau Judith Kaufmann die richtigen Bilder für die Geschichte. Dramaturgisch orientiert sich der Film an „Rashomon“. Akira Kurosawa zeigt in seinem Klassiker ein Verbrechen (Mord und Vergewaltigung) aus den unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Beteiligten. Obwohl das Sujet stets das gleiche ist, schildert jeder eine völlig andere Geschichte. Auch Langmaack und Wessel probieren sich erfolgreich an dieser Erzählweise. Wie in einem Lehrstück für Konstruktivismus entsteht so ein ganzer Strauß an Versionen. Die hohe Krimikunst dürfte allerdings nicht jedermanns Geschmack sein; mitunter überlagern sich sogar die Tonebenen. Um so mehr Respekt gebührt dem ZDF: Dieser Film ist keine leichte Kost für den Hunger auf Zeitvertreib am Samstagabend. tpg.

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