Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie um ein Ehepaar mit erwachsenen Kindern, bei dem sich überraschend ein Nachzügler-Baby ankündigt.

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Kritikerrezensionen

  • Beim nächsten Kind wird alles anders: TV-Komödie um ein Ehepaar mit erwachsenen Kindern, bei dem sich überraschend ein Nachzügler-Baby ankündigt.

    Aus der Traum von der Weltreise im Wohnmobil: Ein später Kindersegen wirft die ganze Lebensplanung über den Haufen.

    Vater Brönner (Wolfgang Stumph) hatte sich schon alles ausgemalt. Auf der riesigen Landkarte sind die Ziele des großen Abenteuers sogar schon abgesteckt. Seinen Job als Teamleiter bei der Agentur für Arbeit hat er bereits reduziert, und ein prächtiges Gefährt für die Weltreise ist so gut wie angeschafft. Da lässt Gattin Martha (Suzanne von Borsody), eine Lehrerin, die Bombe platzen: Sie ist schwanger! Eigentlich hatte sie das Ausbleiben ihrer Periode auf die einsetzende Menopause geschoben, doch nun bekommen Julia und Anton, die beiden erwachsenen Kinder der Brönners, ein Geschwisterchen. Tochter Julia (Claire Oelkes) sieht schon kommen, dass ihr eigener Nachwuchs dereinst mit Neffe oder Nichte gemeinsam in die Schule geht. Während Marthas Zuversicht zusehends wächst, wird Richards Dasein immer trübseliger: Weil er für Julia und Anton damals viel zu Zeit wenig hatte, will er beim nächsten Kind alles richtig machen. Da kommt das Angebot von Marthas Chef, der sie zu seiner Nachfolgerin küren will, gerade recht, aber Martha will lieber Mutter sein. Verbittert zieht Richard ins mittlerweile erworbene Wohnmobil.

    „Beim nächsten Kind wird alles anders“ ist ein hübscher Kommentar zur aktuellen Diskussion über die Kombination von Kind und Karriere. Autorin Martina Mouchot (Idee: Rita Morrien und Jochen Pahl) zieht die Geschichte konsequent von der anderen Seite auf: Wenn beide Eltern auf die Karriere verzichten, um für ihr Kind da zu sein, ist das traumhaft für den Nachwuchs, aber schlecht für die Finanzen. Für Suzanne von Borsody und Wolfgang Stumph sind das gänzlich andere Rollen als in der tragischen Liebesgeschichte „Eine Liebe in Königsberg“, die das ZDF fast auf den Tag genau vor einem Jahr gezeigt hat. Diesmal geht es ungleich humoristischer zu, was für Stumph natürlich ein Kinderspiel ist. Dabei hat ausgerechnet der große Komödiant den traurigen Part, denn für Richard Brönner platzt ein Lebenstraum. Während Stumph ganz verhalten spielt, trägt Suzanne von Borsody unter der Regie von Uwe Janson, auch nicht unbedingt ein Komödienexperte, viel zu dick auf und agiert mit großen Gesten und übertriebener Mimik, als spiele sie auf der Bühne. Ohnehin kommt dem Film neben der Geschichte, die sich ein wenig verplätschert, viel zu rasch das flotte Eingangstempo abhanden. Bemüht wirken auch die Zwischenspiele eines Kollegen (Peter Jordan), der Richards Lebensfragen mit Ratschlägen aus der Fußballtaktik zu begegnen pflegt („Defensive auflösen und alles nach vorn werfen!“). Aber Stumph ist präsent und sehenswert wie immer. tpg.

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