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Fakten und Hintergründe zum Film "Beilight - Biss zum Abendbrot"

Fakten und Hintergründe zum Film "Beilight - Biss zum Abendbrot"

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Produktionsnotizen

Mit BEILIGHT – BISS ZUM ABENDBROT weichen Friedberg und Seltzer von ihrer bisher bevorzugten Form der Parodie ab. Anstatt eine ganze Gattung „aufzuspießen”, haben sie sich diesmal darauf beschränkt, einen einzigen Film, eine einzige Serie aufs Korn zu nehmen. Friedberg erklärt: „Die Franchise, die wir parodieren, hat uns jede Menge Stoff geboten. Wir mussten nicht gleich ein ganzes Genre ‚plündern’ wie wir das sonst tun.”

„Es ist extrem witzig, wenn man sich näher mit Vampiren beschäftigt”, fährt Friedberg fort. „Sie sind zurzeit mega-‚in’. In unserem Skript gibt es eine Zeile, die sich wie folgt liest: ‚In den 80ern ging’s um Koks, in den 90ern um Grunge und nun ist das Zeitalter der Vampire angebrochen’. Sie liegen voll im Trend.“

Friedberg und Seltzer sind Fans des Vampire-Genres, das sie hier so liebevoll durch den Kakao ziehen. Friedberg erläutert: „Das war schon so, als wir mit MEET THE SPARTANS den Film 300 parodierten oder uns mit DATE MOVIE über romantische Komödien lustig machten. Wir drehen nur Satiren über Filme und Genres, die wir lieben. Wir verachten diese Filme nicht – wir haben viel für sie übrig.”

Und im Bezug darauf, dass Teenager-Mädchen Vampire so lieben, weiß Seltzer: „Sie fühlen sich in diesem Genre gut aufgehoben. Es ist rein, hat nichts mit Sex zu tun. Die Geschichte ist die von Romeo und Julia und deren ewiger Liebe. Vampire sind ein Tabu und gleichzeitig sicher. Die Risiken sind hier nur behauptet, in Wirklichkeit ist das Terrain für die Mädchen, die sich hier einfinden, eher ungefährlich. Es gibt keinen Horror, keine echte Bedrohung. Wenn man sich also über Vampire lustig macht, macht man sich auch über klassische Romanzen lustig – über verbotene Romanzen.”

Die drei Hauptrollen zu besetzen, erwies sich als langer, komplizierter Prozess. „Wir baten für den Part der Becca Hunderte von Mädchen zum Casting,” erinnert sich Friedberg. Obwohl man ursprünglich eine etablierte Komödiantin für diese Rolle haben wollte, fiel die Wahl letztendlich auf die Newcomerin Jenn Proske. „Jenn war die, die es verstand, sowohl komisch als auch dramatisch rüberzukommen“, führt Friedberg aus. „Sie weiß, wie unwohl sich 17-jährige Teenagermädchen in ihrer Haut fühlen, sie spielt diese Nervosität, diese Angst, dieses ‚ noch nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen sein’ perfekt. Das ist vor der Kamera äußerst schwierig zu vermitteln.”

Produzent Peter Safran fügt hinzu: „Wir besetzen in unseren Filmen gerne Leute, die man auch in den Filmen besetzen könnte, die wir auf den Arm nehmen. Wir haben nach Darstellern gesucht, die eine gewisse Unschuld ausstrahlen, aber auch etwas von Comedy verstehen. In unserer Art von Komödie versuchen wir nicht, mit allen Mitteln Lacher zu produzieren, der Witz verbirgt sich vielmehr in den absurden Situationen und Konstellationen. Als Jenn vorsprach, wussten wir, dass wir endlich die richtige Schauspielerin für den Part gefunden hatten. Es gibt immer diese eine Person, die man unbedingt braucht, wenn ein Film gelingen soll. In unserem Fall war das Jenn.”

Auf die Tatsache angesprochen, dass sie ihr Leinwanddebüt gleich mit einer Hauptrolle gibt, antwortet Proske: „Ich bekam diesen Anruf von Jason und Aaron, in dem sie mir mitteilten, dass ich die Jenn spielen dürfte. Und sie sagten auch gleich: ‚Du weißt schon, dass unser Film auf deinen Schultern ruht – also wappne dich.’ Ich wusste gar nicht wie mir geschieht, ich wusste nicht, was ich zu erwarten hatte, denn ich hatte ja noch nie in einem Film mitgespielt. So war ich natürlich etwas eingeschüchtert und besorgt. Aber das Team war super und Jason und Aaron unterstützten mich, wo sie nur konnten. Jason gibt die Regieanweisungen und arbeitet eng mit den Schauspielern, Aaron überprüft deren Spiel auf den Monitoren. Sie harmonieren perfekt miteinander und haben eine extrem gute Art der Zusammenarbeit entwickelt.“

Mit Matt Lanter, der in BEILIGHT - BISS ZUM ABENDBROT Edward Sullen spielt, hatten die Filmemacher bereits bei DISASTER MOVIE kooperiert. Lanter sprach für den Part von Edward vor und man wusste, dass der perfekte Blutsauger gefunden war: Edward. Safran kommentiert: „Matt ist ein Typ, den man gerne mit an Bord hat. Er hat diese extrem nette, herzliche Seite, ist aber auch der hemdsärmelige Typ. Er versteht viel von Komödie und sein Spiel wirkt nie aufdringlich.“

Lanter gefiel die Nonstop-Komik des Films, aber er fand auch, dass die romantische Komponente sehr gut ausgearbeitet war. „Die Liebesgeschichte zwischen Becca und Edward funktioniert meiner Ansicht nach extrem gut. Hier liegt der Ansatz dazu in einer Komödie, und nicht in einem Drama. Ich glaube, die unterschiedlichsten Zuschauergruppen werden ihren Spaß haben.“

Chris Riggi wurde in der Schlüsselrolle des Werwolfs Jacob besetzt, nachdem die Filmemacher seine Promo-DVD gesichtet hatten. „Nachdem wir uns sein Spiel auf einer Disk angesehen hatten, wussten wir, dass wir nicht weitersuchen brauchten“, erinnert sich Safran. „Wir hatten unseren Jacob, Chris war für die Rolle perfekt.”

Fans des Genres wissen, dass Werwölfe über einen perfekt gestählten Körper verfügen müssen. So auch Riggi, der sofort ein beinhartes Fitnessprogramm aufnahm, um bei Drehbeginn in bester körperlicher Verfassung zu sein. Sechs Kilo pure Muskelmasse trainierte er sich für BEILIGHT – BISS ZUM ABENDBROT an. „Chris ist geradezu ein Fanatiker, wenn es ums körperliche Training geht”, weiß Safran. „Der Name Jacob steht hier als Synonym für jemanden, der voll austrainiert ist. Und genau so erschien Chris am Set.”

Riggi dazu: „Um einen Werwolf zu spielen, mit dem die Fans auch ihre Freude haben würden, musste ich in bester körperlicher Verfassung sein. Ich hatte nur etwas mehr als einen Monat Zeit, um mich auf den Part vorzubereiten, also unterwarf ich mich einem strengen Trainingsprogramm. Das Schwierigste war für mich, nicht mehr die Dinge essen zu dürfen, die ich so gerne mochte. Ich verzehrte nur Sachen, die wie Holz und Pappendeckel schmeckten. Aber die Rolle verlangte eine ganz bestimmtes Aussehen. Es war schwierig und anstrengend – aber im Endeffekt haben sich alle Mühen gelohnt.”

Seine Werwolfrolle bedeutete für Riggi, dass er sehr viel Zeit in der Maske verbringen musste, wo zudem die ganzen prostethischen Teile „montiert” wurden. „Ursprünglich dauerte die ganze Prozedur etwa fünf Stunden, aber wir wurden mit der Zeit immer schneller”, erinnert sich Riggi. „Normalerweise tauchst du in der Früh am Set auf, besprichst dich mit dem Regisseur und legst los. Hier war das anders. Bis wenige Sekunden vor der Aufnahme schraubten und bastelten die Tricktechniker und Make-up-Künstler an mir herum. Es verlangt von einem Schauspieler höchste Konzentration, wenn er so arbeiten muss. Nicht zu vergessen, dass ich zwischendrin immer wieder mit meinen Hanteln trainieren musste, um in Form zu bleiben. Das alles war für mich eine vollkommen neue Erfahrung.”

Zur Besetzung gehören außerdem die Comedy-Veteranen Ken Jeong (THE HANGOVER („Hangover”, 2009), KNOCKED UP („Beim ersten Mal“, 2007), „TV’s Community”) und Diedrich Bader (NAPOLEON DYNAMITE („Napoleon Dynamite”, 2003), MEET THE SPARTANS („Meine Frau, die Spartaner und ich“), „The Drew Carey Show”). Jeong, der kürzlich für seinen Part in THE HANGOVER mit einem MTV Movie Award ausgezeichnet wurde, merkt an: „BEILIGHT – BISS ZUM ABENDBROT ist gleichermaßen eine Komödie und eine Liebesgeschichte. Es geht um die Beziehung zwischen Becca und Edward, um die Liebe, die sie füreinander empfinden. Es geht um einen Vampir, der sich verbotenerweise in einen Menschen verliebt und deswegen Schuldgefühle hat. Was erzählt wird, ist ganz klassisch: Man ist jung, verliebt, verwirrt und steht unter enormen emotionalen Druck.”

Natürlich kann sich Komiker Jeong einen Witz über diese Art von tiefster Liebe nicht verkneifen: „Ich wurde in meinem ganzen Leben noch nie so geliebt. Meine Eltern haben mit mir nicht einmal Augenkontakt aufgenommen. Meine Frau und meine Kinder zeigen nie, dass sie mich lieben. So wie hier wurde ich noch nie geliebt.”

Eine der größten Herausforderungen bestand für die Filmemacher darin, die Kleinstadt Sporks, die an der pazifischen Nordwestküste liegt, in Shreveport, Louisiana, wo der Film gedreht wurde, stilecht aufzubauen. „Wir wollten wegen der unsicheren Wetterbedingungen und dem vielen Regen nicht dort vor Ort drehen”, erklärt Produktionsdesigner William Elliott. „Ich hatte zuvor schon mal in Louisiana gearbeitet und wusste, dass die Herausforderung groß sein würde. Ich wusste aber auch, dass wir da alles so hinkriegen konnten wie wir es wollten. Wir kannten da ein Waldgebiet, das denen an der Nordwestküste gleicht.”

Einige Monate bevor die Dreharbeiten begannen, transportierten Elliott und sein Team Grünpflanzen von der pazifischen Nordwestküste nach Louisiana und pflanzten sie dort im Wald an. „Wir schafften Kiefern, Farne und meterweise Moos herbei”, erinnert sich Elliott. „Außerdem engagierten wir einen Bildhauer, der uns riesige Bäume und Steinformationen gestaltete. Alles sollte so echt wie möglich aussehen. Als wir fertig waren, sah es in Louisiana aus wie an der nordwestlichen Pazifikküste.”

Stunt-Koordinator Keith Adams, ein Veteran seines Fachs, der schon bei früheren Filmen von Friedberg und Seltzer mit von der Partie gewesen ist, verantwortete die Action in BEILIGHT – BISS ZUM ABENDBROT. „Keith schafft es, jede Menge eigentlich sündhaft teure A-Klasse-Stunts in einer Komödie unterzubringen”, weiß Peter Safran. „Er und sein Team veranstalten Dinge, die man sonst nur in 100-Millionen-Dollar-Produktionen sieht. Kein Mensch würde solche Stunts in einer bescheiden budgetierten Komödie erwarten.”

Ein Großteil der Action im Film besteht aus fliegenden Vampiren und springenden Werwölfen. Adams erklärt, wie man in Hollywood mittels Hightech diese übernatürlichen Fähigkeiten herstellt: „Drähte sind der Trick. Daran hängen die Stuntleute. Im Wald haben wir sie zwischen Bäumen gespannt, sonst befestigten wir sie an Kränen. In der Hofszene setzten wir Riesenkräne ein, weil das Set so groß war. Im Wald applizierten wir die Drähte in rund 20 Meter Höhe – das war überaus schwierig.”

Wenig überraschend für einen Film, in dem Vampire und Werwölfe die Hauptrollen spielen, ist die Tatsache, dass die Make-up-Abteilung von größter Bedeutung war. Make-up-Chef Douglas Noe begann damit, an Matt Lanters „untotem“ Look zu arbeiten. Er erklärt: „Wir boten während der Tests drei Varianten an und waren uns ganz sicher, dass die extremste zu dick aufgetragen war. Aber es kam natürlich ganz anders: Jason (Friedberg) und Aaron (Seltzer) sahen diesen Test-Look und sagten: ‚Wir wollen den – plus 50 Prozent mehr.’ Das ist der Grund, warum Matt so absurd blass ist. Um den Vampireffekt zu betonen, versahen wir die guten Untoten mit braunen oder honigfarbenen Kontaktlinsen, die bösen mit roten.”

Für die Werwolfeffekte verpflichtete die Produktion den Make-up-Künstler Richard Redlefsen, der bei Matthew Mungles W.M. Creations unter Vertrag ist. In den verschiedenen Verwandlungsstadien wachsen dem Wolf Schwanz, Ohren, Nase, Klauen und schließlich Brusthaare nebst zehn Brustwarzen. Redlefsen führt aus: „Es war ein langwieriger Prozess, der bis zu dreieinhalb Stunden dauerte. Jacobs erste Verwandlungsstufe war recht einfach: Er taucht plötzlich mit einem Schwanz auf, der aus Fiberglas und einem Klettverschluss bestand. Dann kamen die Wolfsohren hinzu – kleine Prothesen, Haare und ein paar Spritzer Airbrush. Die Klauen bzw. Hände des Wolfs sind im Prinzip Handschuhe, die aus Latex und Acryl-Nägeln bestehen. Dann folgte eine Art Hundeschnauze aus Latex und schließlich die Brusthaare, zwischen denen die Nippel glänzen.”