Filmhandlung und Hintergrund

Erstaunlich, wie freimütig und unverblümt sich Dänemarks profilierter Genrefilmmacher Ole Bornedal („Nachtwache“) für seine Geschichte um Abgründe hinter idyllischen Fassaden bei „Wer Gewalt sät“ von Altmeister Sam Peckinpah bedient, aber für fast jede Szene gibt es hier wie da ein Gegenstück (wer braucht da noch das Hollywood-Remake?). Experimentelle Perspektiven und verfremdete Optik verleihen dem Film avantgardistisches...

In einer kleinen dänischen Küstengemeinde auf Jütland hat der trinkfreudige Trucker und Vollzeitasoziale Lars die alte Anna auf ihrem Moped totgefahren. Jedenfalls glaubt er das, denn er versteckt ihre Leiche und versucht, die Schuld dem ohnehin als Außenseiter stigmatisierten bosnischen Gastarbeiter in die Schuhe zu schieben. Die List gelingt, und als der Volkszorn entbrennt, ist es ausgerechnet Lars‘ ehrbarer Bruder Johannes, der dem Gehetzten in seiner Villa Asyl gewährt. Nun aber geraten er und seine Familie ins Visier des tobenden Mobs.

Nach einem komplizierten Fall von Unfallflucht brechen in einer vormals braven dänischen Landgemeinde Gewalt und Lynchjustiz aus. Hintergründiger Horrorthriller um Rache, Vorurteile und moralische Konsequenzen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Erstaunlich, wie freimütig und unverblümt sich Dänemarks profilierter Genrefilmmacher Ole Bornedal („Nachtwache“) für seine Geschichte um Abgründe hinter idyllischen Fassaden bei „Wer Gewalt sät“ von Altmeister Sam Peckinpah bedient, aber für fast jede Szene gibt es hier wie da ein Gegenstück (wer braucht da noch das Hollywood-Remake?). Experimentelle Perspektiven und verfremdete Optik verleihen dem Film avantgardistisches Design, doch dahinter steckt eine glasklare, harte Rache- und Moralgeschichte in bester Genretradition. Pflicht für Horror- und Thrillerfans.

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