Filmhandlung und Hintergrund

Melancholisch-humorvolles Drama, dessen hervorragende Schauspielerbesetzung über die etwas spannungslose Inszenierung hinweghilft.

Kurz vor seiner Heirat kommt der Pianospieler Willy zurück in sein Heimatstädtchen. Gemeinsam mit seinen alten Freunden erlebt er noch einmal einen Hauch seiner unbeschwerten, wilden Jugend. Doch wie die anderen gibt er schließlich den Traum von der „perfekten Frau“ auf und entschließt sich, die Verantwortung einer festen Beziehung zu übernehmen.

Die fünf Freunde Willie, Tommy, Kev, Paul und Michael sind zusammen in Knight’s Ridge, Massachussetts, zur Schule gegangen. Die meisten haben der Kleinstadt nie den Rücken gekehrt. Nur Willie ist nach New York gezogen und jobbt dort als Bar-Pianist. Inzwischen um die Dreißig, kehrt er anläßlich eines Klassentreffens in seine Heimatstadt zurück. Unschlüssig, ob er seine Freundin Tracy heiraten soll, erfährt Willie, daß seine alten Kumpels sich über ihre weitere Lebensplanung noch genauso im Unklaren sind, wie er selbst.

Willie kehrt aus New York in seine kleine Heimatstadt zum Klassentreffen zurück. Ebenso wie seine Kumpels von damals muß er seine Jungstier-Attitüde ablegen und muß sich vom Traumbild der perfekten Frau verabschieden. Mit warmen Humor gezeichnetes, melancholisches Drama.

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Kritikerrezensionen

  • Beautiful Girls: Melancholisch-humorvolles Drama, dessen hervorragende Schauspielerbesetzung über die etwas spannungslose Inszenierung hinweghilft.

    Will ein amerikanischer Filmemacher etwas über die existentiellen Dinge des Lebens erzählen, zieht er sich damit in der Regel in den überschaubaren Mikrokosmos einer Kleinstadt zurück. Ted Demme, nach „No Panic - Gute Geiseln sind selten“ vom satirischen Ehekleinkrieg wieder auf emotional sichererem Terrain, wirft mit „Beautiful Girls“ einen langen Blick auf die Liebes- und Lebenswege einer Kleinstadtclique im verschneiten Minneapolis.

    Dabei geht es tatsächlich weniger um „wunderschöne Mädchen“ - obwohl mit Mira Sorvino, Lauren Holly und Uma Thurman davon jede Menge zu sehen sind - als vielmehr um die miteinander verwobenen Geschichten von sechs Freunden, deren Wege wieder enger zusammenlaufen, als der Pianospieler Willie Conway (Timothy Hutton) aus New York heim in sein Geburtsstädtchen kommt. Willie steht selbst kurz vor der Heirat mit seiner Verlobten (Annabeth Gish), und obwohl sich die Frage, ob er nicht doch lieber noch auf das Auftauchen der perfekten Überfrau warten soll, nicht wirklich für ihn stellt, durchlebt er in den Tagen seines Besuches ebenso wie seine Freunde, wie schwer es ist, die Erinnerungen an eine wilde, unbeschwerte Jugend loszulassen. Ein jeder der trink- und feierfreudigen Jungs (darunter Matt Dillon, Michael Rapaport, Noah Emmerich und Pruitt Taylor Vince) hadert auf die eine oder andere Art mit sich, seiner Eifersucht oder seinem Unvermögen zur Monogamie. Die Frauen betrachten dies Gebahren derweil mit mildem Spott und unerschütterlicher Liebe, und kein Fehltritt bleibt unverziehen. So wendet sich selbstverständlich gegen Ende, als die letzten Hörner abgestoßen sind, alles zum Guten, und die Männer segeln mit traurig-glücklichem Lächeln in ihre Dreißiger.

    Daß die „Beautiful Girls“ bei dieser hübschen und leichtfüßig, wenn auch etwas spannungslos erzählten Geschichte grundsätzlich erwachsener und reifer als die Jungs dargestellt sind, unterscheidet Demmes Films von vergleichbaren Sentimentalitäten wie „Singles“ oder gar „American Diner“. Seinen durchweg sympathischen Schauspielern und ihren liebenswürdigen Versuchen, über die Geheimnisse des anderen Geschlechts zu philosophieren, verdankt der Film seinen Charme, gleichzeitig wünschte man sich aber manche der über zehn tragenden Rollen etwas sorgfältiger ausgearbeitet. evo.

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