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Fakten und Hintergründe zum Film "Beastly"

Kino.de Redaktion |

Beastly Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Es gibt wenige Orte, an denen die Faszination für das Aussehen, die typisch für die moderne Gesellschaft ist, eine größere Rolle spielt als in der Highschool. Daran dachte Drehbuchautor und Regisseur Daniel Barnz, als er erstmals auf das Projekt einer modernen Teenromanze angesprochen wurde, die die zeitlose Geschichte „Die Schöne und das Biest“ zur Grundlage hatte. Das war Anfang 2008, als CBS Films gerade die Filmrechte an Alex Flinns Jugendroman „Beastly“ erworben hatte.

Das Buch erzählt von einem oberflächlichen, beliebten Siebzehnjährigen, der durch den ausgesprochenen Fluch einer Mitschülerin körperlich verwandelt wird und nun äußerlich so hässlich wie seine Persönlichkeit ist. Dieser Fluch kann nur dann gebrochen werden, wenn er ein Mädchen findet, das ihn ungeachtet seines veränderten Aussehens lieben kann. Mit dieser Geschichte entdeckte Flinn einen neuen Weg, eine zeitlos berührende Lovestory für eine neue Generation erzählen zu können. Barnz schätzte an der Story besonders, wie treffend die darin angesprochenen Themen zu allgemeinen Erfahrungen an der Highschool passten: „An der Highschool fühlt sich in gewisser Weise jeder verflucht“, erklärt der Regisseur. „Das Gefühl, anders als die anderen zu sein, sich nicht als zugehörig zu empfinden, ist immer präsent. Letzten Endes sind es diese Unterschiede, die einen stärker und zu einem besseren Menschen machen.“

Protagonist Kyle Kingson wird zum Ausgestoßenen, nachdem er Gothic Girl Kendra, eine Mitschülerin, auf besonders niederträchtige Art und Weise attackiert. Kendra, die hexenähnliche Kräfte besitzt, entschließt sich daraufhin, Kyle eine Lektion zu erteilen – eine Lektion, die ihn zwingt, die Schule zu verlassen und sich zu verstecken. In der Folge sucht er nach wahrer Liebe und muss sich dabei seinen eigenen Dämonen stellen.

Susan Cartsonis, als Produzentin bekannt für Filme wie REZEPT ZUM VERLIEBEN („No Reservations“, 2007), AQUAMARIN – DIE VERNIXTE ERSTE LIEBE („Aquamarine“, 2006) und WAS FRAUEN WOLLEN („What Women Want“, 2000), fühlte sich sofort von den Themen dieser Geschichte angesprochen, die für jeden nachempfindbar sind. „Wir alle wollen doch glauben, dass wir fähig sind, uns zu verändern“, erklärt Cartsonis. „Außerdem macht diese Geschichte eine zentrale und lehrreiche Aussage über die Herausforderung, Menschen nicht nach dem ersten Eindruck zu beurteilen, nicht nur oberflächlich zu betrachten, sondern tiefer zu gehen.“

„Beastly“ ist das sechste veröffentlichte Buch der vor allem für jugendliche Leser schreibenden Autorin Alex Flinn. Flinn wollte damit nicht nur einen vertrauten Mythos aus einer neuen Perspektive beleuchten, sondern interessierte sich auch für das Konzept der zweiten Chance: „Mich faszinierte die Vorstellung, dass die Handlung eines Augenblicks ein ganzes Leben beeinflussen kann, ganz besonders, weil Teenager sich davon angesprochen fühlen, die sich normalerweise keine Gedanken über die Auswirkungen ihrer Handlungen machen.“

Der Katalysator der Geschichte ist die Verwandlung Kyles in ein „Biest“, ihr Kern ist aber die Romanze zwischen Hunter (Kyles Alter Ego als „Biest“) und seiner früheren Mitschülerin Lindy. Hunter stellt Lindy (anfangs) nach, weil er es muss. Lindy ist ein Mädchen, das sich im Verborgenen nach dem unerreichbaren heißen Typen in der Schule sehnt – und ihn hier auch bekommt, ohne das aber zu wissen. Cartsonis gefällt an dieser Geschichte die Balance zwischen männlicher und weiblicher Perspektive – ungewöhnlich für eine Story, die in der Regel aus dem Blickwinkel der Frau erzählt wird: „Kyle muss lernen, was wirklich nötig ist, um eine Frau für sich zu gewinnen. Und Lindy hat etwas von einem „Mädchen für alle“ an sich, das einfach nicht anders kann, als selbst in den blödesten Typen das Gute zu sehen – mit dem Unterschied, dass es sich in diesem Fall auszahlt.“

Die Verantwortlichen von CBS Films übertrugen Daniel Barnz die Aufgabe, BEASTLY zu schreiben und zu inszenieren, nachdem sie beim Sundance Film Festival 2008 seinen Film PHOEBE IN WONDERLAND gesehen hatten. Dieses Regiedebüt erzählt von einem jungen Mädchen, das die eigene Fantasie und eine Schulaufführung von „Alice im Wunderland“ benutzt, um der eigenen von Regeln bestimmten Welt zu entfliehen. „Daniel bewies, dass er die notwendige feine Balance einer Geschichte herstellen und halten kann, die in der Realität verwurzelt ist, aber auch fantastische Elemente beinhaltet“, erinnert sich Roz Weisberg, die ausführende Produzentin von BEASTLY.

Cartsonis und Weisberg setzten sich nach Ende des Festivals mit Barnz zusammen und waren sofort von den Ideen begeistert, die der Filmemacher für das Drehbuch hatte. „BEASTLY könnte leicht ins Genre einer Comicverfilmung rutschen, watteweich erzählt werden oder sich sehr jung anfühlen, wenn man nicht den richtigen Ansatz dafür findet und anwendet“, erklärt Cartsonis. „Daniel verstand, dass wir ein smartes und auch anspruchsvolles Drehbuch brauchten, obwohl unsere Zielgruppe für den Film junge Mädchen und Teenager waren. Dieses Skript sollte nicht von oben herab die Zuschauer belehren, sondern es ihnen stattdessen ermöglichen, mit dieser Geschichte zu wachsen.“

Als Barnz mit der Arbeit am Drehbuch begann, rief er sich seine eigenen Erfahrungen an der Highschool in Erinnerung und erforschte die der neuen Schülergeneration: „Nie habe ich so stark empfunden wie in der Highschool-Zeit. Ich liebte es, mich wieder in diese Zeit zurückzuversetzen und noch einmal diese Leidenschaft und Qualen wie auch Aufregung und Begeisterung zu erleben.“

Als das Projekt in die Vorproduktionsphase eintrat, erstellte Barnz eine Art inszenatorisches Statement, ein ‚Stimmungsbuch’, sammelte Filmausschnitte auf CD und DVD, die Inspiration für seine Vision des Film sein sollten. Das mit den Mitarbeitern jedes Produktionsdepartments teilen zu können, erwies sich als unschätzbar wertvoll für Barnz und sein Team: „Nachdem ich diese ganzen Materialien ausgehändigt hatte, rief ich alle Mitarbeiter zu einem gemeinsamen Wochenende zusammen, an dem wir ganz allgemein über die Themen des Films sprachen und dann unsere abstrakten Ideen auf die tatsächlichen Szenen anwendeten. Dank dieser Vorbereitungsarbeit konnte sich jeder kreativ einbringen und inspiriert werden.“

Inspiration durch dieses Wochenende erhielt auch Produktionsdesigner Rusty Smith: „Prinzipiell gab es für uns keine Grenzen, die berücksichtigt werden mussten. Wir unterhielten uns über Persönliches, über Dinge, die für uns in diesem Stoff maßgeblich waren. Auf der Basis dieser 48 Stunden entwickelten wir eine gemeinsame Sprache und eine Kommunikationsform miteinander, die sich nahezu von allen Projekten unterschied, für die ich bisher tätig war.“

Auch Kostümdesignerin Suttirat Larlarb, die an dem gefeierten Filmerfolg SLUMDOG MILLIONÄR („Slumdog Millionaire“, 2008) mitgearbeitet hatte, stimmt zu, wie produktiv und aufschlussreich dieses gemeinsame Wochenende war: „Wir unterhielten uns über die Wünsche, die jeder Einzelne für diesen Film hatte, und darüber, welchen Look wir uns für den Film vorstellten, gäbe es keine der üblichen Einschränkungen physischer, logischer oder strategischer Art, die sich oft ergeben, wenn ein Film tatsächlich gedreht wird. Sobald wir unsere Idealvorstellungen zu Papier gebracht hatten, konnten wir uns Wege überlegen, wie diese innerhalb des vorgegebenen Produktionsrahmens zu verwirklichen waren.“

Kamerafrau Mandy Walker fiel die Aufgabe zu, viele der visuellen Ideen für den Film umzusetzen. „In diesem Film geht es um Aussehen wie auch um Ansehen – und darum zu lernen, hinter Äußerlichkeiten zu blicken, die einen falschen Eindruck vermitteln“, erklärt Barnz. „Mandy und die Designer nutzten wirklich alle Gelegenheiten, die dieses Konzept bot.“

Larlarb hatte große Freude daran die Kostüme für BEASTLY zu entwerfen, aber der damit verbundene kreative Prozess war nicht so einfach, wie man das vielleicht erwarten würde. „Die Herausforderung besteht darin“, so Larlarb, „dass man all diese attraktiven Schauspieler, aber auch eine Botschaft über die Schönheit innerer Werte zu vermitteln hat, die letztlich mit ihrer äußeren Schönheit im Gegensatz steht. Die Kostüme könnten leicht einer der elementaren Aussagen des Films entgegenwirken, die da lautet, dass es nicht wirklich darauf ankommt, was man trägt, sondern wer man ist. Diese Balance zu finden zwischen Kostümen, die den Zuschauern gefallen, und einer Botschaft über Bodenständigkeit und Bescheidenheit, die sowohl das Zentralthema des Films ist als auch im totalen Gegensatz zu schönen Designeroutfits steht, war wirklich eine Herausforderung.

Großes Augenmerk richteten die Filmemacher auch auf Lichtsetzung und Farbtöne. „Ich habe viele Testaufnahmen mit unterschiedlichem Filmmaterial, mit Beleuchtung, Filtern und Entwicklungstechniken im Labor gemacht – in Verbindung mit Make-up, Requisiten, Farben, Kostümen und vielem anderen mehr, bis Daniel glücklich und zufrieden war, die richtigen Elemente zusammenkamen und das Ergebnis erreicht werden konnte, das wir uns vorgestellt hatten“, führt Mandy Malker aus. „Die Kameraarbeit musste die Geschichte passend begleiten und deren Romanze widerspiegeln.“

Cartsonis stimmt dem zu, ganz besonders in Bezug auf die Farbgebung: „In der Vorproduktionsphase haben wir intensiv über Farben diskutiert. Wir haben uns Wege überlegt, wie Farbtöne sich vom Beginn bis zum Ende des Films verändern könnten. Jeder, von den Kostüm- und Produktionsdesignern bis hin zur Kamerafrau, diskutierte darüber, wie Farben helfen könnten, die Geschichte visuell zu erzählen.“

Regisseur Barnz führt das weiter aus, ganz besonders im Hinblick auf Charakterzeichnung: „Visuell beginnt der Erzählbogen mit einem jungen Mann, der behauptet, die Welt so sehen zu können, wie sie ist, tatsächlich aber von all den falschen Äußerlichkeiten und dem Glanz um ihn herum getäuscht wird. Aus diesem Gedanken heraus entwickelte sich für den ersten Akt eine visuelle Welt voller glänzender reflektierender Oberflächen. Wir benutzten dafür Spiegel und moderne, glatte und schnittige Kanten. Alles wirkt ein bisschen kalt. Im zweiten und dritten Akt des Films tritt das Organische stärker hervor, man sieht alte Architektur und Räume, die eine Geschichte haben und dieses Gefühl auch vermitteln, während Kyle lernt, die unterschiedlichen Arten von Schönheit zu schätzen.“

Die von Barnz angesprochene alte Architektur und die weiten offenen Räume waren wichtige Vorteile der Dreharbeiten in Montreal, das für New York, den Schauplatz der Geschichte, stehen musste. „Montreal besitzt diese ältere, fast märchenhafte Qualität, die oft mit New York in Verbindung gebracht wird“, erklärt Barnz. „Als wir uns nach Drehorten umsahen und in Montreal eintrafen, sprang der Funke sofort über. Die Straßen mit ihrem Kopfsteinpflaster und die gotische Architektur – in alldem fanden wir genau diese romantische Atmosphäre, die wir gesucht hatten.“

Dem kann Cartsonis nur zustimmen: „Im Grunde sieht es dort aus wie in einem Teil von New York, in den man eigentlich nie kommt, aber sich wünscht, ihn gesehen zu haben.“

Nachdem der Look des Films festgelegt war, gingen die Filmemacher daran, die richtigen Schauspieler für die Rollen zu finden.

Produktion: Die Besetzung

Diese filmische Interpretation des Mythos von „Die Schöne und das Biest“ unterscheidet sich von allen Vorgängern – und mit dem neuen Ansatz von BEASTLY gibt es auch ein neues unverbrauchtes Gesicht zu bestaunen. Für den Film war es von elementarer Bedeutung, den richtigen Darsteller für Kyle Kingson zu finden – und, wie sich Daniel Barnz erinnert, eine ebenso große Herausforderung: „Nach langer gründlicher Suche haben wir schließlich Alex gefunden.“

Alex Pettyfer, ein in Großbritannien geborener und aufgewachsener Jungstar, war in Hollywood noch nicht sehr bekannt. Zwar hatte er bereits mit 15 Jahren an der Seite von Mickey Rourke und Alicia Silverstone die Titelrolle im Actionabenteuer STORMBREAKER („Alex Rider: Operation Stormbreaker“, 2006) gespielt, doch mit BEASTLY würde er seine erste romantische Hauptrolle in einem Hollywoodfilm übernehmen. Als er hörte, dass er die Rolle ergattert hatte, war er begeistert, wie Pettyfer kurz und bündig zugibt: „Einer meiner Lieblingsmomente im Verlauf dieses ganzen Projekts war sicher der, als ich erfuhr, dass man sich für mich entschieden hatte.“

Mit Pettyfer hatten die Filmemacher einen Hauptdarsteller gefunden, der perfekt zu der Geschichte passte, wie Daniel Barnz zu erzählen weiß: „Alex war mit Abstand die beste Wahl für diese Rolle. Er ist so charismatisch, so charmant und außergewöhnlich talentiert. Außerdem ist er eine Persönlichkeit mit einem komplexen emotionalen Spektrum, das er auf erstaunliche Art in seine Figur einbringt.“

Pettyfer verstand genau, welche Entwicklung Kyle durchzumachen hatte: „Er ist so besessen von seiner Selbstgefälligkeit, gibt aber letztlich so viel von sich auf, dass er sich in jemand anderen verlieben kann. Er reift in seinen Beziehungen zu anderen und erlaubt es sich selbst herauszufinden, wer er wirklich ist. So eine bewundernswerte und faszinierende Figur verkörpern zu können, ist großartig.“

Bei der Besetzung von Vanessa Hudgens für die Rolle von Lindy hatte Barnz ein ähnliches Gefühl, dass auch ihre Eigenschaften perfekt zu ihrer Figur passten: „Bei meinem ersten Treffen mit Vanessa war ich auf Anhieb hingerissen von ihrer Intelligenz, ihrer Leidenschaft und ihrer Begeisterungsfähigkeit. Diese Rolle unterscheidet sich sehr von denen, die sie bisher gespielt hatte. Und dass sie wirklich sich selbst herausfordern und darstellerisch wachsen wollte … etwas Aufregenderes kann es doch für einen Regisseur nicht geben.“

Hudgens stimmt zu, dass ein Aspekt der Attraktion von BEASTLY auch die Möglichkeit war, ihr Spektrum als Schauspielerin zu erweitern: „Emotional wurde ich mehr gefordert als je zuvor auf der Leinwand. Diese Rolle erlaubte es mir, wirklich zu reifen.“ Tatsächlich ist Lindy Taylor nicht das hilflose, zerbrechliche und naive Mädchen, wie man es aus dem Mythos kennt, wie Hudgens erklärt: „Lindy eine sehr starke Persönlichkeit. Nach außen hin hat sie eine extrem harte Schale. Obwohl sie an einer sehr noblen Schule, der es an Geld nicht fehlt, eine Außenseiterin ist, hat sie damit kein Problem. Sie unterscheidet sich von den anderen, hat aber gelernt, daraus eigene Stärke zu entwickeln, will kein Opfer der Umstände werden.“

Hudgens darstellerisches Talent und das Engagement, das sie für ihre Figur zeigte, entgingen auch Pettyfer nicht: „Vanessa wird mit diesem Film jeden verblüffen“, schwärmt Pettyfer. „Sie ist ein tolles Mädchen und so talentiert. Es war großartig, mit ihr zusammenzuarbeiten.“ Und diese Einschätzung beruht offensichtlich auf Gegenseitigkeit: „Es ist wirklich beeindruckend, was Alex aus dieser Rolle gemacht hat“, erklärt Hudgens. „Seine Darstellung beobachten zu können, war für mich ein großes Vergnügen.“ Die gegenseitige Bewunderung übertrug sich auch auf den Film, wie Produzentin Cartsonis betont: „Die Chemie zwischen Vanessa und Alex ist unglaublich. Wenn man den beiden auf der Leinwand zusieht, erkennt man eine tiefromantische Dynamik.“

Neben seinen beiden Hauptdarstellern kann BEASTLY auch eine eindrucksvolle Besetzung der Nebenrollen vorweisen, die sich aus erfahrenen Darstellern und aufregenden Newcomern zusammensetzt. Zu den bekanntesten Gesichtern des Ensembles zählt Mary-Kate Olsen, die Kendra spielt. Mit Olsens Besetzung erfüllte sich für Regisseur Barnz ein Traum: „Von Anfang an wollte ich Mary-Kate unbedingt für diese Rolle haben. Kendra ist dieses etwas übernatürliche Geschöpf, das aus einer anderen Welt zu kommen scheint. Um diese Figur verkörpern zu können, braucht man große Präsenz - und wer würde dieses Kriterium besser erfüllen als Mary-Kate Olsen?“

OIsen musste nicht groß überredet werden, diese Rolle in Erwägung zu ziehen: „Ich war schon ein Fan von Daniel, seit ich beim Sundance Film Festival PHOEBE IN WONDERLAND gesehen hatte“, gibt Olsen zu. „Ich halte ihn für ziemlich genial, war deshalb begeistert davon, ihn bei BEASTLY kennenlernen zu können. Seine Vision für die Figuren und die Handlung, sein Gefühl für den Look des Films – das alles begeisterte mich sehr.“

Olsen genoss ihre Zeit bei den Dreharbeiten von BEASTLY: „Die Arbeitsatmosphäre war großartig, weil alle Schauspieler alles dafür taten, sich gegenseitig zu helfen. Es war einfach schön zu wissen, dass man von den Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, auch unterstützt wird.“

Auch der erfahrene Darsteller Neil Patrick Harris ist ein wichtiger Bestandteil der Besetzung, verkörpert Kyles blinden Lehrer Will. Daniel Barnz war begeistert, als Harris seine Zusage für den Film gab: „Neil ist außergewöhnlich und ein Schauspieler, mit dem man großartig zusammenarbeiten kann. Darstellerisch bot er so viele unterschiedliche Alternativen an, brachte so viele Nuancen in die Darstellung von Will ein. Es ist eine schwierige Rolle, weil sie extrem humorvoll ist, gleichzeitig aber auch das Pathos hinter dem Humor sichtbar werden muss. Neil hat das für diese Rolle perfekt ausbalanciert.“

Das Gleichgewicht von hellen und dunklen Elementen war es auch, das Harris’ Interesse an BEASTLY entfachte: „Als ich erfuhr, dass meine Figur blind war, fand ich diese ganz spezielle Herausforderung unglaublich spannend“, gibt Harris zu, der sein Augenlicht bei der Darstellung dieser Figur auch tatsächlich nicht einsetzte. „Was jedoch wirklich meine Aufmerksamkeit erregte, war der Aspekt, dass sich in meiner Rolle komische und ernste Elemente ergänzten.“

Bei Peter Krause war es die komplexe Persönlichkeit des Darstellers, die ihn zur Idealbesetzung von Kyles nicht sehr aufmerksamen Vater Rob Kingson machte. „Ich war schon immer ein Fan von Peter“, schwärmt Daniel Barnz. „Er ist ein wunderbarer Schauspieler und füllt die Rolle von Kyles distanziertem Vater mit großer Menschlichkeit aus. Man kann sich mit ihm sofort als Elternteil identifizieren, sein Sohn ist ihm keinesfalls gleichgültig, aber er ist auch sehr zerstreut und abwesend.“

Es waren zwei Aspekte, die Krause bei diesem Projekt besonders anziehend fand: „Zum einen ist es wunderbar, mit enthusiastischen jungen Schauspielern arbeiten zu können, denn sie entdecken vieles zum ersten Mal. Zum anderen hoffe ich, dass dieser Film die Zuschauer inspiriert, über den Unterschied zwischen innerer und äußerer Schönheit nachzudenken, denn das ist eine wichtige Erkenntnis fürs Leben.“

Lisa Gay Hamilton ist als Zola zu sehen, die Haushälterin, die sich um Kyle kümmert. Die Schauspielerin entschloss sich schnell für das Projekt, las das Drehbuch und sagte sofort zu: „Das Skript ist großartig und versucht wirklich, etwas über das Leben auszusagen. Ich hoffe, dass uns das auch im Film gelungen ist. Aber sogar auf der elementarsten Ebene ist es einfach eine fabelhafte Geschichte.“

„Lisa Gay brachte eine so große natürliche Intelligenz in ihre Figur ein“, lobt Regisseur Barnz. „Zola hat eine überaus dominante Präsenz im Film, und Lisa Gay besitzt diese außergewöhnliche Energie und Fähigkeit, so vieles zu vermitteln, ohne etwas sagen zu müssen.“

Zu den weniger bekannten Darstellern in BEASTLY zählt Dakota Johnson, die Kyles Ex-Freundin Sloan verkörpert. Johnson hat einen eindrucksvollen Hollywood-Background – Tippi Hedren ist ihre Großmutter, Melanie Griffith und Don Johnson sind ihre Eltern. Erstmals ins Rampenlicht trat sie kürzlich mit ihrer Rolle in THE SOCIAL NETWORK („The Social Network“, 2010) – an der Seite von Justin Timberlake. „Sloan und Kyle sind am Anfang des Films zusammen, in gewisser Weise ist sie das weibliche Pendant zu Kyle“, erklärt die Jungdarstellerin. „Es scheint ihr nichts auszumachen, was über sie geredet wird, denn in ihrer Welt ist alles, was sie sagt und tut, einfach nur cool. Erst nachdem Kyle aus ihrer Welt verschwindet, erkennt Sloan den schlechten Einfluss, den er auf sie hatte.“

Regisseur Barnz erinnert sich, wie er Johnson kennenlernte: „Dakota kam zum Vorsprechen und zog sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Sie las ihre Dialoge, und ich sagte nur ‚Wir haben unsere Sloan gefunden’. Ich werde mit großer Freude beobachten, wie ihre Karriere Fortschritte machen und sie dabei weiter aufblühen wird.“

Der Kanadier Erik Knudsen schließlich ist im Film in der Rolle von Kyles bestem Freund Trey zu sehen. „Am Set machte ich fantastische Erfahrungen“, erinnert sich Knudsen euphorisch. „Alex ist ein großartiger Typ und ein fabelhafter Schauspieler. Und Vanessa, Mary-Kate und Dakota sind wahrscheinlich die nettesten Menschen der Welt. Wir alle verbrachten eine wunderbare Zeit miteinander.“

Produktion: Der Look

Kyle Kingson macht im Film eine bemerkenswerte Verwandlung durch, körperlich wie auch emotional, verändert er sich von einem unglaublich populären Schüler an der Highschool zu einem gesellschaftlich isolierten „Biest“. Wie dieses „Biest“ aussehen sollte, war für Regisseur Barnz von Beginn an ein Problem, das zu lösen oberste Priorität hatte. „Wie wird das ‚Biest’ aussehen?“, war das Erste, was mich die Verantwortlichen des Studios bei der ersten Begegnung fragten. Meine Antwort lautete: ‚So genau weiß ich das noch nicht, dafür aber, dass es kein Fell haben wird’. Und diese Aussage wurde zum inoffiziellen Motto für diesen Film: ‚Kein Fell’“.

Bei dieser Neuinterpretation des Stoffes würde es nichts geben, das an das gewohnte Erscheinungsbild des Biests, wie man es aus früheren Versionen von „Die Schöne und das Biest“ kennt, erinnert. „In jeder der traditionellen Interpretationen dieses Mythos’ hat das Biest animalische Züge“, erklärt Barnz. „Diesen erwarteten Weg wollten wir aber nicht einschlagen. Für mich ist der Kern der Handlung von BEASTLY dieser unwiderstehlich attraktive Mann, der hässlich gemacht wird. Deshalb versuchte ich darüber nachzudenken, was Kyle als hässlich empfindet. Und das war dann der Ausgangspunkt für den Look des Biests. So habe ich mich konzeptuell dem finalen Look angenähert.“

Und Produzentin Cartsonis ergänzt: „Wie das Biest aussieht, ist eine Kombination aus Kyles schrecklichstem Albtraum und dem, was Kendra als angemessene Strafe für das, was er speziell über sie, aber auch über andere Menschen im Allgemeinen gesagt hat, empfindet.“

In der Kreierung des Looks arbeitete Daniel Barnz mit Tony Gardner zusammen, der für das Design des Spezial-Make-ups und der Biest-Effekte verantwortlich war. Für Gardner, dessen große Karriere mit Michael Jackson Musikvideo „Thriller“ und James Camerons ALIENS – DIE RÜCKKEHR („Aliens“, 1986) begonnen hatte, musste das Erscheinungsbild des Biests Kyles Verbitterung widerspiegeln. „All der Hass und Ekel, den Kyle anderen ins Gesicht geschleudert hatte, musste hier körperlich repräsentiert sein“, erklärt Gardner. „Kyle hackt auf anderen Menschen herum wegen ihres Aussehens, ihrer Outfits und wegen ihres Auftretens. Mit diesem Fluch wird das alles auf ihn zurückgeworfen. Kyle wird alles genommen, was er an sich mag – er verliert sein Haar, sein Teint verändert sich, seine Zähne werden gelb und seine Haut wird grob und rissig. Er muss all die Dinge, über die er sich bei anderen lustig gemacht hatte, wie etwa Tätowierungen oder Piercings, an sich selbst ertragen. Wer genau hinsieht, wird in einigen dieser Tätowierungen Worte entdecken, die er zu Beginn des Films selbst benutzt hat. In sehr wörtlichem Sinn also trägt er einige Elemente der Abscheulichkeiten, mit denen er andere verletzt hat, am Körper.“

Für Hudgens ist das Ergebnis verblüffend: „Das Make-up für das Biest ist unglaublich. Als ich es zum ersten Mal sah, nahm es mir völlig den Atem. Besonders erstaunlich war dabei, dass Alex mit diesem Make-up auch in der Lage war, diese neue Persönlichkeit anzunehmen, er war sich dann völlig seiner selbst bewusst.“

Auch Pettfyer entging nicht, welche Wirkung das Make-up auf seine Darstellung hatte. „Dank diesem Make-up konnte ich mich in das Biest hineinversetzen, die Welt mit seinen Augen sehen“, erzählt Pettyfer immer noch staunend. Unglücklicherweise war es leichter, sich in das Biest hineinzuversetzen, als sich in das Biest zu verwandeln. Um aus dem attraktiven Kyle das äußerlich abstoßende Biest zu machen, musste Pettyfer über drei Stunden täglich im Make-up-Stuhl sitzen.

„Es war eine unglaublich komplexe Prozedur“, erinnert sich Gardner. „Sie begann damit, dass wir Alex eine schöne Glatze rasierten und seine Augenbrauen abflachten. Das war wirklich auf sehr effektive Art Tabula rasa. Dann trugen wir vier große lichtdurchlässige Silikonschichten auf, die große Flächen von Kopf und Hals bedeckten. Dadurch veränderte sich die Form seiner Augenbrauen und seiner Stirn, kamen die tiefen Schnitte und die ‚baumähnliche Struktur“ hinzu. Auf die oberste Schicht wurden dann dreizehn unterschiedliche Narben an Hals und Kopf aufgetragen. Sobald dieser Prozess abgeschlossen war, wurde alles mit dem Make-up verschmolzen und harmonisiert, schließlich noch die Gesichtsfarbe hinzugefügt. Als Nächstes klebten wir ein Ohr nach unten (um die Asymmetrie zusätzlich zu betonen) und brachten dann kleinen metallischen Schmuck an seiner Nase, der Stirn und seinem Ohr an. Darüber hinaus fügten wir, als Symbol für die Eitelkeit, kleine Spiegelstücke in Alex’ Haut ein. Das bedeutet, dass wir täglich elf Glasstücke in die großen, über sein Gesicht verteilten Schnitte perfekt einsetzen mussten.“

BEASTLY nimmt den Zuschauer auf eine visuelle und romantische Reise mit, impliziert dabei aber eine Aussage über die Belanglosigkeit von Äußerlichkeiten. „Auf elementarster Ebene werden die Zuschauer meiner Ansicht nach wirklich eine Verbindung zu diesem Film als eine Geschichte über verborgene Schönheit herstellen“, erklärt Daniel Barnz. „Ich hoffe, dass der Film die Erkenntnis fördert, dass Aussehen täuschen kann und wahre Schönheit in inneren Werten liegt.“

Obwohl man diese Aussage auf viele verschiedene Arten von Beziehungen übertragen kann, spricht BEASTLY deutlich eine romantische Beziehung an – ganz besonders die Vorstellung, dass eine wahre Bindung nicht über körperliche Anziehung zu erreichen ist.

„Ich selbst glaube an wahre Liebe“, gibt Alex Pettyfer zu. „Und ich denke, dass mit diesem Film die Hoffnung verbunden ist, diesen Glauben auch bei den Zuschauern wiedererwecken zu können.“

Dem stimmt auch Vanessa Hudgens von ganzem Herzen zu und hofft, dass die Aussage von BEASTLY ihren Nachhall finden wird. „Viele Dinge werden so oft auf eine bestimmte Art wahrgenommen. Deshalb ist es schön, wenn man sie einmal aus einer anderen Perspektive betrachten kann. Genau das macht Kyle – und genau das sollten auch wir alle im wirklichen Leben versuchen.“

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