Barry Lyndon

  1. Ø 4
   1975

Barry Lyndon: Episches Historiendrama von Stanley Kubrick eines Adligen, der Soldat wird, desertiert und dann als Spion tätig ist

Barry Lyndon Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Barry Lyndon: Episches Historiendrama von Stanley Kubrick eines Adligen, der Soldat wird, desertiert und dann als Spion tätig ist

In fast drei Stunden Spieldauer wird in „Barry Lyndon“ die Geschichte des Adligen Redmond Barry (Ryan O‘Neal), der im 18. Jahrhundert der britischen Armee beitritt, nachdem er seinen Reichtum verloren hat und sich einbildet, bei einem Duell einen hochrangigen Soldaten getötet zu haben.

In der ersten Hälfte des durch ein Intermezzo geteilten Films „Barry Lyndon“ wird der Aufstieg des Soldaten Redmond Barry porträtiert, der es als Soldat der britischen Armee nicht lange aushält und schließlich in Deutschland zum Deserteur wird. Dank seiner Herkunft und einiger glücklicher Umstände wird er hier zum Doppelagenten und spioniert für die Preußen einen Falschspieler aus. Von dessen Leben beeindruckt verlässt Redmond nun auch diesen Posten und zieht fortan ebenfalls als Spieler durch die Lande. Dann ist seine große Stunde gekommen und er lernt die reiche Adlige Lyndon (Marisa Berenson) kennen und heiratet sie. Redmond nimmt den Namen Barry Lyndon an und schwimmt nun im Reichtum, doch den verdankt er nur seiner Ehefrau.

Zu seinem großen Glück fehlt Barry Lyndon nur noch ein passender Adelstitel und so dreht sich die zweite Hälfte des Films auch um diese Thematik. Barry Lyndon gibt das Geld seiner Frau zu großen Teilen dafür aus, sich die Gunst der Adligen zu erschleichen, was seinem Stiefsohn Lord Bullington (Leon Vitali) zunehmend missfällt. Es kommt zum Streit und der unausweichliche Fall des Barry Lyndon.

„Barry Lyndon“ aus dem Jahr 1976 war Stanley Kubricks erster Film seit seinem Meisterwerk „A Clockwork Orange“. Der Film erhielt vier Oscars, unter anderem für die beste Kamera und die beste Ausstattung.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Aus dem Kinosaal werden wir ins 18. Jahrhundert versetzt - und doch auch wieder nicht. Wie aus dem Fenster einer Zeitreisemaschine beobachten wir das Leben von Menschen, die heute lange tot sind, wie im Film am Ende gesagt wird. Bis in die kleinsten Details wird eine vergangene Zeit sichtbar und dennoch sind wir nie \"mit dabei\", immer bleibt die Distanz, die Fremdheit wie eine trennende Glasscheibe - wir sitzen vor der Leinwand, bleiben Zuschauer, Voyeure. Ich meine, diese Wirkung wird ganz bewusst erzeugt, z.B. durch den distanzierenden Erzähler im Off ( der Sprecher blickt ais dem 19.Jahrhundert zurück) durch die z.T. \"neue\" Musik (Schubert war kein Zeitgenosse von Barry Lyndon) u.s.w. Und wie alle Filme Kubricks: eine Augenweide! Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • In seinem dreistündigen Kostümfilm auf der Basis eines Romans von W.M. Thackeray bietet Stanley Kubrick einen detaillierten Panoramablick auf ein abwechslungsreiches Leben und auf eine vergangene Epoche. Mit der Hilfe von originalgetreuen Kostümen, speziellen Linsen der NASA (die es erlauben, bei Kerzenlicht zu drehen), akribisch ausgesuchten Schauplätzen und Schauspielern wie Ryan O’Neal und Marisa Berenson gelingt es ihm, ohne Anflug von Nostalgie ein Zeitalter zu rekonstruieren, in dem alles anders war als heute – bis auf das Wichtigste: die menschliche Natur.

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