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Trotz 13.500-Euro-Rarität: „Bares für Rares“-Besuch nimmt unschönes Ende

Trotz 13.500-Euro-Rarität: „Bares für Rares“-Besuch nimmt unschönes Ende
© ZDF / Frank W. Hempel

Ein Rentner machte sich in der Trödelshow große Hoffnungen auf einen Geldsegen, doch nach der Expertise brach er seinen Besuch ab.

Rolf und Christian Saalwächter waren eigentlich mit durchaus großen Erwartungen inBares für Rares angetreten. Vater und Sohn aus Mülheim an der Ruhr hatten immerhin eine vielversprechende Rarität mitgebracht: eine Ringuhr der Schweizer Firma Longines.

„Die habe ich vor über 30 Jahren meiner Frau geschenkt“, verriet Vater Rolf und ließ daraufhin eine kleine Bombe platzen: Ganze 13.500 D-Mark hatte er damals für die Uhr hingeblättert. Berücksichtigt man die Inflation, wären das nach heutigem Wert über 11.800 Euro. Eine stattliche Summe, doch bei der Wunschvorstellung trat Rolf Saalwächter gehörig auf die Bremse: „Da ich sehr viel bezahlt habe dafür, möchte ich 5.000 Euro“. Der Rentner wäre also tatsächlich bereit, einen Verlust von über 6.000 Euro zu akzeptieren. Doch was sagte Expertin Wendela Horz zu der Erwartung des Verkäufers?

Erfahrt in diesem Video, welche Raritäten ein echter Hingucker waren:

Expertise liegt zu deutlich unter der Wunschvorstellung

Die Expertin startete bei ihrer Analyse mit der Rückseite der Ringuhr, wo sie eine Nummer und eine Helvetia-Punze, also einen Stempel, der über den Feingehalt aufklärt, entdeckte. Dadurch erkannte Wendela Horz, dass die Uhr aus 750er-Gold besteht und in den 1940er-Jahren hergestellt wurde. Zudem entdeckte sie mehrere Diamanten und stellte fest, dass das Ziffernblatt von Hand bemalt worden war. „Eine sehr schöne Qualität. So ein Stück zieht man an zum Ausgehen“, lautete ihr erstes Fazit. Da die Uhr nicht wasserdicht ist, sei sie für den Alltag jedoch leider ungeeignet.

Aber wie war es um den Preis bestellt? Das Gold der Uhr sei lediglich 200 Euro wert, erklärte die Expertin, aber das spiele ohnehin nur eine nebensächliche Rolle: „Dann stellt sich die Frage, wer so eine Uhr haben möchte.“ Doch auch hier konnte Wendela Horz keine guten Nachrichten überbringen. Bei Sammler*innen seien eher Armbanduhren gefragt, vor ein paar Jahren wäre die Ringuhr noch deutlich mehr wert gewesen. So konnte sich ihre Schätzung gerade einmal auf 2.000 bis 2.500 Euro beziffern.

Bares für Rares - Lieblingsstücke  (3 DVDs)

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Eine schwere Enttäuschung für Rolf Saalwächter, der direkt die Konsequenz zog und seinen Besuch in der Trödelshow für beendet erklärte: „Dann vermache ich die Uhr lieber meinen Töchtern.“ Moderator Horst Lichter äußerte sein Verständnis für die Entscheidung des Rentners, aber die „Bares für Rares“-Regeln sind eben klar: Wer sich nicht bereiterklärt, die Rarität zum Preis der Expertise zu verkaufen, darf gar nicht erst zu den Händler*innen. Eventuell hätte Herr Saalwächter dort noch ein Happy End erlebt, aber das werden wir jetzt nie erfahren.

„Bares für Rares“ läuft werktags um 15:05 Uhr im ZDF, Wiederholungen sind beim Ableger ZDFneo gegen 9:45 Uhr und um 18:30 Uhr zu sehen. Das Konzept hat sich über die Jahre nicht verändert: Menschen wie Rolf Saalwächter lassen ihre Exponate von Expert*innen bewerten und – sofern sie die Händlerkarte erhalten haben – feilschen dann mit interessierten Händler*innen um den Verkaufspreis.

Wie würdet ihr euch bei den Händler*innen schlagen? Testet euer Raritätenwissen:

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