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Ballistic: Ecks vs. Sever

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Von John Woo inspirierter und äußerst explosionslastiger Actionthriller, in dem Lucy Liu und Antonio Banderas als verfeindete Superagenten gemeinsame Sache machen.

Seit er vor sieben Jahren bei einer Autoexplosion seine Frau verlor, hat der ehemalige FBI-Agent Ecks (Antonio Banderas) keinen Auftrag mehr für Vater Staat ausgeführt. Jetzt lockt ihn die Aussicht auf neue Informationen über jenes Unglück zurück in den Dienst: Es gilt, den HighTech-Terroristen Robert Gant (Gregg Henry) auszuspionieren. Zu seiner Überraschung stellt Ecks dabei fest, dass seine Frau vielleicht doch nicht so tot ist, wie er dachte. Außerdem kommt ihm eine geheimnisvolle Killerin (Lucy Liu) in die Quere, die es ebenfalls auf Gant abgesehen hat.

Regisseur Wych Kaosayananda aka. Kaos zeigt in seinem Hollywood-Debüt, dass er nicht schlechter Studiokulissen abfackeln kann als eingeborene Actionfilmer, und Antonio Banderas liefert sich mit Charlies Engel Lucy Liu ein reizvolles Killer-Duell.

FBI-Agent Ecks soll nach längerer Auszeit Tycoon Robert Gant das Handwerk legen, mit dem auch seine verfeindete Ex-Kollegin Sever ein Hühnchen zu rupfen hat und deshalb dessen Sohn kidnappt. Außerdem kann Killermaschine Sever beweisen, dass Ecks‘ angeblich tote Frau mittlerweile mit Gant verheiratet ist. Grund für die Superagenten, nun gemeinsame Sache zu machen.

Ecks, der sich von seinem Agentenjob nach der mutmaßlichen Ermordung seiner Frau verabschiedet hat, wird reaktiviert und soll Bösewicht Gant das Handwerk legen Dieser hat einen gemeingefährlichen Kampfstoff in seinen Besitz gebracht und ins Land geschmuggelt. Ex-Agentin Ballistic scheint die Fronten gewechselt zu haben und entführt Gants Filius auf eigene, starke Faust - nur zu dessem Schutz wie sich nach etlichen Kämpfen und Feuergefechten zwischen Ecks, Ballistic, Polizei und Gants Männern herausstellt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ballistic: Ecks vs. Sever: Von John Woo inspirierter und äußerst explosionslastiger Actionthriller, in dem Lucy Liu und Antonio Banderas als verfeindete Superagenten gemeinsame Sache machen.

    In seinem Heimatland machte Regisseur Wych Kaosayananada 1998 mit seinem Erstlingsfilm „Fha“, der das bis dato höchste Budget für eine thailändische Produktion aufwies, Furore und erlangte Aufmerksamkeit in Übersee. Dies führte zu seinem kostspieligen Hollywooddebüt, einem explosionslastigen Actionthriller mit Antonio Banderas und Lucy Liu, die sich zunächst in Spion vs. Spion2-Manier die Köpfe einschlagen, um schließlich klischeekonform gemeinsam gegen den machtgierigen Feind zu kämpfen.

    Der Regisseur macht seinem Kürzel „Kaos“ alle Ehre, indem er eine sinnesbetäubende Abfolge von Actionsequenzen vom Stapel lässt, die in ihrer Überschwänglichkeit bisweilen unfreiwillig unkoordiniert wirkt. Die schier endlose Aneinanderreihung von Explosionen lassen in Kaos einen verhinderten Pyromanen vermuten, zumal er ein und die selbe Einstellung einer Autoexplosion zigmal wiederholt. Dabei entgehen die beiden Protagonisten (und zumeist auch ihre Opponenten) dem feurigen Infernen jedoch stets, ohne sich auch nur ein Haar zu versengen. Diese superheldenhafte Unverwüstlichkeit wurde den Hauptdarstellern von Drehbuchautor Alan McElroy zugeschrieben, der bereits in seiner Comicadaption „Spawn“ und Horrorsequel „Halloween IV - Michael Myers kehrt zurück“ ausgiebig mit diesem Unkaputtbar-Attribut wuchern konnte. Im Actiongenre mutet diese Unverletzbarkeit (Banderas Figur übersteht einen Motorradsturz bei Vollgas sowie die hautnahe Bekanntschaft mit einem Stapel schwergewichtiger Eisenrohre ungeschoren) jedoch etwas albern an und macht die Protagonisten nicht übermäßig spannend. Das rudimentäre Plotgerüst dient lediglich als Aufhänger für Actioneinlagen.

    Die Story beginnt damit, dass der ehemalige FBI-Agent Ecks nach langer Schaffenspause für einen erneuten Job rekrutiert wird. Vor sieben Jahren hat er seine Frau Vinn (Bond-Babe Talisa Soto aus „Lizenz zum Töten“) verloren und seine Zeit seither scheinbar mit Rauchen, Trinken und Spaziergängen im Regen verbracht. Er soll nun dem Tycoon Robert Gant (Gregg Henry) das Handwerk legen. Mit Gant hat aber auch die frühere DEA-Agentin Sever ein Hühnchen zu rupfen. Die zweibeinige Killermaschine kidnappt den kleinen Sohn Gants. Gleichzeitig hat Sever Informationen über Ecks tote Frau, die überlebt hat und mit Gant verheiratet ist. Somit haben die verfeindeten Superagenten nun einen Grund, gemeinsame Sache zu machen. Beim Showdown in Severs industrieller Fabrikwohnhöhle absolviert Liu mit Ray Parks (spielte Darth Maul in „Star Wars: Episode 1“) als Gants Handlanger den schlagkräftigen Martial-Arts-Höhepunkt.

    Kaos lässt sich deutlich von John Woo inspirieren und wartet mit Zeitlupenaufnahmen von Maschinengewehrsalven auf. Die zahlreichen Verfolgungsjagden inszenierte er mit entsprechender Testosteronlastigkeit. Zudem wollte er erklärtermaßen eine Film-Noir-Atmosphäre kreieren, übersah dabei jedoch, dass neben viel Regen, düsteren Farben und schattenreichen Dunkelaufnahmen auch komplexe Figuren und Motive vonnöten sind. Liu bleibt eindimensional als emotionslose Rächerin, die nicht einmal ihr Gesicht verzieht. Ihre gekonnten Kampfsportszenen sind hingegen ohne Makel, ebenso wie Mr. „Desperado“ Banderas eindrucksvoll zeigt, dass auch er als Actionheld noch ein Wörtchen mitzureden hat. Bezeichnenderweise inspirierte der Film ein Videospiel, bei dem dann auch gleich der monotone Techno-angehauchte Soundtrack von Don Davis verwendet werden kann. ara.

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