Bärenbrüder

  1. Ø 4.7
   2003
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Filmhandlung und Hintergrund

Bärenbrüder: Bezauberndes Disney-Zeichentrickabenteuer über den Ruf der Wildnis, Bruderliebe und Freundschaft zwischen Mensch und Bär.

Irgendwo im Nordwesten Amerikas vor zehntausend Jahren tötet Kenai, jüngster dreier Brüder, aus Rache für den Tod seines ältesten Bruders Sitka einen mächtigen Grizzly – woraufhin ihn ein Fluch selbst in einen Bären verwandelt. Um seine alte Gestalt zurück zu erhalten, muss Kenai nun seinen Friedenswillen beweisen, indem er den Hass auf die Bären überwindet und gemeinsam mit dem jungen Grizzly Coda jenen Ort findet, „an dem die Lichter die Erde berühren“. Dabei immer auf ihrer Fährte: Denai, mittlerer der drei Brüder, der nun Kenai für den Mörder von Sitka hält.

Naturmystik und Toleranzbotschaft satt im neuen, gewohnt souverän in hinreißende Szenen gebannten Animationsabenteuer aus der Disney-Factory. Mit Songs von Phil Collins und Tina Turner.

Vor vielen Jahren, kurz nach der Eiszeit: Der Älteste von drei Brüdern, Phoenix, wird von einem Bär getötet, woraufhin der Jüngste, Kenai, Rache übt – und dabei selbst in einen Bär verwandelt wird. Der dritte Bruder, Denami, vermutet in dem Tier den Mörder Kenais – und bläst zur Bärenjagd. Kenais einzige Überlebenschance: Er muss sich mit seinem Feind, dem jungen Grizzly Coda, anfreunden, der ihm alles Wissenswerte über die Wildnis – und über Freundschaft beibringt.

Die Geschichte dreier Brüder. Der älteste, Sitka, wird bei einem tragischen Unfall von einem Bären getötet. Der jüngste, Kenai, schwört Rache. Da passiert das Unglaubliche: Kenai verwandelt sich selbst in einen Bären. Plötzlich sieht die Welt ganz anders aus. Um überleben und wieder ein Mensch werden zu können, muss sich Kenai mit einem vermeintlichen Erzfeind anfreunden, dem jungen, gesprächigen Grizzly Koda, der sich auf der Suche nach seiner Mutter befindet. Und da ist noch Bruder Denahi, der zur Bärenjagd geblasen hat.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wir sind „Brüder, wir sind gleich“, „in Harmonie vereint.“ Das verspricht uns der im gebrochenem Deutsch gesungene Liedtext von Phil Collins. Und so wandert der Bär Kenai mit seinem kleinen Freund Koda durch ein idealisiertes Klischee eines ursprüngliches Amerika, das vollgestopft ist mit Naturschönheiten jeglicher Art. Geister, Mythen und die Magie der Natur prägen die Indianer, die in dieser Welt ansässig sind. Kenai, für den Tiere nur existieren, um sie zu ärgern, zu jagen oder zu töten muß eine Lektion lernen, bevor er endgültig in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen wird. Und diese Lektion wird dem Zuschauer mit solcher Macht aufs Auge gedrückt, daß man sie schon fast nicht mehr ernst nehmen kann. Die Welt soll aus einem anderen Blickwinkel gezeigt werden, Natur und Tiere sollen respektiert werden, wir alle sollen zusammenhalten, denn Brüderlichkeit, Freundschaft und Liebe sind der eigentliche Sinn unseres Daseins. Und so werden aus den Menschen zunächst blutrünstige Monster gemacht, die rücksichtslos und grausam Jagd auf arme unschuldige Tiere machen. Tiere, die ihrerseits jedoch selber jagen, um nicht den Hungertod zu sterben. Ziel ist es wohl, bei den Kindern die Achtung vor der Natur zu stärken. Diese Disney-Natur ist jedoch so überzogen idealisiert worden, daß fragwürdig sein dürfte, ob überhaupt irgendein Zuschauer die Wirklichkeit des Films mit der eigenen Wirklichkeit gleichzusetzen vermag und lehrreiche Schlüsse daraus zieht.

    Disney wagt nichts Neues, sondern hält sich an altbekannte Muster. Die Geschichte des Films ist nur wenig komplex und bietet keine Raffinessen. Die Figuren sind nur oberflächlich charakterisiert, die Handlung verläuft schnurgerade auf ein absehbares Ziel hinaus. Und weil die Geschichte eigentlich traurig und tragisch ist und sich erst zum Ende in Wohlgefallen auflöst, hat Disney noch zwei Nebenfiguren hineinmontiert: Die Elche Benny und Björn. So wechseln sich spannende mit komischen Szenen ab, ohne wirklich zusammenzupassen. Gags werden zeitweise so oft wiederholt, daß sie ihre Komik gänzlich verlieren.

    Mit gewalttätigen Szenen wird im Film sehr sorgsam umgegangen. Es ist zum Beispiel kein Blut zu sehen und tragische oder allzu traurige Szenen werden schnell genug aufgelöst oder mit komischen Szenen unterbrochen, so daß keine wirklichen Konflikte entstehen, die Kindern womöglich Probleme bereiten könnten.

    Die Figuren sind realistisch und teilweise originell gezeichnet, ihre Züge sind jedoch so menschlich, daß die ganze Palette an Gefühlsregungen sehr gut sichtbar gemacht werden. Leider auch Gefühlsregungen, die allzu sehr darauf pochen, auf die Tränendrüsen zu drücken. Dennoch ist Bärenbrüder ein liebenswerter, farbenfroher Film mit einigen spannenden und einigen amüsanten Szenen über dessen Schwächen Kinder wohl gut hinwegsehen können. Wer also die letzten Zeichentrickfilme aus dem Hause Disney mochte, der wird sich auch mit Bärenbrüder zufriedengeben.

    Fazit: Bärenbrüder von Disney. Ein wenig komplexer aber liebenswerter Kinderfilm nach altbekanntem Muster der leider nicht das Niveau einiger seiner Vorgänger erreicht.
  • Der Schwanengesang für handgezeichnete Animation mag angestimmt sein, doch mit dem bezaubernden Zeichentrickabenteuer „Bärenbrüder“ liefert Disney kurz vor Schicht nochmals einen großartigen Genreeintrag, der gelungen der epischen Tradition von „Der König der Löwen“ nacheifert. In der klassischen Coming-of-Age-Story, angereichert mit spiritueller Mystik und auflockerndem Humor, transportieren symbolstarke Figuren und viele sprechende Tiere eine mitreißende Botschaft von Mitgefühl, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein. Erstklassige musikalische Untermalung darf dabei natürlich nicht fehlen, die von Phil Collins komponiert und im Falle des Titelsongs von Tina Turner interpretiert wurde.

    Angesiedelt ist die Story im Nordwesten Amerikas vor 10.000 Jahren. Zunächst wird das Alltagsleben der drei indianischen Brüder Sitka, Denahi und Kenai im regulären Leinwandformat skizziert. Hitzkopf Kenai (im Original von Joaquin Phoenix gesprochen) ist der jüngste der Drei. Als er bei seiner Zeremonie, die seine Wandlung zum Mann einläutet, eine Bärenfigur als Symbol für Liebe als Totem erhält, ist er enttäuscht. Als dann auch noch ein Grizzly die Fischbeute der Brüder klaut, führt dies zu tragischen Ereignissen, bei der der Älteste, Sitka, selbstlos sein Leben opfert. Kenai rächt sich, indem er den Bär erlegt. Doch danach wird er durch den magischen Einfluss von Sitkas Seele selbst in einen Bären verwandelt.

    Sobald der Film nach etwa 25-minütiger Laufzeit zu Kenais neuer Perspektive als Tier umstellt, wird Breitwandformat eingesetzt. Die Farbenpracht der wunderschönen Naturumgebung mutet nun noch leuchtender und lebendiger an. Um sich von dem „Fluch“ zu befreien, muss Kenai sich dorthin begeben, wo „die Lichter, die Erde berühren“ – was den Zeichnern Gelegenheit gibt, atemberaubende Bildern von tanzenden Nordlichtern auf die Leinwand zu zaubern. Unterwegs trifft Kenai auf das verlassene Grizzlyjunge Koda, das er nur widerstrebend als Weggefährten akzeptiert, von dem er in einer Reihe von Abenteuern aber schließlich so manch wichtige und zukunftsweisende Lektion lernt.

    Nach dem im Off stattfindenden tragischen Tod (eine Disney-Tradition, die schon seit „Bambi“-Tagen zum Einsatz kommt) von sowohl Sitka als auch dem Bären, wird in Form von zwei holzköpfigen Elchen (im Original ziehen Rick Moranis und Dave Thomas ihre McKenzie-Brüder-Routine durch) willkommener Comic Relief eingebracht. Auch Koda ist in seiner aufgedrehten Art ein sympathisch-herziger Ausgleich zu den ernsteren Tönen. Die Songs von Phil Collins, der schon die Musik für „Tarzan“ beisteuerte, werden vorrangig für ansehnliche Montagen anstatt für von den Figuren vorgetragenen Musicalnummern eingesetzt, was sich als gelungene kreative Entscheidung erweist. Der kulturelle Hintergrund erinnert zwangsläufig an „Pocahontas“ (ohne allerdings jemals so bleischwer zu wirken wie dieser Film von 1995), sowie man die sprechenden Tiere und das Coming-of-Age-Element bereits aus „Der König der Löwen“ kennt. Dennoch ist „Bärenbrüder“ trotz oder gerade wegen eines gewissen „Greatest (Disney-) Hits“-Feelings qualitätsreiche Unterhaltung, an der sich die ganze Familie erfreuen kann – und wird. ara.

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