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Filmhandlung und Hintergrund

Bad Teacher: Grell überzeichnete Bad Taste-Komödie, in der Traumfrau Cameron Diaz als lasterhafte Anti-Lehrerin nach ihrem Goldjungen angelt. Sexappeal: 1. Unterricht: 6.

Für Lehrerin Elizabeth sind Verantwortungsbewusstsein und Engagement Fremdwörter. Ihr eigentlicher Fulltime-Job besteht darin, einen Kerl mit dem nötigen Kleingeld zu finden. Und der läuft ihr auf dem Flur ihrer Schule doch tatsächlich über den Weg. Ein Aushilfslehrer, der eine Uhr der Nobelmarke Jaeger-LeCoultre trägt, die dem Bekunden des Trägers nach im Familienunternehmen gefertigt wurde. Das ideale Opfer für Elizabeth, die fortan ihrem Goldesel Scott nachstellt. Doch Elizabeth hat Konkurrenz auf dem Flur, die allseits beliebte, in Wahrheit überaus intrigante Amy.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Filme, die ein „Bad“ im Titel tragen, assoziiert man sonst gerne mit männlichen Figuren, wie sie beispielsweise von Billy Bob Thornton gespielt werden. Aber hier gibt es weibliche Konkurrenz in Gestalt von Cameron Diaz, und die kann sich sehen lassen. Mit langem blondem Haar, grellrot geschminkten Lippen und einem nuttig-verschlafenen Gang auf Highheels schleppt sich Elizabeth schlechtestens gelaunt durch ihren Lehreralltag. Dabei stellt sie Gutmenschen unter ihren Kollegen bloß, verachtet die Schüler und hat nur für den reichen Vertretungslehrer Scott ein Lächeln übrig, aber das ist berechnend.

    Doch hinter der meistens abweisenden Miene von Elizabeth schlummert ein gutes Herz, das im Laufe des Schuljahres entdeckt werden will. Die blonde Lehrerin macht dabei eine Entwicklung durch wie in anderen Filmen ein aufsässiger Teenager, der auf den Pfad der Tugend zurückfinden muss. Die Komödie von Regisseur Jake Kasdan hat ihren Reiz vor allem in den karikierenden Provokationen gegen das pädagogisch Korrekte, wie sie in den frechen Dialogen aus der Feder der Drehbuchautoren Gene Stupnitsky und Lee Eisenberg aufblitzen.

    Als Elizabeth vom Sportlehrer Russell, der in sie verknallt ist, den Rat erhält, sich einen anderen Job zu suchen, egal welchen, kann sie sich ein zustimmendes Lächeln kaum verkneifen. Sie weiß, dass sie eine Niete ist. Ihr betont auf sexy getrimmtes Aussehen weist manchmal schon Spuren von Bitterkeit, ja von Verblühen auf. Elizabeth entwickelt deswegen die fixe Vorstellung, sie könne mit jüngeren Barbie-Frauen um die Gunst reicher Männer nur konkurrieren, wenn sie ihr Dekolleté mit einer Brustvergrößerung aufpeppt.

    Jason Segel spielt den gemütlichen Sportlehrer, der in der spröden Elizabeth den guten Kern erkennt. Justin Timberlake trägt als verkorkster Vertretungslehrer Scott Brille und kommt in den Genuss von Elizabeths Umgarnungsversuchen, weil er eine reiche Mutter hat. Lucy Punch spielt die rothaarige Lehrerin Amy, die auf kindische Späße und dauerhaft gute Laune im Unterricht setzt, sich mit Elizabeth aber heftig angiftet. Denn auch Amy hat ein Auge auf Scott geworfen. Dieses muntere Viereck der Gegensätze verstrickt sich in Streiche und Intrigen, in denen am Rande auch noch ein Schüler mit Liebeskummer oder eine naiv-gutherzige ältere Lehrerin vorkommen, um die sich Elizabeth auf wenig charmante Art, aber dennoch kümmert.

    Die Mischung aus Sexappeal und Verkommenheit steht Elizabeth dank Cameron Diaz durchaus, aber ihre ausgeprägte Schläfrigkeit im Unterricht wirkt merkwürdig und überträgt sich ein wenig auch auf die Zuschauer. Die Geschichte hat zwar ihre ironischen Kanten, etwa wenn die Figuren krampfhaft versuchen, das Gesicht zu wahren oder lachhafte Allgemeinplätze von sich geben. Aber sie verfolgt offenbar kein echtes Ziel, will dann doch nicht Satire schulischer Scheinheiligkeiten sein, sondern mit wenig inhaltlichem Aufwand den Hafen der Versöhnung ansteuern. Das macht diese kommerziell orientierte Komödie doch auch enttäuschend flach.

    Fazit: Cameron Diaz lehrt als sexy Antipädagogin mit schlechter Laune Schüler und Kollegen das Fürchten, aber die frechen Dialoge reißen die Komödie aus ihrer latenten Schläfrigkeit nicht heraus.
  • Grell überzeichnete Bad Taste-Komödie, in der Traumfrau Cameron Diaz als lasterhafte Anti-Lehrerin nach ihrem Goldjungen angelt. Sexappeal: 1. Unterricht: 6.

    Ihr eigentlicher Fulltime-Job besteht nach eigener Aussage darin, einen Kerl mit dem nötigen Kleingeld zu finden. Und der läuft ihr auf dem Flur ihrer Schule doch tatsächlich über den Weg. Ein Aushilfslehrer, der eine Uhr der Nobelmarke Jaeger-LeCoultre trägt, die dem Bekunden des Trägers nach im Familienunternehmen gefertigt wurde. Das ideale Opfer für “Bad Teacher” Cameron Diaz, die fortan ihrem Goldesel Scott, gespielt vom bebrillten Pop-Star Justin Timberlake – einst im wahren Leben ihr Freund -, nachstellt. Doch Elizabeth hat Konkurrenz auf dem Flur, die allseits beliebte, in Wahrheit überaus intrigante Amy (Lucy Punch aus “Dinner für Spinner”) buhlt auch um die Gunst des Kollegen.

    Cameron Diaz meldet sich als “very bad girl” zurück, knüpft dort an, wo sie als Titelheldin in “Verrückt nach Mary” aufgehört hat. Ihre Schutzbefohlenen stellt sie mit Hilfe von Videofilmen im Unterricht ruhig – von “Stand and Deliver” bis “Dangerous Minds” reicht das Programm -, sich selbst beruhigt sie mit Alkohol und Marihuana – medizinischem Marihuana, wie sie auf Nachfrage einer Schülerin betont. Ihre Brüste plant sie sich operativ vergrößern zu lassen, um Scott zu gefallen, dessen Ex wie ein Bikini-Foto beweist ein besonders großes “Herz” besaß. Fortan flattern die hart dazuverdienten Dollarnoten in den “Titten”-Krug, damit sie bald auf dem Gesicht des Angebeteten Platz nehmen kann.

    Politisch höchst inkorrekt geht Regisseur Jake Kasdan (“Walk Hard: The Dewey Cox Story”) nach dem Drehbuch von Gene Stupnitsky und Lee Eisenberg (“Year One – Aller Anfang ist schwer“) zur Sache. “Scheiße” ist eins der harmloseren Wörter in Elizabeths Vokabular, einen Schüler ruft sie schon mal “Dickerchen” und zwecks Aufmerksamkeitsmachung knallt sie selbigem einen Basketball an den Kopf. Ruht der Unterricht, ist Zickenkrieg mit freier Wahl der Waffen angesagt, die Konkurrentin wird mittels Giftefeu-präpariertem Apfel entstellt, die eigenen Formen werden mit einer Gartenschlauchdusche – Liv Tyler aus “Eine Nacht bei McCool’s” lässt grüßen! – betont. “Bad taste” der Sonderklasse.

    Justin Timberlake macht sich derweilen ungehemmt zum Affen. Gibt mit Lust den Nerd, singt dem angebeteten Rotschopf Amy als Singer-Songwriter ein selbstkomponiertes Schmuse-Ständchen namens “Simpatico“, das selbst in der Vorausscheidung zu DSDS gnadenlos scheitern würde. Kasdan weiß mit den Versatzstücken der Komödie umzugehen, das Personal entsprechend einzusetzen. Da ist beispielsweise der sarkastisch-respektlose Sportlehrer (Jason Segel) – “halt mir den Sack” -, der sich von Elizabeths Abfuhren nicht entmutigen lässt, oder die harmlos-naive, etwas korpulente Lehrerkollegin – “ich liebe es, wie seine Augen funkeln, wenn er lächelt” -, die zu Elizabeths Vertrauter wird. Botschaft gibt es keine und tiefschürfende (Schul-)Probleme werden schon gar nicht gewälzt. Hier wird auf die Lachmuskeln gezielt. Gnadenlos – und die Treffer landen häufig unter der Gürtellinie.

    Das das funktioniert, ist vor allem der wunderbaren Ulknudel Diaz zu verdanken. Sie sieht gewohnt blendend aus und ist genau die Art Frau, vor der Schwiegermütter vehement warnen. Genau deshalb liebt man(n) sie. Bei ihr hätte man gerne Unterricht gehabt. geh.

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