Back for Good

  1. Ø 4.3
   Kinostart: 31.05.2018

Back for Good: Familiendrama um den C-Promi Angie, ihre Mutter und die kleine Schwester Kiki. Gemeinsam sind sie die perfekte Mischung für eine Katastrophe.

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Filmhandlung und Hintergrund

Back for Good: Familiendrama um den C-Promi Angie, ihre Mutter und die kleine Schwester Kiki. Gemeinsam sind sie die perfekte Mischung für eine Katastrophe.

Als das gescheiterte Reality-TV-Sternchen Angie (Kim Riedle) aus dem Drogenentzug zurückkehrt, steht sie vor einem Trümmerhaufen. Die Karriere ist im Eimer, selbst das Dschungelcamp will sie nicht. Von ihrem Freund und Manager verlassen, kann sie die eigene Wohnung nicht mehr bezahlen. Notgedrungen zieht sie wieder Zuhause ein. Natürlich ist ihre Mutter Monika (Juliane Köhler) überhaupt nicht begeistert von dem Lebensweg, den Angie vor den Augen der Öffentlichkeit genommen hat.

Zurück im Heimatkaff trifft Angie auch seit langem wieder auf ihre jüngere Schwester Kiki (Leonie Wesselow). Die leidet an Epilepsie und wird deshalb von ihrer Mutter dazu verdonnert, einen schrecklichen Schutzhelm zu tragen. Natürlich wird sie von ihrer Klasse deshalb gemobbt. In Angie findet die schüchterne Kiki das erste Mal einen Ansprechpartner, eine resolute Frau, deren Vorbild ihr neuen Mut gibt. Doch nicht jeder Rat von Angie ist gut. Und auch die Mutter sieht den wachsenden Einfluss von Angie mit Skepsis. Wird es den drei Frauen gelingen, miteinander zu leben, aneinander zu wachsen?

„Back for Good“ – Hintergründe

Mit ihrem außergewöhnlichen Spielfilmdebüt hat sich die Nachwuchsregisseurin Mia Spengler gleich ins Programm der Berlinale 2017 katapultiert. Dort lief das Familiendrama „Back for Good“ als Eröffnungsfilm der Reihe Perspektive Deutsches Kino – und konnte das Publikum vor allem dank der Ausnahmeperformance von Kim Riedle als gescheitertes Reality-TV-Sternchen begeistern. „Back for Good“ ist ein unkonventionelles, überraschendes und kluges Drama über drei Generationen von Frauen, die sich als Familie zusammenrütteln.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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    Das frech-charmante Spielfilmdebüt von Mia Spengler erzählt von Angie, die als B-Promi nach einem Drogenentzug zurückkehrt in die heimatliche Provinz, um ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Nach dem Drogenentzug ist vor dem Dschungel. Das denkt sich zumindest Angie, die nach einem Aufenthalt in der Entzugsklinik ihre Zukunft als Reality-TV-Star völlig neu planen muss. Da ihr aber leider sowohl Manager als auch Wohnung fehlen, muss sie den für sie demütigenden Rückzug in ihr Heimatdorf antreten und wieder bei ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Kiki wohnen. Und während sie immer noch den Traum hegt, die Karriere als B-Promi voranzutreiben, erkennt sie schmerzhaft, dass sich da, wo sie herkommt, nichts geändert hat. Ihre Mutter ist immer noch kontroll- und herrschsüchtig, worunter vor allem Kiki leidet, die, weil sie Epileptikerin ist, von der Mutter wie ein rohes Ei behandelt wird. Angie beschließt, Kiki beizustehen und ihr dabei zu helfen, einfach auch mal Teenager sein zu dürfen. Denn seitdem sie damals von Zuhause ausgezogen ist, trägt sie eine schmerzhafte Schuld in sich, die sie nun wieder gutmachen möchte. Mia Spenglers Debütspielfilm BACK FOR GOOD gelingt es von der ersten Minute an, die Milieus, zwischen denen der Film wandelt, glaubhaft darzustellen. Dies gilt sowohl für die Welt der B-Promis, die das Glitzerlicht suchen und doch nie den Glamour und die Klasse echter Stars versprühen können, weil ihnen immer auch etwas Verzweifeltes anhaftet, als auch für die Welt, in die Angie zurückkehren muss. Es ist die Heimat in der Provinz, in der die Menschen zwischen Turnvereinen, Tupperparties und Waxing Studios ihren eigenen kleinen, in sich geschlossenen Horizont erschaffen haben. Mia Spengler gelingt es, auch aufgrund der fantastischen Darstellerleistung von Kim Riedle als Angie, Leonie Wesselow als Kiki und Juliane Köhler als überfürsorgliche Mutter, diese Welten in ihren harten Kontrasten immer wieder aufeinander prallen zu lassen, auch durch die glaubhafte und authentische Einbindung von Social Media. Daraus entstehen, dank pfiffiger Dialoge, immer wieder höchst amüsante und unterhaltsame Momente. Doch auch die Tragik der einzelnen Schicksale mitsamt all den vergebenen Chancen und den nichterfüllten Träumen blitzt in den einzelnen Szenen auf. Der passend dazu gewählte Soundtrack unterstützt die jeweilige Stimmung und die dynamische Kamera fängt jede Gefühlsnuance ein. Mit BACK FOR GOOD ist Mia Spengler ein reifer und fein ausbalancierter Film gelungen, der sein Thema frech-charmant und berührend ehrlich erzählt. Jurybegründung: Mia Spengler hat in ihrem Regiedebüt, für das sie zusammen mit Stefanie Schmitz auch das Drehbuch geschrieben hat, eine große Fallhöhe eingebaut: Ex-Reality-TV-Sternchen Angie (Kim Riedle) kommt aus dem Drogenentzug und will ins Dschungelcamp. Der Traum platzt, ihre alten Freunde wollen nichts mehr von ihr wissen. Und so muss sie wieder in ihr Heimatkaff zu ihrer spießigen Mutter Monika (Juliane Köhler) und der 14jähigen Schwester Kiki (Leonie Wesselow) ziehen. Als Monika ins Krankenhaus kommt, ist Angie gezwungen, sich um Kiki zu kümmern, die wegen ihrer epileptischen Anfälle einen hässlichen Schutzhelm tragen muss. Das isolierte Mädchen versucht mit einem dilettantischen Tanzvideo Zugang zur angesagten Youtube-Community in ihrer Schule zu bekommen, was gründlich schiefgeht: die Cybermobber machen Kiki fortan das Leben zur Hölle. Angie, die sich mit ihrer großen Klappe von niemandem etwas gefallen lässt, erscheint Kiki als der rettende Engel. Die Jury war sehr angetan von der großen Energie mit der Hauptdarstellerin Kim Riedle den Film trägt. Das Milieu, in dem Angie sich bewegt, wird glaubwürdig dargestellt, ohne es abzuwerten. Der Film zeigt die Probleme des Erdrückt-Werdens und Entfliehens, die in jeder Schicht der Gesellschaft vorkommen. Einen zusätzlichen Mehrwert erhält BACK FOR GOOD durch die genaue Zeichnung der Youtube-Community, in der sich die Schüler bewegen. Ohne erhobenen Zeigefinger werden Fragen nach der sozialen Toleranz gestellt und wie man mit Leuten, die anders sind, umgeht. Die dynamische Kamera ist adäquat und funktional eingesetzt, unterstützt von einer stimmigen Lichtsetzung bleibt sie eng an den Hauptfiguren. Hervorzuheben sind auch Ausstattung, Kostüme und der mitreißende Soundtrack. Die Jury vergibt das Prädikat "besonders wertvoll". Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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