Bé omid é didar

Filmhandlung und Hintergrund

Tragödie um eine jungen iranische Anwältin, die unter willkürlichen Schikanen des Regimes leidet.

Eine junge iranische Anwältin darf aufgrund ihrer Unterstützung für Regimegegner nicht mehr als Anwältin arbeiten. Sie will ausreisen und wird schwanger, weil das Frauen die Reise ins Exil erleichtern kann. Sie hofft auf ein Visum - auch für ihren Mann, einen kritischen Journalisten. Für sie beginnt eine lange und demütigende Odyssee durch die Behörden. Schließlich erhält sie das begehrte Dokument, doch ihr Mann will im Iran bleiben. Sie verkauft alles, was sie besitzt, und wartet mit ein paar Koffern im Hotelzimmer auf den Abflug.

Darsteller und Crew

  • Shahab Hosseini
    Shahab Hosseini
  • Leyla Zareh
    Leyla Zareh
  • Roya Taymourian
    Roya Taymourian
  • Hassan Pourshirazi
    Hassan Pourshirazi
  • Behnam Tashakkor
    Behnam Tashakkor
  • Sima Tirandaz
    Sima Tirandaz
  • Fariba Jedikar
    Fariba Jedikar
  • Omid Rohani
    Omid Rohani
  • Fereshteh Sadr-Orafai
    Fereshteh Sadr-Orafai
  • Bahar Katouzi
    Bahar Katouzi
  • Mohammad Rasoulof
    Mohammad Rasoulof
  • Dariuosh Ebadi
    Dariuosh Ebadi
  • Rozita Hendijanian
    Rozita Hendijanian
  • Arastoo Givi
    Arastoo Givi
  • Mohammadreza Muini
    Mohammadreza Muini

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bé omid é didar: Tragödie um eine jungen iranische Anwältin, die unter willkürlichen Schikanen des Regimes leidet.

    Mit dem Regiepreis des Certain Regard ausgezeichnete Tragödie um eine jungen iranische Anwältin, die unter willkürlichen Schikanen des Regimes leidet.

    Die junge Frau entfernt sorgfältig den Nagellack und hüllt sich in ein dunkles Tuch. Sie will einen guten Eindruck machen beim Gespräch im Ministerium. Umsonst. Ein Funktionär teilt ihr mit, dass sie aufgrund ihrer Unterstützung für Regimegegner nicht mehr als Anwältin arbeiten darf. Da nützt auch das Bakschisch im Briefumschlag nichts. Mohammad Rasoulofs bewegender Spielfilm wurde in Cannes in Anwesenheit des Teams und seiner Ehefrau präsentiert, die auch den Preis entgegennahm. Das Reiseverbot für den Regisseur, der wie Jafar Panahi zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde und 20 Jahre keine Filme mehr drehen darf, wurde so spät aufgehoben, dass er die bürokratischen Hürden für die Reise nach Cannes nicht in der Kürze der Zeit überwinden konnte.

    Auch die Protagonistin möchte ausreisen und wird schwanger, weil das Frauen die Reise ins Exil erleichtern kann. Sie hofft auf ein Ausreisevisum, auch für ihren Mann, einen kritischen Journalisten, der sich nach der Schließung seiner Zeitung im Süden des Landes durchschlägt und sich letztendlich doch zum Bleiben entscheidet. Nach einer langen und demütigenden Odyssee durch die Behörden erhält sie das begehrte Dokument, verkauft alles, was sie besitzt und wartet mit ein paar Koffern im Hotelzimmer auf den Abflug. Es sei besser, sich in einem fremden Land fremd zu fühlen, als fremd im eigenen Land, sagt sie an einer Stelle und spricht damit wohl vielen Verfolgten aus dem Herzen. Der Druck des Menschen verachtenden Mullah-Regimes ist permanent zu spüren, die Unsicherheit darüber, welche Schikane als nächstes kommt. Da darf sie kein Hotelzimmer ohne Ehemann mieten, der Satellitenanschluss in der Wohnung wird von Geheimdienstleuten abgeschraubt, persönliche Dinge durchstöbert, der Computer mitgenommen. Angst dominiert den Alltag, das Gefühl der Eingeschlossenheit erstickt das Leben auf Messers Schneide.

    In eindringlichen und ruhigen grau-blau gehaltenen Bildern zumeist in Räumen zeigt Rasoulof mit einfachen Mitteln die kafkaeske Situation im Iran. Dazu benötigt er nur wenige Dialoge. Keine Wut oder lauter Widerstand gegen die Willkür der Obrigkeit, sondern vielsagendes Schweigen und eine atmosphärische Dichte, die den Atem nimmt. Wenn am Ende eifrige Polizistenhände die Koffer auf dem Hotelbett durchwühlen, ist das nicht nur das Ende der Hoffnung, sondern auch ein stiller Schrei der Verzweiflung. mk.

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