Avengers: Infinity War Poster

„Avengers 3“: Der „Infinity War“ droht im Chaos zu versinken

Andreas Engelhardt  

Avengers 3: Infinity War“ soll das bislang größte Spektakel des Marvel Cinematic Universe (MCU) werden. Die Dreharbeiten für das Mega-Projekt laufen bereits und Disney lässt sich den ambitionierten Film einiges kosten; von 400 Millionen US-Dollar allein für die Produktion ist die Rede. Comic-Fans auf der ganzen Welt fiebern dem Aufmarsch der Superhelden entgegen, aber kann „Avengers 3: Infinity War“ überhaupt funktionieren?

Erst kürzlich berichteten wir über das gigantische Chaos, das „Avengers 3: Infinity War“ zu werden droht. Damals ging es noch um logistische Probleme, denn Dutzende von Hollywood-Stars sind an dem Blockbuster beteiligt und Disney muss schließlich all diese ausgelasteten Terminkalender unter einen Hut bringen. Doch dem dritten Abenteuer der Avengers könnte noch aus einer anderen Richtung Ärger bevorstehen.

Die Drehbuchautoren Stephen McFeely und Christopher Markus sind wahrlich nicht zu beneiden, denn sie müssen mit „Avengers 3: Infinity War“ein wahres Mammut-Projekt bewältigen. Zwar haben die beiden schon bei „The First Avenger: Civil War“ Erfahrung mit viele Superhelden in einem Film gesammelt, doch ihre neue Aufgabe stellt diese Herausforderung locker in den Schatten.

Scheitert „Avengers 3: Infinity War“ an seinen vielen Superhelden?

Die Regisseure Joe und Anthony Russo scherzten einst, dass 67 Charaktere im „Infinity War“ auflaufen werden, doch all zu weit von der Wahrheit ist man damit wohl nicht entfernt. Bislang wurden gut zwei Dutzend Figuren bestätigt und einige weitere sind im Gespräch, was in einem unübersichtlichen Chaos enden könnte. Viele der Superhelden begegnen sich zum ersten Mal, andere müssen Probleme aus vergangenen Filmen miteinander klären und wieder andere geben sogar ihr Debüt. Daraus eine kohärente Erzählung zu weben, die jedem gerecht wird, ist eine wahrlich mühevolle Aufgabe, selbst wenn nicht alle Handlungsstränge zusammengeführt werden.

Der eine oder andere Superheld muss wohl schlicht auf der Strecke bleiben und wird zu einem Statist degradiert, wie es beispielsweise Hawkeye (Jeremy Renner) in „The First Avenger: Civil War“ erging. Problematisch war dabei allerdings, dass seine Entwicklung aus „Marvel’s The Avengers 2: Age of Ultron“ auf der Strecke bleiben musste. Warum Hawkeye sein Familienleben wieder aufgab und sich in die Gefahr stürzte, wurde mit keinem Wort erklärt.

Kehrt sogar ein toter Superheld für „Avengers 3: Infinity War“ zurück?

Solche Unzulänglichkeiten werden sich in „Avengers 3: Infinity War“ vermutlich stapeln, da schlicht die Zeit für jeden Charakter fehlt. Ein vierter „Avengers“-Film ist glücklicherweise schon angekündigt und vermutlich wird der Vorgänger lediglich vieles dafür aufbauen. Und dennoch scheint es fast unmöglich, das Superhelden-Chaos aus erzählerischer Sicht nicht in einer Katastrophe enden zu lassen. Aber zumindest das Spektakel dürfte gelingen.

„Avengers 3: Infinity War“ startet in den deutschen Kinos am 26. April 2018.

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