Avengers: Infinity War Poster

„Avengers 3“-Macher reagiert überrascht auf Zensur des Marvel-Films

Andreas Engelhardt  

Marvel-Fans auf der ganzen Welt blicken gespannt auf das Großereignis „Avengers 3: Infinity War“. Der Blockbuster nimmt bereits Anlauf, um einige Rekorde zu brechen, da erreicht die Zuschauer eine überraschende Nachricht. Während wir uns in Deutschland auf den vollen Kampf gegen Thanos freuen dürfen, werden einige Kinogänger in anderen Ländern mit einer zensierten Version Vorlieb nehmen müssen.

Am Samstag kündigte die Zensurbehörde von Indonesien an, dass „Avengers 3: Infinity War“ in dortigen Kinos nur in einer zensierten Version gezeigt wird. Wie The Wrap berichtet, wird der Marvel-Blockbuster von 156 Minuten auf 149 Minuten gekürzt, womit den indonesischen Zuschauern sieben Minuten entgehen.

„Avengers 3“-Regisseur Joe Russo reagierte „ein wenig schockiert“ auf die Neuigkeit. „Ich kann mir nicht vorstellen, welche sieben Minuten sie aus dem Film herausschneiden wollen“, antwortete er bei einer Pressekonferenz. Russo wies daraufhin, dass er als Künstler nicht wolle, dass jemand Szenen aus seinem Film entferne. Der Film sei für ein jugendliches Publikum gemacht und kein radikales Werk, wie er anmerkte.

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„Avengers 3“ wird in Indonesien wegen des Jugendschutzes zensiert

Der Sprecher der indonesischen Zensurbehörde Ahmad Yani Basuki bestätigte die Zensur. Er erklärte sie damit, dass der Film in Indonesien ein Äquivalent zur US-Altersfreigabe erhalten hat. Entsprechend müsse „Avengers 3: Infinity War“ auf dortige Richtlinien bezüglich der Darstellung von Gewalt angepasst werden.

Die Zensur ist laut also offiziellen Angaben nicht politisch motiviert, sondern dient anscheinend dem Jugendschutz. In Deutschland hat „Avengers 3: Infinity War“ noch keine Altersfreigabe von der FSK erhalten. In den USA bekam der Blockbuster die für Marvel-Filme übliche Einschätzung mit PG-13. Dies bedeutet, Inhalte von „Avengers 3: Infinity War“ könnten für Kinder unter 13 Jahren nicht geeignet sein.

Sieben gestrichene Minuten in einem Film, der über zweieinhalb Stunden geht, mögen nicht nach viel klingen. Da die Marvel-Filme derart vollgepackt sind, kann es allerdings durchaus einen wichtigen Unterschied ausmachen. Bei einem Aufgebot von gut 30 Superhelden hat jeder nur eine begrenzte Zeit, um sich zu präsentieren. Sieben Minuten können deswegen bedeuten, dass einer oder mehrere Charaktere untergehen oder sogar eine Entwicklung nicht enthalten ist, die in späteren Marvel-Filmen (beispielsweise „Avengers 4“) aufgegriffen wird.

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