Sieg gegen Thanos in „Avengers 4“: Hat Doctor Strange alle belogen?

Andreas Engelhardt  

Nach der vernichtenden Niederlage in „Avengers: Infinity War“ ruhen die Hoffnungen im Kampf gegen Thanos auf „Avengers: Endgame“. Unter anderem der vermutete Plan von Doctor Strange macht dabei Mut. Doch hat er die anderen Avengers im entscheidenden Moment womöglich angelogen?

Bevor sich die Avengers auf Titan dem Bösewicht Thanos (Josh Brolin) in „Avengers: Infinity War“ stellten, blickte Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) in die Zukunft. Mit Hilfe des Zeitsteins sah er 14.000.605 verschiedene Ausgänge des Kampfes gegen den verrückten Titan. Ergebnis: Nur einen einzigen Sieg konnten die Avengers laut seiner Aussage erringen.

Im Anschluss folgte jedoch eine Niederlage. Doctor Strange übergab Thanos den wertvollen Zeitstein Thanos, der letztlich auch dadurch mit einem Schnipser die Hälfte aller Lebewesen im Marvel-Universum auslöschen konnte. Viele Fans glauben, dies gehöre alles zum Plan des mächtigen Magiers und „Avengers: Endgame“ werde zeigen, wie Thanos so doch noch besiegt werden kann. Doch hat Doctor Strange womöglich einfach gelogen und er hat nie einen Sieg gegen den Titanen in der Zukunft gesehen?

Wenn ihr schon in die Zukunft blicken wollt, erfahrt ihr hier alles zu „Avengers 4“:

„Avengers 4“: Nächster Superheld kehrt für Kampf gegen Thanos zurück

Darum kann Doctor Strange keinen Sieg gegen Thanos gesehen haben

Laut einer Theorie von Screenrant ist dies sogar äußerst wahrscheinlich. Schließlich könne Doctor Strange gar nicht über seinen Tod hinaus in die Zukunft geblickt haben. Den Beweis dafür liefert sein eigener Solo-Film von 2016. Dort enthüllt Stranges Mentorin Die Älteste (Tilda Swinton) während sie stirbt, dass sie oft in die Zukunft geblickt habe, aber über den Zeitpunkt ihres eigenen Todes kam sie nie hinaus.

Was in „Avengers: Infinity War“ passiert ist, kann also kaum Teil des großen Plans von Stephen Strange sein, schließlich löste er sich beim Schnippen von Thanos selbst auf. Dies muss er beim Blick in die Zukunft gesehen haben. Was danach passiert, bliebe dann aber auch ihm verborgen.

Warum hat Doctor Strange also gelogen? Schließlich meinte er, dass er eine Version gesehen habe, in der die Avengers Thanos besiegt hätten. Hier könnte ebenfalls Die Älteste die Antwort liefern.

Doctor Strange vertraut auf Iron Man & Co.

Im Moment ihres Todes sagt sie zu Stephen Strange, dass dieser immer noch nicht die wichtigste Lektion gelernt habe: „Es geht nicht um dich.“ Für Demut ist der ambitionierte Exzentriker zunächst wahrlich nicht bekannt, doch er entwickelte sich schon in seinem Solo-Film. Den Bösewicht dort besiegte er immerhin, indem er bereit war, sich auf alle Ewigkeit mit ihm in einer Zeitschleife einzusperren.

Am Anfang von „Infinity War“ tritt Strange wiederum erneut egozentrisch auf. Der Zeitstein ist seine oberste Priorität, das macht er mehr als deutlich. Am Ende opfert er ihn dennoch für das Leben von Tony Stark (Robert Downey Jr.). Nur warum?

Laut der Theorie von Screenrant hat Doctor Strange über 14 Millionen Möglichkeiten gesehen, in denen er immer Zeuge einer Niederlage gegen Thanos wurde. Nur ein einziges Mal sah er dieses sichere Versagen nicht: Als er sich selbst auflöste und mit dem Zeitstein nicht weiter in die Zukunft blicken konnte.

Der selbstfixierte Magier musste erkennen, dass er nicht gegen Thanos gewinnen kann. Entsprechend legte er seine Hoffnung in Tony Stark und die restlichen Überlebenden, womit er die entscheidende Lektion seiner Lehrmeisterin beherzigt. „Es gab keinen anderen Weg“, waren die letzten Worte von Strange. Dieser Satz ist wörtlich zu verstehen, denn jeder andere Wege führte zu einer sicheren Niederlage. Die ungewisse Zukunft hat wenigstens die Chance, zu einem Sieg zu führen.

Sicher weiß dies Doctor Strange aber nicht, wenn wir der Theorie folgen. Doch wohl nicht ohne Grund gab er den Zeitstein für das Leben von Stark auf. Kaum jemand übertrifft dessen technische Intelligenz. Stark könnte als Tüftler einen Weg finden, Thanos doch noch zu besiegen, die dem Magier Strange nie einfallen würde. Die Chancen dafür stehen nicht allzu schlecht, wenn wir selbst in die Zukunft blicken. „Doctor Strange 2“ mit Benedict Cumberbatch wurde schließlich schon bestätigt…

Ob ihr mit eurem Wissen Doctor Strange das Wasser reichen könnt, erfahrt ihr in unserem MCU-Quiz:

 

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