„Avengers: Endgame“: Robert Downey Jr. reagiert auf Oscar-Wut der Fans

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

Der erfolgreichste Film aller Zeiten ist „Avengers: Endgame“ schon, jetzt will er auch Oscars gewinnen. Robert Downey Jr. ist dabei allerdings aus dem Rennen – was die Fans nicht erfreut.

Anfang 2020 werden erneut die Academy Awards – besser bekannt als Oscars – vergeben. Nachdem „Black Panther“ letztes Jahr drei Oscars gewonnen hat und unter anderem noch als Bester Film nominiert war, erhofft sich Disney natürlich erneut einen oder gleich mehrere Goldjungen für „Avengers: Endgame“. Die offizielle Oscar-Kampagne für den Blockbuster hat Disney jetzt veröffentlicht – ohne Robert Downey Jr. zu erwähnen.

Das sorgte für einige wütende Reaktionen von Fans (siehe unten), auf denen das Objekt der Diskussion inzwischen reagiert hat. Robert Downey Jr. war dieser Tage zu Gast bei Howard Stern, der ihn fragte, ob die Darstellung von Tony Stark / Iron Man ihm je eine Nominierung bei den Oscars eingebracht habe. Downey Jr. verneinte und sagte, er sei dankbar, dass Stern das Thema ansprach, „weil es gab ein bisschen Gerede darüber und ich sagte, lasst es sein“.

Robert Downey Jr. selbst scheint also nicht davon überzeugt gewesen zu sein, dass seine Darbietung im Marvel Cinematic Universe (MCU) und vor allem in „Endgame“ einer Oscar-Nominierung würdig gewesen sei. Vor seiner Aussage zu der Oscar-Diskussion meinte das Gesicht des MCU zudem, dass er sich nie hätte träumen lassen, dass sich die Marvel-Filme derart entwickeln würden und solch einen phänomenalen Erfolg haben könnten. Für einen Academy Award reicht es laut Robert Downey Jr. aber wohl dennoch nicht, eventuell wollte er aber auch schlicht nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich und damit weg von seinen vielen „Endgame“-Kollegen ziehen.

Fans reagieren wütend – aber hätte Robert Downey Jr. überhaupt eine Oscar-Chance?

Dieser Fan unterstützt sämtliche Oscar-Ambitionen von „Avengers: Endgame“. Wenn Robert Downey Jr. aber tatsächlich nicht in Disneys Liste aufgenommen wird, droht er laut eigener Aussage mit einem Aufstand.

Edward hier reagiert milder, fordert aber die MCU-Verantwortlichen dennoch auf, ihre Wahl zu überdenken. Robert Downey Jr. sei in „Avengers: Endgame“ schließlich herausragend gewesen, zumal er eine Nominierung auch aufgrund seiner Leistung verdient habe, die er seit über zehn Jahren als Tony Stark vollbracht hat.

Der Preis für den besten Gif-Einsatz geht eindeutig an diesen Kandidaten.

Jon auf der anderen Seite hält seinen Unglauben überhaupt nicht zurück. Den Marvel Studios wirft er vor, sie seien „verrückt“, die ganze Angelegenheit „lächerlich“ und die Academy fleht er praktisch an, Downey Jr. dennoch zu nominieren.

Dieser Fan erinnert uns daran, dass die „Avengers: Endgame“-Regisseure noch meinten, der Iron-Man-Darsteller habe eine Oscar-Nominierung verdient, was die Marvel Studios laut seiner Darstellung aber einfach ignoriert hätten.

Fürs Protokoll: Die Werbekampagnen fürs Oscar-Rennen sind nicht in Stein gemeißelt. Disney muss „Avengers: Endgame“ und die entsprechenden Personen in den einzelnen Kategorien offiziell einreichen. Sprich: Sie könnten Robert Downey Jr. bei der Academy für einen Oscar vorschlagen, ohne ihn in der „For Your Consideration“-Werbung zu erwähnen. Fraglich ist nur, warum sie ihn in der Ankündigung weglassen sollten, um ihn letztlich doch einzureichen? Zusätzliche Aufmerksamkeit durch den Fan-Aufschrei könnte ein Grund sein, der allerdings nicht wirklich überzeugend ist, zumal der Tony-Stark-Star von einer Nominierung anscheinend eh nicht angetan ist.

Was uns direkt zur nächsten Frage bringt: Hätte Robert Downey Jr. überhaupt eine Chance, nominiert zu werden? Eine theoretische Chance hat er natürlich, wirklich wahrscheinlich ist es aber nicht. Die Academy hat sich gerade mit „Black Panther“ zwar für das Superhelden-Genre geöffnet wie nie zuvor, letztlich gewann der Blockbuster aber nur in Technik- und Produktions-Kategorien. Bei den „großen“ Kategorien, zu denen die Darsteller*innen zählen, werden Superhelden-Genres eher stiefmütterlich behandelt. Tiefgründige, künstlerische Dramen gaben hier bislang den Ton an. Dazu zählt „Avengers: Endgame“ nicht, zumal Robert Downey Jr. darin nur ein Teil eines enorm großen Ensembles ist, wenn auch ein wichtiger.

Joaquin Phoenix hat mit „Joker“ deutlich größere Chancen, wie einst schon Heath Ledger für „The Dark Knight“, weil diese Superhelden-Filme einfach stärker den Oscar-freundlichen Dramen ähneln. Entsprechend sollten die Fans nicht allzu sauer auf Disney und die Marvel Studios sein: Robert Downey Jr. hätte wohl so oder so kaum eine Chance, für einen Academy Award nominiert zu werden. Man hätte es aber natürlich dennoch versuchen können.

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