„Avengers: Endgame“: James Cameron erklärt, warum er froh ist, entthront worden zu sein

Hy Quan Quach |

Erst gratulierte James Cameron den Machern von „Avengers: Endgame“ mit einem lustigen Tweet, nun erklärte er, warum er es positiv sehe, dass der Rekord von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ endlich gebrochen wurde.

Marvel Studios Präsident Kevin Feige überbrachte den Fans die frohe Botschaft Mitte Juli auf der Comic Con San Diego: Der rund zehn Jahre währende Rekord von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ als erfolgreichster Film aller Zeiten war endlich gebrochen. Das hatten die Verantwortlichen nur einem Re-Release von „Avengers: Endgame“ mit neuen Szenen zu verdanken, der die rund 39 Millionen Dollar mehr in die Kassen spülte, die nötig waren, um die 2,78 Milliarden Dollar an weltweiten Einnahmen von „Avatar“ zu übertreffen.

Mittlerweile steht „Avengers: Endgame“ bei einem Einspielergebnis von 2,79 Milliarden Dollar weltweit. Allerdings darf man nicht vergessen, dass auch „Avatar“ nur acht Monate nach Kinostart einen Re-Release mit einer Special Edition erhielt, die seinerzeit nochmal knapp 34 Millionen Dollar in die Kassen spülte.

Als die Nachricht vom Sturz des Spitzenreiters die Runden machte, gratulierte auch „Avatar“-Schöpfer James Cameron per Tweet:

Da zeigte sich bereits, dass der 65-jährige Filmemacher das Duell sportlich nahm. Mehr noch, er sei sogar ganz froh darüber, endlich entthront worden zu sein, wie er nun gegenüber Deadline zugab. Und er lieferte auch sogleich den Grund dafür: „Es gibt mir Hoffnung. ‚Avengers: Endgame‘ hat den Beweis erbracht, dass die Leute noch immer bereit sind, ins Kino zu gehen. Was mir bei der Arbeit an ‚Avatar 2‘ und ‚Avatar 3‘ am meisten Sorgen bereitete, war, dass sich der Markt so sehr verändert hat, dass es schlicht und ergreifend einfach nicht mehr möglich ist, die Leute noch dafür zu begeistern, mit einem Haufen Fremder in einem dunklen Raum etwas anzusehen.“

Aber vielleicht hat diese Tatsache Cameron auch den Druck genommen, unbedingt den sagenhaften Erfolg von 2009 nochmals toppen zu müssen, jetzt, da „Avatar“ nicht mehr länger an der Spitze weilt. Und: Mit „Avatar“ trat Cameron einen 3D-Wahnsinn los, dem zahlreiche sinnvoll und genauso viele sinnlos konvertierte Streifen folgten. Mittlerweile hat sich der Hype wieder gelegt, viele schwören erneut auf das 2D-Sehvergnügen.

Ob die insgesamt vier Fortsetzungen nach über einer Dekade überhaupt an den Erfolg des ersten Filmes anknüpfen können, darf zu Recht angezweifelt werden. Diese Skepsis der Verantwortlichen zeigt sich auch bereits darin, dass die Teile vier und fünf nur dann produziert werden, wenn „Avatar 2“ (deutscher Kinostart: 17. Dezember 2021) und „Avatar 3“ (Kinostart: 22. Dezember 2023) den Erwartungen entsprechen.

„Werden ‚Avatar 2‘ und ‚Avatar 3‘ in der Lage sein, in der heutigen Zeit einen ähnlichen Erfolg zu feiern? Wer weiß. Wir versuchen es. Vielleicht gelingt uns das, vielleicht auch nicht. Aber der Punkt ist, dass es möglich ist“, so Cameron. In Zeiten, in denen das Kinoerlebnis durch ständige Verfügbarkeit und die individuell Vielfalt von Streamingdiensten gefährdet wird, sei das Ansporn genug für Cameron, der für die große Leinwand lebe.

Hier gibt es alle Informationen zur lang ersehnten Fortsetzung zu „Avatar – Aufbruch nach Pandora“:

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„Avatar 2“: Kinostart wieder verschoben & alle Infos zur Fortsetzung

Cameron, Nolan, Tarantino: Verfechter des Kinos

Mit seiner Meinung in Bezug auf Kino versus Streaming steht Cameron auch nicht alleine da. Gerade große Kollegen wie Christopher Nolan und Quentin Tarantino sind große Verfechter des Kinoerlebnisses. Nolan, der aktuell mit Robert Pattinson an seinem nächsten großen Projekt „Tenet“ arbeitet, hatte jüngst erst Netflix dafür kritisiert, eigene Filme nicht auf breiter Basis in die Kinos zu bringen. Tarantino dagegen ist ein Mann der alten Schule, Streamingdienste wie Netflix kommen dem ehemaligen Videothekar gar nicht erst in die Tüte. Filme auf Laptop oder gar auf dem Smartphone schauen? Geradezu blasphemisch für den Cineasten. Das hält ihn aber dennoch nicht von einer Zusammenarbeit ab: „The Hateful Eight“ wurde schließlich als Mini-Serie im neuen Format erneut bei Netflix veröffentlicht.

Science-Fiction-Fans dürften keine Probleme haben, die Raumschiffe den Filmen zuzuordnen:

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