Die Regisseure von „Avengers: Endgame“ haben uns das Ende des Films eigentlich erklärt. Allerdings widersprechen ihnen die Autoren des Films, weswegen das Finale einmal mehr für Verwirrung sorgt.

– Achtung: Es folgen Spoiler für das Ende von „Avengers: Endgame“! –

Das Ende von „Avengers: Endgame“ ließ zahlreiche Kinogänger verwirrt zurück. Wir erinnern uns: Steve Rogers (Chris Evans) bringt alle Infinity-Steine und Thors Hammer Mjölnir in die jeweiligen Zeitlinien zurück. Er selbst reist allerdings nicht zurück zum vereinbarten Treffpunkt, sondern weiter in die Vergangenheit zu Peggy (Hayley Atwell), die er offensichtlich heiratet. Am Ende erwartet uns ein alter Captain America auf der Bank. Doch ist Cap damit in der Hauptzeitlinie zurückgereist oder in ein alternatives Universum?

Wenn es nach den Autoren von „Avengers: Endgame“, Christopher Markus und Stephen McFeely, geht, dann ist Steve in der Hauptzeitlinie des MCU zurückgereist. Wie sie gegenüber The Hollywood Reporter erklären, war er der mysteriöse Ehemann von Peggy, von dem wir im MCU zwar gehört, den wir aber nie gesehen haben. Ihre zwei Kinder hätte Peggy demnach mit Steve Rogers gehabt. „Es war immer unsere Absicht, dass er der Vater dieser zwei Kinder ist“, verriet McFeely. „Das etabliert auch die Idee, dass es zwei Kinder gibt, die in einem gewissen Maß Supersoldaten-DNA besitzen“, ergänzt Markus.

Über welche Fehler sich Zuschauer beschweren und ob die Aufregung berechtigt ist, erfahrt ihr hier:

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„Avengers Endgame“: 16 Logik-Fehler & Patzer, über die sich Zuschauer beschweren

Darum führt die Erklärung der „Avengers: Endgame“-Autoren zu einem Fehler

Das Problem: Die Zeitreiseregeln von „Avengers: Endgame“ scheinen diese Erklärung auszuschließen. Laut diesen kann man nicht in die Vergangenheit reisen und dadurch die Zukunft verändern. Wenn man dies versucht, entsteht lediglich eine neue Realität, die losgelöst von der existiert, aus der man selbst in die Vergangenheit gereist ist. Wenn Steve sich also auf den Weg zu Peggy macht, müsste er nach dieser Logik eine neue Zeitlinie erschaffen haben und in dieser leben. Er könnte also nicht in die Vergangenheit reisen, warten und am Ende als alter Mann dort landen, wo er einst aufgebrochen ist.

Die Regisseure von „Avengers: Endgame“, Joe und Anthony Russo, lieferten deswegen schon zuvor ihrerseits eine Erklärung für das Ende. Laut ihnen lebte Cap in einer alternativen Zeitlinie mit Peggy. Da er das Zeitreise-GPS von Tony Stark (Robert Downey Jr.) noch besitzt, muss er am Ende einfach nur wieder in die Hauptzeitlinie reisen, aus der er kam und was theoretisch möglich ist. So würde das Ende auch nicht den Zeitreiseregeln des Films widersprechen, wobei Autor McFeely anmerkte: „Es gibt Zeitreise-Schlupflöcher für so etwas.“

Die Autoren von „Avengers: Endgame“ haben also eine andere Erklärung für das Ende als die Regisseure. Welche davon jetzt stimmt? Das kann zum Glück jeder für sich selbst entscheiden und einfach die Version wählen, die seiner Meinung nach am stimmigsten ist.

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