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Augen-Horror in „Avengers: Endgame“: Iron Mans letzte Szene hätte deutlich ekliger ausfallen können

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

© Disney

Iron Mans letzte Szene in „Avengers: Endgame“ hätte deutlich widerlicher ausfallen können, wie Verantwortliche des Films verrieten.

– Achtung: Es folgen Spoiler für „Avengers: Endgame“ –

Die letzte Szene von Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr.) in „Avengers: Endgame“ sorgte für so manch vergossene Träne beim Publikum. Sein heroischer Tod hätte aber mit einem deutlich widerlicheren Eindruck enden können, wie unter anderem Matt Aitken gegenüber Insider verriet. Aitken ist bei Weta digital als Supervisor für die Spezialeffekte zuständig und arbeitete mit seinem Team auch beim Abschied von Tony Stark mit.

Den beiden Regisseuren Joe und Anthony Russo wollten Aitken und Co. eine Fülle an Alternativen für die letzten Momente des MCU-Helden anbieten. Dabei schossen sie aber offensichtlich über das Ziel hinaus: „Eine [dieser Optionen] war, dass die Energie der Steine bis in sein Gesicht hinaufwirkte und eines seiner Augen herausdrückte und das hing an seiner Wange.“ Ja, richtig gelesen: Tony Starks Gesicht sollte durch den Einsatz der Infinity-Steine derart zerstört sein, dass ihm sein Auge heraushing und in bester Horror-Manier deutlich zu sehen war. „Sie haben das nicht genommen“, fügte Matt Aitken mit einem Kichern hinzu.

Wir hatten ebenfalls die Ehre, mit einem Verantwortlichen von Weta über die Spezialeffekte von „Avengers: Endgame“ reden zu dürfen:

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So entstehen die Effekte für „Gemini Man“, „Avengers: Endgame“ und Co.

Tony Stark hätte sich auch in Batman-Bösewicht Two Face verwandeln können

Dass die Russo-Brüder den Augen-Horror nicht für „Avengers: Endgame“ gewählt haben, dürfte niemanden überraschen. Schließlich hätte allein diese kurze Szene den Film von einer FSK-12-Freigabe auf mindestens FSK-16 geschraubt. Zudem hätte sie dezent die Stimmung des Moments zerstört. Schließlich sollten die Zuschauer*innen Tony Starks letzte Sekunden gerührt betrauern und nicht voller Ekel ihre Blicke abwenden.

Die Spezialeffekte-Abteilung musste also den perfekten Ton finden. Auf der einen Seite musste Tony Starks Verletzung schlimm genug aussehen, um glaubwürdig zu machen, dass er davon sterben wird, aber es durfte eben nicht zu widerlich werden. Marvels Spezialeffekte-Produzentin Jen Underdahl erklärte zudem, warum dieser Gedanke die Verantwortlichen bis zum heraushängenden Auge führte. „Man will in der Lage sein, den Filmemachern die gesamte Skala anzubieten, von einem leichten Ansatz den ganzen Weg hin zum Horror.“

Der werde zwar nie gewählt, aber dank dieser Übung kennen die Regisseure eben jede einzelne Stufe und können so leichter entscheiden, welches Aussehen am Ende gewählt wird. Letztlich wurde laut Underdahl das Feld derart eingegrenzt, dass das Publikum von dem Anblick nicht schockiert sei, aber trotzdem direkt verstehe, dass es für Tony keinen Weg zurückgibt.

Bei diesem Prozess war zudem eine Two-Face-Version im Rennen, inspiriert vom Batman-Bösewicht, den Aaron Eckhart in „The Dark Knight“ spielte. Die Seite von Tonys Gesicht war darin derart verbrannt, dass Zähne und die Sehnen seiner Kiefermuskeln zu sehen gewesen wären. Auch diese Version ging natürlich zu weit, „The Dark Knight“ hatte wohl auch wegen des grausigen Anblicks von Two Face eine Freigabe ab 16 Jahren. Wem – warum auch immer – der Tod von Iron Man aber nicht brutal genug war, der hat jetzt ein paar Inspirationen, wie sein Ableben auch hätte aussehen können.

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