Aus Liebe zum Spiel

  1. Ø 0
   1999
Aus Liebe zum Spiel Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Aus Liebe zum Spiel: Romantisches Sportdrama, in der ein alternder Baseball-Pitcher beruflich und emotional schwerwiegende Entscheidungen zu treffen hat.

Billy Chapel ist der Star-Pitcher des Detroit-Tigers-Baseballteams. Am Morgen des letzten Spiels der Saison teilt ihm der Besitzer der Tigers mit, daß er die Mannschaft verkauft hat, und seine langjährige Freundin Jane gibt ihm den Laufpass. Beim Spiel erinnert er sich in Rückblenden an seine Beziehung zu Jane, während sich das Saisonfinale zum legendären Spiel entwickelt.

Pitcher Billy Chapel, nicht mehr der jüngste, bestreitet sein letztes Saison-Spiel für die Detroit Tigers, deren Abstieg und Verkauf an ein Konsortium bereits feststeht. All das wäre für Billy noch zu verschmerzen, hätte ihm nicht gerade seine langjährige Freundin Jane auch noch den Laufpass gegeben. Sie hat nämlich die Nase voll, immer nur die zweite Geige hinter dem Sport zu spielen. Im Verlauf des Spiels erinnert Billy sich in Rückblenden an seine Beziehung.

Den alternden Pitcher Billy Chapel trifft das Leben doppelt hart: Nicht nur, dass sein Verein absteigen muss und verkauft wird, sondern kurz vor dem letzten Spiel verlässt ihn auch noch seine Freundin, weil sie nicht mehr hinter dem Sport zurückstehen will. Kevin Costners dritter Versuch als Baseball-Spieler (nach „Annies Männer“ und „Feld der Träume“).

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Von der Story her ist das schon 'ne Seifenoper. Und dass Kevin Costner, der bereits mit "Feld der Träume" und "Annies Männer" tolle Baseballfilme gedreht hatte die Hauptrolle spielt, macht auch nicht gerade optimistischer. Aber wer saß denn da auf dem Regiestuhl? Sam Raimi, Regisseur einiger der brilliantesten, innovativsten und dreckigsten Horrorfilme der 80er Jahre, wie etwa der "Tanz der Teufel"-Trilogie und von "Darkman".

    Vor "Aus Liebe zum Spiel" drehte Raimi "Ein einfacher Plan", den wohl kühlsten und fiesesten Thriller des Jahres 1998. Das alles lässt doch irgendwie hoffen, dass da doch mehr hinter steckt als eine tränenreiche Liebesgeschichte voll Kitsch. Vielleicht ist dies die "From Dusk till Dawn"-Fassung des Liebes-Dramas, vielleicht wird nach dem halben Film das Stadion von Außerirdischen überrannt und nur Kevin Costner wagt, aufzubegehren und spielt mit den Köpfen der grünen Männchen weiter!

    Ich weiß, eine bizarre Vorstellung, aber genauso bizarr ist, warum Sam Raimi diesen Film gemacht hat. Er hat seinen Job professionell gemacht, trotzdem versaut er sich so nur seinen Ruf. Denn, und ich schwöre es ist so, "Aus Liebe zum Spiel" ist nichts anderes als eine kitschige Liebesgeschichte und eine äußerst naive Anbetung des amerikanischsten Sports Baseball.

    Kevin Costner überwarf sich nach den Dreharbeiten mit den Universal Studios, denn die Fassung, die von diesen fertiggestellt worden war, gefiel dem Star überhaupt nicht, er hatte eine andere Vision von dem Stoff gehabt. Das "Waterworld"-Phänomen trat nicht ein. Costner hatte zwar ein wenig mit produziert, aber nicht genug, um einen Neuschnitt vornehmen zu dürfen.

    Diesmal wäre es aber vielleicht gar keine schlechte Idee gewesen, denn die Fassung des Films, die in den Kinos läuft, kann man sich zwar mal anschauen, aber mehr als Fast Food ist das nicht. Und mit 138 Minuten vielleicht auch etwas lang. Das sah auch das amerikanische Publikum so und die 50 Millionen Dollar Produktion floppt an den Kassen. Zum Dank wurde Costner auch noch für den Razzie Award, den Anti-Oscar, als schlechtester Hauptdarsteller nominiert. Ich hab am alten Kevin nichts rumzumeckern. Außer vielleicht, dass er mal wieder einen wirklich guten Film machen sollte.

    Fazit: Eine kitschige Liebesgeschichte inklusive naiver Anbetung des Baseball.
  • Kevin Costner und der amerikanische Volkssport Baseball reichen sich nach „Annies Männer“ und „Feld der Träume“ nunmehr bereits zum dritten Mal treffsicher die Hand. Sam Raimis geradezu epische Romanadaption besteht zu fast gleichen Teilen aus packend realistischem Sportfilm und anrührend melodramatischer Lovestory, womit Baseball-Freunde und vor allem Costners weibliche Fangemeinde, die sich zuletzt für „Message In A Bottle“ begeisten durfte, unterhalten werden. Letztere sollten dafür Sorge tragen, daß „For Love of the Game“ auch hierzulande an den Kinokassen reüssiert, auch wenn sich das deutsche Publikum erfahrungsgemäß mit Sportstoffen schwertut.

    Ungewöhnlich konventionell und schnörkellos geht Raimi, der sich als Horrorregisseur mit modernen Klassikern wie „Tanz der Teufel“ empfahl und zuletzt mit „Ein einfacher Plan“ Kritikerlob einheimste, in seinem bislang massentauglichsten Film zu Werk. Costners Firma Tig Productions ist als Coproduzent aufgeführt und die allamerikanische Handschrift des Stars, der sich öffentlich mit Raimi über Schnittentscheidungen überwarf, ist in manchen etwas schwermütigen Passagen unschwer zu erkennen. Auf den Leib geschneidert ist Costner die Rolle des alternden Baseball-Pitchers Billy Chapel. Sie gibt ihm einerseits Gelegenheit, sich als schmucker Sportler zu profilieren, wie er es zuletzt in „Tin Cup“ tat, andererseits seinen patentierten Charme als romantischer Lead auszuspielen. Darüber hinaus wird sein eigenes fortschreitendes Alter clever in der Story integriert, wenn er vorteilhaft als angeknitterter und physisch wie emotional verletzter Held porträtiert wird.

    Die Titelsequenz ist mit einer Montage von Heimfilmen und Filmclips unterlegt, die den Werdegang des kleinen Billy zum gefeierten Werfer der Detroit Tigers skizzieren. Der Zuschauer lernt Billy am Scheideweg seines Leben kennen. Am Morgen des letzten Spieltags des absteigenden Teams erfährt er vom Besitzer der Tigers, daß er die Mannschaft an eine Corperation verkauft hat. Kurz darauf erhält er eine weitere Hiobsbotschaft, als ihm seine langjährige Freundin Jane (Jederfrau Kelly Preston) mitteilt, sie werde ihn verlassen, da nur „er und Baseball perfekt füreinander“ wären und sie nicht wirklich brauchen würde. Während Billy bei dem an sich unwichtigen Spiel auf dem Pitching-Diamond (diamantenförmige Abwurfstelle) steht, erinnert er sich in Flashbacks an seine Beziehung zu Jane, die von ihrem ersten zufälligen Treffen über regelmäßige Rendezvouz bei Aufenthalten in New York hin zur engen Partnerschaft ausgerollt wird. Zwischen den einzelnen Episoden, die kontinuierlich mehr Details über die beiden Protagonisten offenbaren, wird immer wieder zurück zu den zunehmend spannend werdenden Ereignissen im Yankee-Stadion gesprungen. Das letzte Spiel der Saison scheint sich zum legendären Spiel zu entwickeln, bei dem die Gegenmannschaft keinen einzigen Punkt erzielen kann. Am Ende hat Billy mehr als nur eine wichtige Entscheidung in seinem Leben getroffen.

    Die Szenen auf dem Spielfeld sind erste Güteklasse und geben einen hervorragenden Einblick aus der Sicht des Pitchers (lärmende Fans, Psychoduelle mit den gegnerischen Spielern). Positiv wirkt sich dabei auch aus, daß lediglich ein Spiel gezeigt wird und nicht mit wiederholten Situationen der übliche Kurs vom Verliererteam, das langsam wieder zu Meisterschaftsform aufläuft, begangen wird. Obwohl es sich um einen Mannschaftssport handelt, spielt Costner deutlich die erste Geige. Lediglich sein Catcher Gus Sinski (John C. Reilly) mutet nicht als reine optische Staffage an. Bei der Liebe zum Spiel handelt es sich um eine nostalgische Angelegenheit, die den Sport und seine Spieler zu guten alten Zeiten, als Werte wie Zusammenhalt und Freundschaft noch etwas galten, idealisiert und den heutigen Stand der Dinge ablehnt, in dem Profit an erster Stelle steht. Die romantische Komponente mag manchmal ein wenig melodramatisch anmuten, aber sollte gerade ein etwas älteres weibliches Publikum ansprechen, das Costner bereits in „Bodyguard“ liebte. Und auch wenn die Chemie zwischen Costner und Preston nicht unbedingt den Siedepunkt erreicht, sollte es das romantische Sportdrama verstehen, am Boxoffice ordentlich zu punkten. ara.

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