Filmhandlung und Hintergrund

TV-Krimi mit Walter Sittler als Botschafter in Sambia, das hier allerdings von Südafrika dargestellt wird.

Nach seiner Strafversetzung ins afrikanische Sambia muss sich Botschafter Gerber unversehens als Kriminalist betätigen: Der örtliche Vertreter eines deutschen Pharma-Konzerns vertauscht abgelaufene Tabletten gegen lebenswichtige Aids-Medikamente und importiert diese in großem Stil zurück nach Deutschland. Williger Helfer ist ausgerechnet der beste Freund des Botschafters, ein Wirtschafts-Attaché, der außerdem vor Jahren Gerbers Beziehung zerstört hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auftrag in Afrika: TV-Krimi mit Walter Sittler als Botschafter in Sambia, das hier allerdings von Südafrika dargestellt wird.

    „In Afrika laufen die Dinge anders“, wird der frisch gebackene Botschafter Sebastian Gerber (Walter Sittler) in diesem Film ein ums andere Mal belehrt. Selbst untereinander aber sprechen die Einheimischen ein derart eindrucksvolles Deutsch, dass man sich fast in einer Produktion der ARD-Tochter Degeto wähnt. Der Handlungskern ist ein gleichfalls beliebtes Versatzstück aus Afrika-Filmen: Es geht um den illegalen Handel mit Medikamenten.

    Einer aber macht den Unterschied: Walter Sittler ist eine wunderbare Besetzung für die Rolle des querköpfigen Botschafters, der nach Sambia versetzt wird, weil es ihm gelungen ist, an früherer Wirkungsstätte Regierung und Vatikan in einem Atemzug zu beleidigen. Dass Sittler im Smoking eine ausgezeichnete Figur macht, ist natürlich keine Überraschung; die Seriosität für den diplomatischen Dienst bringt er allemal mit. Das Autoren-Team Daniel Maximilian und Thomas Pauli („Mit Herz und Handschellen“) hat für den Schauspieler zudem bereits diverse „Fälle für den Fuchs“ geschrieben; kein Wunder, dass auch ihre jüngste Geschichte eine Mischung aus Krimi und Komödie ist. Für die komischen Momente sorgen schon allein die Konfrontationen zwischen Gerber und seiner aufmüpfigen Tochter (Susanne Bormann).

    Fehlt eigentlich nur noch die letzte Zutat, und siehe da: Wie der Zufall so spielt, trifft der Botschafter im neuen Einzugsgebiet auf eine Klinikleiterin, mit der ihn einst ein inniges Verhältnis verband. Erst waren sie beste Freunde, dann wollten sie heiraten, und plötzlich war’s vorbei mit der Liebe: weil ausgerechnet Gerbers alter Freund Klaus (Max Herbrechter) ein Auge auf Karen (Katharina Abt) geworfen hatte und die Beziehung mittels einer miesen Intrige zerstörte. Just jener Klaus ist auch in das schmutzige Geschäft mit den Aids-Medikamenten verwickelt, die Karen so dringend braucht: Der Wirtschafts-Attaché hat horrende Spielschulden und ist daher williger Partner im Plan des eigentlichen Schurken der Geschichte, dem Vertreter eines Pharma-Konzerns, der die lebenswichtige Aids-Medizin gegen abgelaufene Tabletten vertauscht und in großem Stil nach Deutschland re-importiert. Rolf Kanies wird wegen seiner markanten Gesichtszüge zwar ständig für Rollen dieser Art besetzt, aber er spielt den Bösewicht auch hier wieder einfach vorzüglich.

    Regisseur des kunterbunten und kurzweiligen Genre-Mixes ist Sigi Rothemund, der vermutlich schlichtweg alles inszenieren kann. Gelegentlich gibt das seinen Filmen einen gewissen Anstrich der Routine, aber ihre handwerkliche Qualität steht außer Frage. Die Hauptfigur sollte übrigens ausdrücklich „reihenfähig“ sein. Tatsächlich geben sich Ärztin und Botschafter erst ganz am Schluss den ersten Kuss; Fortsetzung folgt. tpg.

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