Auf der Jagd

  1. Ø 4
   1998

Auf der Jagd: Warner schickt den verdienten Mann in Schwarz Tommy Lee Jones erneut als U.S. Marshal auf die Jagd.

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Filmhandlung und Hintergrund

Auf der Jagd: Warner schickt den verdienten Mann in Schwarz Tommy Lee Jones erneut als U.S. Marshal auf die Jagd.

Sam Gerard und seine ihm treu ergebene Truppe heften sich diesmal auf die Fährte von Mark Sheridan. Dem untergetauchten Superagent wurde von seinen ehemaligen Auftraggebern ein Mord angehängt. In New York will er die wahren Schuldigen überführen um sich zu rehabilitieren, doch Gerard läßt nicht locker und verfolgt ihn durch sie Sümpfe Floridas und die Häuserschluchten New Yorks.

Der Ex-CIA-Agent Mark Roberts wird verdächtigt, zwei Morde begangen zu haben. Denn U.S. Marshal Sam Gerard hat dessen Fingerabdrücke am Tatort gefunden. Nach seiner Verhaftung soll Roberts nach New York geflogen werden. Doch die Maschine stürzt ab und dem vermeintlichen Mörder gelingt die Flucht. Gemeinsam mit dem Secret-Service-Agenten John Royce jagt Gerard den Häftling quer durch Amerika. Als der Marshal jedoch merkt, daß sein Partner versucht, Roberts zu beseitigen, beginnt er erneut zu recherchieren…

Sam Gerard und seine ihm treu ergebene Truppe heften sich diesmal auf die Fährte von Mark Sheridan, dem ein Mord angehängt wurde. Der Mann in Schwarz Tommy Lee Jones wird erneut als U.S. Marshal auf die Jagd geschickt.

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Kritikerrezensionen

  • Viereinhalb Jahre, nachdem er Jagd auf Richard Kimble alias Harrison Ford machte und für die Darstellung des menschlichen Bluthundes Sam Gerard einen Oscar als bester Nebendarsteller annehmen durfte, schickt Warner den verdienten Mann in Schwarz Tommy Lee Jones erneut als U.S. Marshal ins Actionfeld. An Fords Stelle trat als des Mordes verdächtigter Flüchtling Wesley Snipes, und auch sonst gaben sich Regisseur Stuart Baird („Einsame Entscheidung“) und Drehbuchautor John Pogue jede erdenkliche Mühe, kein Schindluder mit der Erfolgsformel von „Auf der Flucht“ zu treiben. Das lange aufgeschobene Spinoff von Andrew Davis‘ Meisterwerk wirkt deutlich wie ein Remake mit mehr technologischen Gadgets und entschieden weniger Human Touch.

    Geradezu sklavisch orientieren sich Baird und Pogue an der atemlosen Katz-und-Maus-Struktur von „Auf der Flucht“, in dem der unschuldige Harrison Ford in einem unübertroffenen Faceoff alle Resourcen aufbringen mußte, um seinem unermüdlichen Häscher Jones zu entkommen. „Auf der Jagd“ kopiert die Ausgangssituation – Gerards obsessive Lust an der Verfolgung, die bedingungslose Bereitschaft seines Teams, die Befehle seines Chefs auszuführen (und zwar pronto!) und die Spannung des Gejagten, in jedem Moment mit einer Konfrontation mit Gerard rechnen zu müssen. Die Action des Vorgängers steigert sich ins Unglaubliche.

    Größer und lauter bedeutet aber nicht unbedingt besser. Während ein Flugzeugabsturz eines Gefangenentransports mit den beiden Hauptfiguren an Bord, bei dem Snipes die Flucht gelingt (anstelle des Zugunglücks im Original), und ein erstes Duell der beiden Protagonisten in den Sümpfen der Südstaaten (anstelle der Konfrontation in der Kanalisation im Original) durchaus atemberaubend und effektiv in Szene gesetzt wurden, vermißt man bei den fortgesetzten Abenteuern des Sam Gerard insgesamt die emotionale Spannung des ursprünglichen Films. War er einst als Nebenfigur Katalysator für die Aktionen des Helden Ford, so lastet das Gewicht des Films nunmehr auf seinen Schultern. Aber weder das Drehbuch noch Jones investieren genug in den Supercop, um Gerard neue Seiten abzugewinnen, eine neue Schattierung seiner Persönlichkeit zu Tage zu bringen, die einen zweiten Auftritt der an sich schillernden Figur rechtfertigen würde. Jones könnte die Rolle im Schlaf spielen, und tatsächlich wirkt er in seiner Bemühung, seine Oscar-gekürte Darstellung zu wiederholen, bisweilen wie eine Karikatur des Sam Gerard aus „Aus der Flucht“.

    Daß Wesley Snipes als Sympathieträger nicht mit Harrison Ford konkurrieren kann, trägt nur zur Eindimensionalität des ansonsten grundsoliden Thrillers bei. Sein Sheridan ist kein Otto Normalverbraucher, der sich aus einer prekären Situation befreien muß, während halb Amerika hinter ihm her ist, sondern ein, wie sich bald herausstellt, untergetauchter Superagent, dem von seinen ehemaligen Auftraggebern ein Mord angehängt wurde. Sein Bestreben, sich zu rehabilitieren und in New York die wahren Schuldigen zu überführen, wenn er nicht gerade den heißen Atem Gerards im Nacken spürt, ist so rechtschaffen, daß Sheridan fast so langweilig wirkt wie eine Steven-Seagal-Figur.

    Baird ahnt, daß sein Film jenseits der Action schwach auf der Brust ist und flüchtet sich deshalb von einem logistischen Drahtseilakt zum nächsten. Die Verfolgungen und Überwachungen bannt er anstandslos auf Zelluloid. Mit bereits erwähntem Flugzeugabsturz und einem wahnwitzigen Stunt, in dem sich Snipes an einem dicken Kabel von einem Hochhaus stürzt, um auf einem vorbeifahrenden Zug zu landen, sind ihm gar Sequenzen gelungen, die sich auch im fantasmagorischen Macholand eines Jerry Bruckheimer gut machen würden. Diese Momente von purem Adrenalin können allerdings kaum verhindern, daß „Auf der Jagd“ die Chance verspielt, außerhalb der großen Fangemeinde von testosteronhaltiger Kinounterhaltung zu punkten. ts.

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