Filmhandlung und Hintergrund

Melodramatische Liebesromanze nach einer Vorlage des "Zeit des Erwachens"-Autors.

Virgil ist seit seinem dritten Lebensjahr blind und arbeitet als Masseur. Mit einer seiner Klientinnen, der Architektin Amy, beginnt er eine Affäre. Sie überredet Virgil, sich einer experimentellen Operation zu unterziehen. Sie gelingt, doch das wiedergewonnene Sehvermögen verwirrt ihn mehr als er verkraften kann - eine schwere Belastungsprobe für die Beziehung der beiden.

Virgil Adamson, seit seinem dritten Lebensjahr blind, führt als Masseur ein einfaches, bescheidenes und glückliches Leben. Eines Tages lernt er die überaus erfolgreiche, stets gestreßte Architektin Amy Benic kennen. Die beiden beginnen eine Affäre, aus der bald Liebe wird. Auf Amys Drängen hin unterzieht sich Virgil einer Operation, die ihn seine Sehkraft zurückgewinnen läßt. Da geschieht das Unfaßbare: Virgil droht wieder zu erblinden und es kommt zu einem Bruch mit der von dieser Situation überforderten Amy…

Auf Drängen der mit ihm verbandelten Architektin Amy unterzieht sich der blinde Masseur Virgil einer Operation, durch die er sein Augenlicht zurückgewinnt. Als er wieder zu erblinden droht, kommt es zu einem Bruch mit der überforderten Amy. Rühriges Drama von Irwin Winkler, der sich aus der auf Tatsachen beruhenden Vorlage von Oliver Sacks vor allem die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten herausgriff.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Auf den ersten Blick: Melodramatische Liebesromanze nach einer Vorlage des "Zeit des Erwachens"-Autors.

    Liebe auf den ersten Blick empfand das amerikanische Kinopublikum bei der melodramatischen Liebesromanze, in dem Val Kilmer und Mira Sorvino als tragisches Traumpaar zu sehen sind, nur bedingt. Die an sich vielversprechende Story um Sinne und Sinnlichkeit handelt von einem blinden Masseur, der vorübergehend sein Augenlicht wieder erhält und sich daraufhin in einer ihm unbekannten Welt mit neurologischer Überstimulation und psychischer Verwirrtheit konfrontiert sieht. Wie das thematisch recht nah verwandte Krankheitsdrama „Zeit des Erwachens“ basiert die Geschichte auf einem Buch von Autor Oliver Sacks, der darin erneut ein wahres Schicksal verarbeitete.

    Virgil (Kilmer meistert seine Rolle ordentlich) ist seit seinem dritten Lebensjahr blind und arbeitet in einem exklusiven Resort als Masseur. Seine Behinderung kompensiert er mit außergewöhnlichem Gehör und Händen, deren Berührung erwachsene Frauen zum Weinen bringt. Mit einer seiner Klientinnen - der etablierten Architektin Amy (Sorvino) - beginnt Virgil eine Affäre. Sie kann ihn überreden, sich einer experimentellen Operation zu unterziehen. Obwohl der Eingriff erfolgreich ist, erweist sich das Resultat anders als erwartet: Da Virgils Gehirn den Überfluß an unbekannten Informationen nicht einordnen kann, ist er desorientiert und in seiner Hilflosigkeit übellaunig. Damit wird die Beziehung einer schweren Belastungsprobe unterzogen, zumal seine Sehkraft nach kurzer Zeit wieder erheblich nachzulassen beginnt.

    Leider konzentriert sich das Drehbuch allzu sehr auf die etwas fade Romanze - bei der die Chemie zwischen den Hauptdarstellern mehr wässrig denn feurig zu bezeichnen ist - und ein paar unausgereifte Nebenhandlungen, wie Eifersucht auf den Ex-Mann (Steven Weber), Virgils überprotektive Schwester (Kelly McGillis) und ein tiefsitzender Vater/Sohn-Konflikt. Damit verschenkt Irwin Winkler („Das Netz“) die hervorragenden Möglichkeiten, die die komplexen Sinneswahrnehmungen und schlagartig veränderte Umweltauffassung der Hauptfigur zu bieten haben. Stattdessen setzt der Regisseur auf eine vordergründige Inszenierung mit wenig subtilen Momenten, dafür aber umso mehr klischeehaften Analogien und Metaphern. Bei der Beziehung ist es zunächst der Blinde, der die Sehende führt, die ihrerseits emotional gesehen einen schwarzen Balken vor den Augen hat. Ihre Gefühls-„Behinderung“ wird durch eine von ihr unvollendete Skulptur dargestellt, während sich Virgils dringlichster Wunsch darin erschöpft, einmal den Horizont zu erblicken. Doch ist es vor allem auch die visuelle Umsetzung, die enttäuscht. Abgesehen von ein paar wenigen verschwommenen Einstellungen, die Virgils Sichtweise repräsentieren sollen, bleibt auch dieser Aspekt vernachlässigt. ara.

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