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Asternauts


Darsteller und Crew

  • Zenon Zeleniuch
  • Wray Crawford
  • Melissa D.Brown
  • Tina Balthazar
  • Marta Masferrer
  • Raven Burnett
  • Xiaosu Han
  • Andreas Thalhammer
  • David Henning
  • Adrian Sieber

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Kurztext:

      Es ist ein Tag wie jeder andere, mitten in der texanischen Einöde. Earl McKnutt steht auf, kümmert sich um die Kühe, das Getreide und den Rest der Farm, während sein Bruder Joel in seiner kindlich-naiven Art versucht, Kontakt zu Außerirdischen aufzunehmen. Die Brüder sind sich fremd geworden, nicht zuletzt, da Earl nicht an Aliens glaubt und Joels Faszination als lästig empfindet. Erst als eines Nachts ein Raumschiff auf seine preisgekrönten Kühe kracht, fängt er an, sein Weltbild doch noch einmal zu überdenken. Marta Masferrer hat an der Columbia und der UCLA Film studiert. Den 15minütigen Kurzfilm hat sie zusammen mit der deutschen Produktionsfirma MovieBrats produziert. Masferrer und ihre Kameracrew finden fantastische Bilder, die typisch sind für das Genre der Science-Ficton und in ihrer Präzision begeistern. In der Begegnung der außergewöhnlichen Art zwischen den texanischen „Hinterwäldlern“ und den gleichgeschalteten uniformierten Regierungsbeamtinnen erinnert der Film, auch aufgrund seines wunderbaren schrägen Humors, an Filme wie MEN IN BLACK oder MARS ATTACKS. Am Ende findet Earl für seinen Bruder tröstende Worte. Denn die beiden haben zwar kein Alien gefunden. Doch vielleicht ja eine ganz neue Erklärung für das Universum. Ein hintergründiger und außerirdisch köstlicher Kurzfilmspaß.

      Gutachten:

      Earl McKnutt betreibt zusammen mit seinem Bruder Joel eine Farm, die ebenso in die Jahre gekommen ist wie die beiden Männer selbst. Während Earl in den täglichen Pflichten aufgeht, den Acker pflügt, die Kühe versorgt und sich abends auf der Terrasse bei der Radio-Übertragung eines Baseball-Spiels entspannt, hat sich Joel seine kindliche Ader bewahrt. Aus Schrottteilen hat er einen Weltraumempfänger gebaut und auf dem Farmdach befestigt. Nun versucht er voller Zuversicht, Kontakt zu Außerirdischen aufzunehmen. Die Alltagsroutine wird jäh unterbrochen, als ein mysteriöses Objekt aus dem All über sie hinwegrast und in ihrem Weideland einschlägt. Mit aller gebotenen Vorsicht machen sich die beiden Männer daran, das Ding zu untersuchen, das eine Kuh und den Zuchtbullen getötet und einen tiefen Krater geschlagen hat - bis Regierungsagentinnen auftauchen und das Objekt sicherstellen, das sie als abgestürzten Wettersatelliten bezeichnen. Joel ist enttäuscht, aber Earl hat erkannt, dass das Leben ungeahnte Abenteuer bereit hält, und kann seinen Bruder trösten: Im Grunde sind sie auf ihrer Terrasse zwei Astronauten, die durch die Weiten des Weltalls reisen.

      ASTERNAUTS ist eine Science-Fiction-Komödie, angesiedelt und geerdet in den ländlichen Weiten von Texas. Das Setting mit dem alten Farmhaus ist wunderbar getroffen, und die beiden Hauptdarsteller Zenon Zeleniuch und Wray Crawford überzeugen als gegensätzliches Brüderpaar, das in ein unerwartetes Abenteuer gerät. Die Geschichte ist gradlinig und sorgfältig erzählt und technisch gekonnt umgesetzt. Hier überzeugen insbesondere die Kamera und die Lichtsetzung, die bei der Untersuchung des mysteriösen Objekts mit doppelten Schatten eine unheimliche Atmosphäre aufkommen lässt. Musik und Soundeffekte unterstreichen diese Stimmung. Der hohe technische Aufwand beeindruckt bei einem Film, der als Abschlussarbeit an der Columbia-University in deutsch-amerikanischer Koproduktion realisiert wurde.

      „Asternauts“ ist der texanische Slang-Ausdruck für „Astronauts“. In Houston, Texas, ist das Space Center der Nasa angesiedelt, das das Raumfahrtprogramm der USA koordiniert. Doch die beiden Protagonisten des Films sind in ihrer ländlichen Einöde weit davon entfernt. Durch den Kontrast von ländlicher Abgeschiedenheit und Unbedarftheit mit Science-Fiction- und Hightech-Elementen erzielt die Geschichte ihren besonderen Charme. Sie ist unterhaltsam erzählt und hat viele witzige Szenen, z.B. in der Konfrontation mit den Regierungsagentinnen, die als wahre Außerirdische erscheinen. Aber im Grunde geht es um das Verhältnis der beiden unterschiedlichen Brüder, die in pflichtgetreuer Routine bzw. kindlicher Verspieltheit nebeneinander her leben und am Ende durch ihr Abenteuer neu zusammen finden. Das ist anrührend geschildert und am Ende gut aufgelöst. Dabei gewinnt die Geschichte philosophische Dimension, indem sie die Frage nach der eigenen Position im Universum aufwirft.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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