Assassins

   Kinostart: 26.10.1995

Filmhandlung und Hintergrund

Die Blockbuster dieses US-Kinoherbstes sind starker Tobak. Nach David Finchers famosem Überraschungshit „Sieben“ steht auch im Mittelpunkt des elegant-kontrollierten Actionthrillers „Assassins“ eine düstere Auseinandersetzung mit Entfremdung und Fatalismus - und das, obwohl mit Sylvester Stallone, Richard Donner und Joel Silver ein leibhaftiges Triumvirat der „Kawoom“-Unterhaltung seine Talente vereinigt hat. Schwer...

Richard Rath ist Auftragskiller, der beste seines Fachs: pünktlich, gründlich und in jedem Fall tödlich. Einigen Leuten ist der alternde Einzelgänger ein Dorn im Auge, denn eines Tages ist jemand hinter ihm her. Der weit jüngere Miguel Bain stürzt Rath in einen lebensgefährlichen „Generationskonflikt“, denn mit dem Anschlag auf den Profi hofft er, sein Profil zu verstärken.

Die Nummer Eins ist das ständige Morden leid - Berufskiller Robert Rath will seinen lukrativen, aber nervenaufreibenden Job an den Nagel hängen. Doch so einfach ist das nicht: Der junge, aufstrebende Nachwuchskollege Miguel Bain, der Rath grenzenlos bewundert, möchte dessen Position einnehmen. Um dies zu erreichen, muß er ihn töten. Inzwischen hat Rath die kriminelle Computerspezialistin Electra getroffen, die ihm die Chance zum Aussteigen anbietet. In Südamerika kommt es schließlich zum Showdown der Superkiller.

Der Profikiller Rath (Sylverster Stallone) hat das Morden satt und will seinen Beruf an den Nagel hängen, doch sein junger, ehrgeiziger Kollege Bain ( Antonio Banderas) macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Ein wahres Action - Feuerwerk.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Blockbuster dieses US-Kinoherbstes sind starker Tobak. Nach David Finchers famosem Überraschungshit „Sieben“ steht auch im Mittelpunkt des elegant-kontrollierten Actionthrillers „Assassins“ eine düstere Auseinandersetzung mit Entfremdung und Fatalismus - und das, obwohl mit Sylvester Stallone, Richard Donner und Joel Silver ein leibhaftiges Triumvirat der „Kawoom“-Unterhaltung seine Talente vereinigt hat. Schwer ist in ihren Filmen zumeist nur die Bewaffnung: hier gilt das nicht. Deutlich steht das atmosphärisch dichte, von Kameramann Vilmus Zsigmund brillant in trüben Farben eingefangenes Duell zweier Hitmen in der Tradition von Stallones letztjährigem Erfolg „The Specialist“: Wieder ist es eine Meditation über die Einsamkeit des Auftragskillers, wieder steht ein Antiheld im Mittelpunkt, der des sinnlosen, aber lukrativen Mordens überdrüssig geworden ist, wieder ist es die Liebe zu einer Frau, die ihn endgültig zum Absprung bewegt. Aber „Assassins“ ist konsequenter und letztlich überzeugender als der kleine Bruder von 1994, auch wenn die Häufung von Zufällen und nicht immer schlüssigen Entwicklungen im ähnlich oberflächlichen Drehbuch immer wieder den Fluß des ohnehin nicht gerade rasend schnellen Films behindern. Es ist die verblüffend eisige, aber gewohnt professionelle Regie von Richard Donner, die die Falten glättet. Von dem ausgelassenen Humor seines letzten Hits „Maverick“ oder gar der „Lethal Weapon“-Filme ist in dem pausenlos in Regen getauchten Katz-und-Maus- Spiel nicht viel zu sehen. Dafür wird man mit drei sehr ausgedehnten, klug auf den Film verteilten Actionsequenzen in einem Taxi, einer Wohnanlage und einem verfallenen Hotel entschädigt - jede für sich ein kleines Lehrstück an Timing und Suspense. Die echte Überraschung ist jedoch Sylvester Stallone. In einer Rolle, die ursprünglich Sean Connery zugedacht war, liefert er nach seinem Abstieg in die actiongeschwängerten Comicwelten von „Demolition Man“ und „Judge Dredd“ eine beeindruckende, seinem Alter angepaßte Performance als Buddha-artiger, vereinsamter Berufskiller Robert Rath. Die Action überläßt er Antonio Banderas, der seinen Part als amoralischer Desperado Miguel Bain mit wilder Gestik, verrückter Entschlossenheit und stets gezückten Waffen angeht. Erst mit dem Auftritt der wunderbaren Julianne Moore als katzenliebender Computer-Crack Electra, auf die die beiden Killer von einem geheimnisvollen Auftraggeber gleichzeitig angesetzt werden, steigt die Temperatur des ultrakühlen Kampfs auf Leben, Tod und die Vorrangstellung in der Profession des Hitman über den Gefrierpunkt. Während sich Rath auf die Seite Electras schlägt, nimmt Hotshot Bain die Verfolgung der beiden auf. In einem knapp 50minütigen Showdown lauert der junge Killer seinem Idol Rath in einem bizarren Ritual vor einer Bank auf. Der schmerzhaft langsame Spannungsaufbau ist ebenso Sergio Leone pur wie die bleihaltige Auflösung, wenn der alternde Superkiller mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Ein würdiger Schluß für dieses Drei-Personen-Stück im High-Tech-Neo-Western- Gewand, in dem die Produzenten das gewagte Pokerspiel eingehen, dem Publikum ausschließlich Negativcharaktere als Identifikationsfiguren anzubieten. Aber mit Stallone als Zugpferd läßt sich diese Hürde wohl nehmen. ts.

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