Arthur

  1. Ø 2
   2011
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Arthur Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Arthur: Remake des gleichnamigen Komödienklassikers von 1981 über einen reichen Playboy, der sich in das falsche Mädchen verliebt.

Der wohlhabende und dauerbetrunkene Playboy Arthur Bach vertraut auf zwei Dinge in seinem Leben: Seinen grenzenlosen Reichtum und sein Kindermädchen Hobson, das ihn bislang aus jedem Schlamassel ziehen konnte. Doch nun haben seine Eltern endgültig die Nase voll von seinem verantwortungslosen Verhalten: Sie drohen ihn zu enterben, wenn er nicht Karrierefrau Susan heiratet. Währenddessen verliebt Arthur sich jedoch in die aus einfachen Verhältnissen stammende Naomi. Er muss eine Wahl treffen.

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Wertvoll”

    Arthur ist der einzige Nachkomme eines milliardenschweren Imperiums. Ein naiver, träumerischer, großherziger Lebemann, der unbeschwert und von zahlreichen verrückten Ideen beflügelt in den Tag hinein lebt. Doch als Arthurs Mutter den Erfolg ihres Imperiums durch das skandalöse Leben ihres Sohns gefährdet sieht, muss sich Arthur zwischen einer Zweckehe mit der eiskalten, erfolgsorientierten Susan und einem Leben mit seiner großen Liebe Naomi entscheiden. ARTHUR ist ein modernes Großstadtmärchen mit einem gut aufgelegten Protagonisten, der mit seiner freigeistigen Spontaneität sein Publikum verzaubert. Auch gelingt es dem Film, ernsthafte Probleme unserer Zeit gekonnt in die komödiantische Erzählung zu übersetzen und sich einer konfektionierten Komödien-Seichtigkeit zu entziehen. Russel Brand als Arthur und Helen Mirren als seine Nanny spielen in einem fulminanten Setting großartig auf. Unschätzbare Gags, exquisite Zutaten, edle Details - ein herzerfrischender, feudaler Spaß.

    Jurybegründung:

    Arthur, Sohn einer geschäftstüchtigen, erfolgreichen und ehrgeizigen Mutter, Chefin eines riesigen Unternehmens, lebt in einem Zustand ewiger Kindheit, verantwortungslos und nur auf sein eigenes Vergnügen bedacht. Hinter dieser Fassade des verspielten, verantwortungslosen jungen Mannes verbirgt sich ein traumatisierter Mensch, der im Alkohol und im Partyrausch Verletzungen zu verbergen versucht, wie zum Beispiel die Trauer um den früh verstorbenen Vater, das Aufwachsen ohne die Zuneigung der eigenen Mutter, dafür aber liebevoll umsorgt von einer Nanny als Mutterersatz. Diese Komödie mit durchaus ernsteren Themen wie Arthurs Erinnerung an eine Kindheit ohne elterliche Zuwendung, die Auseinandersetzung mit einer Welt, in der nur Geld und Macht, nicht aber Gefühle und Fürsorge regieren, ist mit überzeugenden Darstellern, allen voran Russel Brand und Helen Mirren, in Szene gesetzt. Neben vielen komischen Momenten wie geschickt eingesetzte Zitate aus Hollywoodfilmen - BATMAN oder STAR WARS - sind es vor allem die ernsteren Augenblicke, die angenehm überraschen. Dazu zählt die dezente und pathosfreie Art von Arthurs liebevoller Pflege seiner sterbenskranken Nanny. Erwähnenswert sind auch die Ausstattung, die Musik und die Kamera, die der schon so oft als Filmschauplatz benutzten Kulisse der Metropole New York einige starke Bilder abgewinnt. Dass einige Gags und manches sicherlich im Original witzige Wortspiel ein wenig flach daher kommen, stört leider den großteils positiven Gesamteindruck dieser Komödie, deren Held Arthur im Laufe der Geschichte durchaus Profil gewinnt und bei aller Märchenhaftigkeit der Handlung (siehe auch Einstieg und Epilog des Films mit Bilderbuchelementen) eine nachvollziehbare Entwicklung durchmacht.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Mit Remakes ist das so eine Sache - oftmals darf man finanzielle Gründe hinter einer identischen Neuauflage des Originalstoffes vermuten. Doch da das gleichnamige Original von Arthur nunmehr 30 Jahre zurückliegt, durfte man zumindest eine moderne Interpretation des Klassikers erwarten.

    Und man wird nicht enttäuscht. Arthur behält zwar die grundlegende Geschichte des Originals bei, doch die Änderungen sind es, die dem Film neuen Charme verleihen. So ist die Besetzung von Helen Mirren als Nanny Hobson ein Glücksgriff für den Film. Ihrem sarkastischem Humor und ihrer Präsenz ist es zu verdanken, dass Russell Brand einen klassischen aber dennoch urkomischen Konterpart hat, an dem er sich abarbeiten kann.

    Das wirkt sich positiv für beide Darsteller aus. Anstatt das Heil im Slapstick zu suchen, wird aus Arthur ein ernstzunehmender Charakter, dessen Höhen und Tiefen ihn interessant machen. Die Welt ist für Arthur keine anhaltende Party, trotz all der grotesken Ideen und Späße, die ihn ausmachen, muss auch er Verluste hinnehmen und schwere Entscheidungen treffen. Das alles wird durch Arthurs Alkoholproblem untermalt.

    Das ist kein einfacher Weg, den der Film da einschlägt. Nette, harmlose Unterhaltung ist ebenso Bestandteil der Geschichte, wie schräger britischer Humor und märchenhafte Sequenzen. Kein Wunder, dass der Film irgendwann in der Mitte ein wenig Drive verliert, um ihn aber glücklicherweise am Ende wiederzufinden.

    Zumal der Trailer zunächst anderes erwarten lies. Der urkomische Blödelfilm mit Russell Brand, der dort angekündigt wird, lässt sich in Arthur schwer wiederfinden. Statt auf die Lachmuskeln, zielt dieser Film eher aufs Herz, und unterhält zwar auch mit Slapstick Momenten, aber eben auch mit intelligenten Dialogen.

    Rundum ist Arthur ein charmanter Abstecher aus der Realität in eine Traumwelt, in der man eben mal die Grand Central Station absperren kann, so viele Filmautos, wie eben aufzutreiben sind, auf der Straße parkt und Geld zwar kein Glück kaufen kann, aber das Leben sehr viel einfacher macht.

    Fazit: Charmanter Film mit brillianten Darstellern, der ebenso unterhält wie rührt.
  • Remake des Oscar nominierten Komödienklassikers mit Dudley Moore von 1981, in dem Comedy-Shootingstar Russell Brand noch geübt vom hedonistischen High in „Männertrip“ die Titelrolle übernimmt.

    Arthur Bach ist ein steinreicher Playboy, der Wodka wie Wasser trinkt und dem keine Million für einen guten Spaß zu schade ist. Seine Mutter hat von seinen skandalträchtigen Eskapaden allerdings die Nase gestrichen voll. Sie stellt ihm daher das Ultimatum entweder die ebenso geschäftstüchtige wie herrische Tochter (Jennifer Garner in einer unschmeichelhaft unsympathischen Rolle) eines groben Baugroßunternehmers (Nick Nolte) zu heiraten oder den Geldhahn abgedreht zu bekommen. Widerwillig willigt das verzogene Riesenbaby Arthur in die Hochzeit ein, doch kurz darauf lernt er die charmante Touristenführerin Naomi (Greta Gerwig, bezirzte bereits Ben Stiller in „Greenberg“) kennen. Wie Liza Minelli im Original ist sie aus einfachem Haus, doch mit reichlich guten Charaktereigenschaften versehen.

    Anders als in der Vorlage, wird Arthur jetzt nicht von einem umsichtigen Butler (John Gielgud erhielt damals den Oscar als bester Nebendarsteller) betreut, sondern von dem herrlich sachlich-sarkastischen Kindermädchen Hobson. In dieser Rolle glänzt Helen Mirren, die mit Brand eine komische Beziehung verbindet. Mehr wäre in diesem Fall mehr gewesen, doch leider ist ihre Verbindung nicht der Hauptfokus dieser Coming-of-Age-Story der etwas anderen Art. Stattdessen wird sich ausgiebig auf Arthurs Liebeswerben um die schöne gutherzige Maid, ihre (vorübergehende) Verschnupftheit angesichts seiner anderen Braut, deren zickiges Rivalitätsgebaren sowie Arthurs locker-flapsiges Mühen seinen Alkoholismus in den Griff zu bekommen, konzentriert.

    Die Drehbuchadaption von „Borat“ und „Bruno“-Skripter Peter Baynham hakt die Grundpunkte der Vorlage von Steve Gordon weitgehend ab und wirkt dabei recht vorsehbar – selbst wenn man das Original nicht gesehen hat. Inszeniert wurde die Neuauflage von Jason Winer, der bislang Erfahrung als Serienregisseur („Samantha Who?“) sammelte. Er lässt seinen Hauptdarsteller frank und frei drauf los blödeln. Brands Fans werden von seiner zügellosen Partylaune angetan, von dem darauf folgenden Abstecher in sentimentale Selbstverbesserungsgefilde allerdings weniger begeistert sein. So kann sich dieser Neuaufguss zwar nicht mit dem Original messen, doch eine neue Generation von Kinogängern wird sich dennoch amüsieren können. ara.

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