„Arielle“: Original-Sprecherin erhält wegen Disney-Film Morddrohungen

Marek Bang  

„Arielle, die Meerjungfrau“ eroberte vor 30 Jahren die Kinos und gilt längst als moderner Klassiker. Doch der Zeichentrickfilm von 1989 wird auch immer wieder kritisiert. Jetzt hat Original-Sprecherin Jodi Benson verraten, dass sie sogar Morddrohungen erhalten habe.

Während die Pläne für eine Neuverfilmung von „Arielle, die Meerjungfrau“ in vollem Gange sind, blickt Schauspielerin Jodi Benson in die Vergangenheit. Die Original-Sprecherin von Arielle verriet den Kollegen der HuffPost, dass sie nicht nur positive Reaktionen auf ihre 30 Jahre alte Arbeit erhalte. Die Anfeindungen von Zuschauern, die den Disney-Film kritisch sehen, gehen manchmal sogar über Boykott-Aufrufe und Beleidigungen in sozialen Medien hinaus. So habe Jodi Benson gar Morddrohungen erhalten, weil sie 1989 der Meerjungfrau Arielle ihre Stimme lieh.

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Darum wird der „Arielle“-Film von 1989 kritisiert

„Arielle, die Meerjungfrau“ muss sich von vielen Seiten Kritik gefallen lassen. Manche werfen der Geschichte vor, ein Frauenbild von vorgestern zu propagieren, was kaum verwunderlich wäre, schließlich ist der Film eben auch 30 Jahre alt. Andere sehen wiederum angebliche sexuell aufgeladene Anspielungen im Film verborgen und rufen daher immer wieder zum Boykott auf. 1995 hat die konservative christliche Vereinigung „American Life League“ beispielsweise behauptet, die Zeichner von Disney hätten in einer Szene während der Hochzeit von Vanessa und Prinz Eric dem anwesenden Priester ein erigiertes Glied unter die Kutte geschummelt. Der Konzern wies die Anschuldigung prompt zurück. Es habe sich um dessen Knie gehandelt.

Solche banal klingenden Vorwürfe begleiten den Film schon seit 30 Jahren. Jodi Benson selbst hat im Gespräch Stellung bezogen und betont, dass sie niemandem vorschreibe, den Film anschauen zu müssen. Eltern sollten vielmehr selbst entscheiden, ob sie „Arielle, die Meerjungfrau“ mit ihren Kindern schauen wollen oder nicht. Dem können wir uns nur anschließen.

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