Aragami (2002)

Aragami Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Aragami: Duell zwischen einem Samurai und einem Kriegsgott, der vom Fluch der Unsterblichkeit erlöst werden will.

Allein von einer stummen Dienerin umsorgt hockt der unsterbliche Superkrieger Aragami (Masaya Kato) in seinem Tempel im Niemandsland auf den bleichen Gebeinen von knapp 800 erschlagenen Feinden. Er wartet auf jenen vorbeireisenden Helden, der ihn endlich von dem Fluch befreit, nie eines natürlichen Todes sterben zu können. Ein Samurai, dem er das Leben rettet, könnte der Erlöser sein.

Kreativer Zweikampf, die erste: Ryuhei Kitamura (“Versus”) und Yukihiko Tsutsumi, zwei junge Regie-Wilde aus dem Land der aufgehenden Sonne, liefern sich ein “Duel Project”. Der düster arrangierte, rasant montierte “Aragami” ist Kitamuras formal traditioneller Beitrag, Tsutsumi antwortet eine Woche später mit der schwarzen Komödie “2LDK”.

Im Krieg schwer verwundet, schleppt sich ein Samurai zu einem einsamen Tempel in den Wäldern Japans. Dort rettet ihm ein seit Jahrhunderten unbesiegter legendärer Kriegsgott das Leben, fordert als Gegenleistung aber einen Zweikampf auf Leben und Tod, um endlich in Würde von seinem Fluch, nie eines natürlichen Todes sterben zu können, erlöst zu werden.

Umsorgt von einer stillen Dienerin und auf den bleichen Gebeinen von ziemlich genau 794 erschlagenen Feinden hockt der unsterbliche Superkrieger Aragami, “Der zornige Gott aller Schlachten”, in seinem Tempel im Niemandsland und wartet auf jenen vorbeireisenden Helden, der ihn endlich von dem Fluch befreit, nie eines natürlichen Todes sterben zu können. Ein Samurai, dem Aragami eben erst das Leben rettete, könnte der Erlöser sein. Zunächst jedoch muss der Gast mit viel Alkohol und etwas Menschenleber auf seinen Auftrag eingestimmt werden.

Der dienstmüde Gott aller Schlachten möchte sich endlich einmal ausschlafen, doch dafür bedarf es zunächst eines Helden, der ihm das Herz durchbohrt. Stilvolle, witzige Hommage an das traditionelle Samurai-Kino von Ryuhei Kitamura (“Versus”).

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zwei Schwertkämpfer, ein Duell bis zum Tod und eine schöne Frau, die den Sieger wohl für den Rest seines Lebens bekochen und begleiten wird – so sieht die Spielanleitung aus für Ryuhei Kitamuras Beitrag zum cineastischen Duell mit seinem Kollegen Yukihiko Tsutsumi. Im Rahmen des von beiden Regisseuren lancierten “Duel Project” reagiert Kitamura auf Tsutsumis schwarze, moderne Komödie mit einem traditionellen Samuraistoff, der sich durch dezente Fantasy-Elemente auch den Fans des fantastischen Films empfehlen will.

    Handwerklich ist auch “Aragami” eine Demonstration, wie Talent auf zentralen Positionen wie Regie, Kamera und Schnitt die Fesseln sprengen kann, die ein knappes Budget und die Vorgabe, den ganzen Film in einem abgegrenzten Raum zu drehen, auferlegen. In konsequent düsterer Atmosphäre erreicht allein die Lichtsetzung eine Dämonisierung des titelgebenden Unsterblichen, der in Jahrhunderten annähernd 800 Männer im Zweikampf getötet hat und auch nur Auge in Auge ins Jenseits geschickt werden kann. “Aragami” lebt, umsorgt von einer stummen Dienerin, in einem abgelegenen Tempel und wartet auf den Mann, der ihn endlich vom Fluch, keines natürlichen Todes sterben zu können, erlösen wird. Als er einem verwundeten, Zuflucht suchenden Samurai das Leben rettet, steht dieser in seiner Schuld, die er nun in einem Zweikampf einlösen muss.

    twa 30 Minuten verwendet Kitamura auf die Etablierung der unausweichlichen Situation, versucht diese dialoglastigen Passagen durch interessante Kameraperspektiven und -bewegungen zu vitalisieren, die von Blitz-Zooms bis zu Umkreisungen reichen. Nach dieser Phase des Belauerns beginnt der Zweikampf auf Leben und Tod, der im Unterschied zu Tsutsumis “2LDK” von weiteren Dialogphasen unterbrochen wird und damit an Intensität keine vergleichbare Wirkung erzielt. So entsteht ein Wechsel von verbalem Abtasten und explosiven Actionszenen, in denen Soundeffekte, Choreographie und Schnitt eine überzeugende Koalition eingehen. Diese Sequenzen sind es, die dem Film seine Kraft geben, während die eine oder andere Atempause recht gedehnt wirken kann.

    Ein Vergleich der beiden Filme im “Duel Project” ist angesichts der Unterschiede im Erzählton (dramatisch/satirisch), in der Zeit (traditionell/modern) und der Schauplatzkonzentration (ein Raum/mehrere Zimmer) problematisch. Da er aber von beiden Regisseuren bewusst gesucht wird, fällt er in puncto Unterhaltungswert zugunsten von “2LDK” aus. kob.

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