Filmhandlung und Hintergrund

Star-gespickter, dialoglastiger Romantik-Spaß von Woody Allen um die Irrungen und Wirrungen eines jungen New Yorker Paares.

Comedy-Autor Jerry Falk (Jason Biggs) ist nicht nach Lachen zumute, als seine neurotische Freundin Amanda (Christina Ricci) ihm nicht nur den Beischlaf verweigert, sondern obendrein ungehemmt mit anderen Männern anbandelt. Jerrys bester Kumpel, der ebenso lüsterne wie paranoide Pauker David (Woody Allen), ist da ebenso wenig eine Hilfe wie sein unfähiger Manager (Danny DeVito), der den letzten verbliebenen Klienten an einen 7-Jahres-Vertrag zu ketten versucht. Der Einzug von Amandas trinkfreudiger Mutter (Stockard Channing) in den gemeinsamen Haushalt bringt das Fass zum überlaufen.

Lauter wohlbekannte Stereotypen geben sich ein gleichwohl kurzweiliges Stelldichein in der neusten Stadtneurotiker-Komödie von Beziehungsfachmann Woody Allen.

Jerry ist Comedy-Autor, Amanda Schauspielerin, und beide stehen in New York noch am Anfang ihrer Karriere. Eines Tages meint Amanda, zwischen ihr und Jerry würde es sexuell nicht mehr so rund laufen. Während sie also ihre erotische Anziehungskraft sicherheitshalber bei anderen Männern testet, quartiert sich ihre Mutter bei Jerry ein, sein windiger Künstleragent versucht, ihn mit einem neuen Kontrakt an sich zu binden und sein allwissender Comedykollege David Dobel empfiehlt ihm die Anschaffung einer Schusswaffe. Man könne ja nie wissen.

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Kritikerrezensionen

  • Anything Else: Star-gespickter, dialoglastiger Romantik-Spaß von Woody Allen um die Irrungen und Wirrungen eines jungen New Yorker Paares.

    Mit der neuen Komödie von Regieveteran Woody Allen wurden am 27. August 2003 die 60. Internationalen Filmfestspiele von Venedig ebenso standesgemäß wie feierlich eröffnet. „Anything Else“ ist ein mit Jason Biggs, Christina Ricci und Danny DeVito Star-gespickter, dialoglastiger Romantik-Spaß um die Irrungen und Wirrungen eines jungen New Yorker Paares. Inhaltlich wie inszenatorisch verlässt sich Allen dabei auf Altbekanntes und Altbewährtes, was beim Publikum zwar nicht auf Begeisterung, aber auf Wohlwollen stieß. Fast schon traditionell hat der neue Allen bis dato noch keinen deutschen Verleih. Wer auch immer sich die Rechte daran sichern kann, der darf sich schon allein wegen der illustren Besetzungsliste auf solide Boxofficeresultate freuen.

    Die aktuelle Arbeit von Venedigfan Woody Allen, der erstmals und gemeinsam mit Ehefrau Soon-Yi Previn die Filmbiennale mit seiner Anwesenheit beehrte, ist eine Produktion von Steven Spielbergs Firma Dreamworks. Und sie hält genau das, was der Name des Filmemachers verspricht: klassischer jiddischer Humor und treffende Einzeiler, sauberes Handwerk und nostalgischer Soundtrack. Diesmal dreht sich (wieder einmal) alles ums Liebesleid und Liebesfreud zweier Stadtneurotiker, dem Comedyautor Jerry Falk (überraschend talentiert: „American Pie“-Knallschote Jason Biggs) und dessen Freundin Amanda (durchgeknallt und sexy: Christina „Wednesday Addams“ Ricci), die wie die beiden sprichwörtlichen Königskinder im Großstadtdschungel von New York einfach nicht zusammen kommen können.

    Zunächst aber scheint alles hervorragend zu klappen mit dem Pärchen, doch dann hat Amanda eines Tages das Gefühl, zwischen ihr und Jerry würde es sexuell nicht mehr ganz so rund laufen. Und während sie ihre erotische Anziehungskraft – sicherheitshalber und natürlich nur zum besten für die eigene Beziehung – bei anderen Männern (erfolgreich) testet, sind wir auch schon mitten drin im Allen’schen (Gag)Minenfeld. Und dazu gehören Falks Psychiater (William Hill), der sich stoisch-standhaft weigert, auch nur eine von Jerrys bohrenden Fragen zu beantworten; die Schwiegermutter in spe (Stockard Channing), die sich bei den beiden einquartiert und auch dann nicht auszuziehen gedenkt, als ihre Tochter zwischenzeitlich das Weite gesucht hat; der windige Künstleragent (Danny DeVito), der seinen Schützling mit einem neuen Kontrakt gleich sieben Jahre an sich binden will; und schließlich Jerrys allwissender Comedykollege David Dobel (Allen selbst), der als Lehrer arbeitet und ihm unter anderem empfiehlt, sich eine Schusswaffe anzuschaffen, denn man könne ja nie wissen, welche Gefahren auf einen lauern (Michael Moores „Bowling For Columbine“ lässt grüßen).

    Dieser Allen hat im Prinzip alles, was man sich von ihm erhofft. Jede Menge Wortwitz, die eine oder andere gelungen Zote, darstellerische Glanzleistungen von ihm selbst über Jason Biggs, der sich als gestandener Schauspieler entpuppt, bis hin zu Danny DeVito, der mit einem bemerkenswerten Tobsuchtsanfall in einem vollbesetzten Lokal brilliert, und natürlich die unvermeidlichen psychoanalytisch verbrämten Dialoge, die kein Ende finden wollen.

    Fakt ist aber auch, dass Allen mit seinem Thema um Beziehungslust und -Frust auf der Stelle tritt – doch das werden ihm seine Fans sicher verzeihen. Schließlich wird der Mann im Dezember 68 und schafft es dennoch immer wieder, einem Schweizer Uhrwerk gleich, Jahr für Jahr einen weiteren abendfüllenden Spielfilm fertig zu stellen. Aber wer weiß – vielleicht überrascht uns der Hobby-Klarinettist und Manhattan-Mann ja mit seinem nächsten Film. Der trägt – wie immer – den verheißungsvollen Titel „Untitled Woody Allen Project“. lasso.

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