Filmhandlung und Hintergrund

Das Murmeltier lässt schön grüßen bei dieser romantischen Zeitschleifenkomödie.

Eigentlich will Hebamme Anna mit ihren Töchtern in Urlaub fahren, als ein Nachbar sie um Hilfe bittet: Bei seiner hochschwangeren Freundin haben die Wehen eingesetzt. Eher unwillig hilft Anna dem Baby auf die Welt, dann braust sie nach Italien, nur um am nächsten Morgen wieder im eigenen Bett aufzuwachen. Von nun an erlebt sie immer wieder den gleichen Tag, bis ihr klar wird: Es sieht zwar nicht so aus, aber das Schicksal meint es gut mir ihr.

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    Kritikerrezensionen

    • Annas Alptraum kurz nach 6: Das Murmeltier lässt schön grüßen bei dieser romantischen Zeitschleifenkomödie.

      „Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung“, trällern Cindy & Bert. Für Anna ist es zwar erst Dienstag, aber auch der kommt immer wieder: jeden Morgen, wenn der Wecker klingelt.

      An der Geschichte von der Zeitschleife haben sich Autoren seit „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993) oft genug die Zähne ausgebissen. Die Bedingungen des Sub-Genres sind also hinlänglich bekannt, wenn auch vielleicht nicht beim Gros des Fernsehpublikums. Martina Brand und Thomas Kirdorf mussten für ihr Drehbuch daher einen schmalen Grat finden, um die einen nicht zu langweilen und die anderen nicht zu verwirren.

      Die eigentliche Handlung dauert bloß 15 Minuten. Hebamme Anna (Gesine Cukrowski) will mit ihren Töchtern in Urlaub fahren, als ein sichtlich verstörter Nachbar (Benjamin Sadler) sie am frühen Morgen um Hilfe bittet: Bei seiner hochschwangeren Freundin haben die Wehen eingesetzt. Eher unwillig hilft Anna dem Baby im Krankenhaus auf die Welt, dann braust sie mit den Kindern nach Italien, nur um am nächsten Morgen wieder im eigenen Bett aufzuwachen.

      Anders als Wetterreporter Phil (Bill Murray) aus dem „Murmeltier“-Film ist Anna kein zynischer Mensch, sondern eine ganz normal gestresste alleinerziehende Mutter mit gewissen Neigungen zu Selbstmitleid und Egozentrik. Da sie also keiner moralischen Läuterung bedarf, wandelt sich der Film mehr und mehr zur Romanze: Wie schafft man es, einem Menschen innerhalb von nur 24 Stunden klar zu machen, dass man die Liebe seines Lebens ist? Nachbar Lukas, ein Bandoneon-Spieler, ist nämlich mitnichten soeben Vater geworden, sondern vielmehr Witwer, und Anna findet zunehmend Gefallen an dem Musiker. Jeden Tag kommt sie ihrem Ziel ein Stückchen näher, aber im entscheidenden Moment macht Lukas dann doch wieder einen Rückzieher.

      Das klingt nicht nach Komödie, und es ist auch keine. Roland Suso Richter, der zwischen TV-Ereignissen wie „Dresden“ und „Das Wunder von Berlin“ offenbar mal wieder einen ganz normalen Fernsehfilm drehen wollte, inszeniert „Annas Alptraum“ so gelassen, dass man der Geschichte zwischendurch sogar mehr Tempo wünscht. Aber nur so entwickelt der Film jene philosophische Nachdenklichkeit, die ihn letztlich auszeichnet: Weil man sich durchaus Gedanken darüber machen darf, dass man immer die Wahl hat, freundlich oder unhöflich zu sein, sich Zeit zu nehmen oder rastlos weiter zu eilen. Das klingt zwar nach schlichter Degeto-Botschaft, ist aber geschickt und durchaus originell verpackt. tpg.

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