Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit

  1. Ø 4
   2002

Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit: Seminar-Kabarett und One-Man-Show des österreichischen Kabarettisten und Psychologen Bernhard Ludwig.

Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit: Seminar-Kabarett und One-Man-Show des österreichischen Kabarettisten und Psychologen Bernhard Ludwig.

Das gibt’s nur in Österreich: Therapeut Bernhard Ludwig leitet seit 20 Jahren in Wien Übergewichtgruppen und gibt als Entwickler revolutionärer Therapieprogramme für Bluthochdruckkandidaten nicht bloß Fortbildungskurse für Mediziner im gesamten deutschen Sprachraum, sondern veranstaltet auch höchst heitere (und bewegende) Seminarabende auf den Kabarettbühnen seines Landes. Nun ist seine Session erstmals im Kino zu bewundern und stellt dort neue Anforderungen an das auf herkömmliche Spielfime abonnierte Publikum.

90 Minuten Sexualtherapie mit umfassender Unzufriedenheitsgarantie verspricht Bernhard Ludwigs auf diversen Bühnen erprobtes, doppelbödiges „Kino-Seminarkabarett“.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Was man schon immer über Sex wissen wollte und unter anderem bei Woody Allen beantwortet bekam, führt in einem teilweise „interaktiven“ Film der österreichische Psychologe Bernhard Ludwig mit viel Wiener Charme und verblüffenden Lösungen äußerst unterhaltsam vor Augen und Ohren. Ganz allein auf einer Bühne spricht der freundliche rundliche Herr mit dem „Rosengarten“ (Fastglatze) ungeniert, spaßig, lustvoll und lustig 99 Minuten lang kurzweilig über das Thema Nr. 1 und bereitet dem Publikum mit seinen Erkenntnissen und hintersinnigen Fragestellungen ein Vergnügen besonderer Art. Wer hier nicht lacht, ist für Sex und Kino verloren.

    Damit die Sache funktioniert, verlangt Ludwig vom Publikum mehr als Konsumhaltung. Die Besucher müssen mitarbeiten. Einige Regeln genügen: Frauen sitzen links im Kino, Männer rechts; Sitznachbarn nicht ansprechen; von Bekannten weit entfernt sitzen; bei Beantwortung einer Frage summen; Fantasie und Erfahrung spielen lassen. Ludwig, Anhänger der „provokativen Verhaltenstherapie“, hat sein Programm über Jahre entwickelt und erklärt mit viel Augenzwinkern, verständlicher Wiedergabe von Theorien der Kollegen (u.a. Watzlawik) und „a bisserl“ Statistik, wie es denn funktioniert im Zusammenleben der Geschlechter, weshalb sich Männer und Frauen nicht verstehen (die Venus-und-Mars-Nummer) und woher sexuelle Unzufriedenheit rührt.

    Das Ergebnis des Lust-Experiments, in jeder publikumsmitbestimmten Vorstellung anders, ist Sexverbesserung, „sexualhealing“, am Besten in den Erläuterungen über den „Ohrgasmus“, die direkte Verbindung vom Ohr der Frau zu ihren Geschlechtsorganen. Wer schon mal proben will, sei auf den von Ludwig empfohlenen Song „Slowhand“ der Pointer Sisters (1981) verwiesen. Auf jeden Fall ist die wunderbare Mischung aus Kino-Seminar, Sex-Kabarett und Entertainment-Therapie einmalig und sollte von jedem Lichtspieltheater als Event oder in ausgewählten Vorstellungen (wegen der unbedingten Einhaltung der Regeln) ausprobiert werden. Küss die Hand! ger.

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