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Hinter den Kulissen von "Indiana Jones"

Ehemalige BEM-Accounts |

American Graffiti Poster
© UIP

Seit seinem ersten Leinwand-Abenteuer 1981 hat Indiana Jones die Herzen mehrerer Generationen von Filmfans im Sturm erobert. Mit einem Einspielergebnis von bislang über einer Milliarde US-Dollar ist es eine der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten.

Eine der größten Film-Ikonen: Indiana Jones © UIP

Kaum zu glauben, dass Steven Spielberg und George Lucas anfangs Schwierigkeiten hatten, „Jäger des verlorenen Schatzes“ überhaupt an den Mann zu bringen. Erst nach langer Überzeugungsarbeit fanden sie ein Produktionstudio, das den Film finanzieren wollte.

Nach dem überragenden Erfolg hatten sie es bei den Fortsetzungen leichter. Das Budget, das sie für „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ bekamen, war schon mehr als doppelt so hoch wie das für „Jäger des verlorenen Schatzes“. So konnte Spielberg den Film an einer Vielzahl von Orten drehen, verstreut über sechs Länder. Für die Szene in den Katakomben züchteten die Macher extra 3.000 Ratten und sämtliche Darsteller der Nazi-Soldaten wurden mit Original-Uniformen ausgestattet - mühsam zusammengesucht von findigen Kostümbildnern.

Beinahe hätte Tom Selleck anstatt Harrison Ford die Peitsche geschwungen © UIP, Universal

Indiana Jones mit Schnauzer?

Allerdings ist vor allem das Staraufgebot beachtlich. In den ersten drei Filmen haben unter anderem Sean Connery, River Phoenix, John Rhys-Davies und Dan Aykroyd mitgespielt.

Im vierten Abenteuer „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels„, das nach zwanzig Jahren Pause am 22. Mai ins Kino kommt, tummeln sich die Superstars. Top-Darstellerin Cate Blanchett mimt Indys Gegenspielerin, die russische Auperagentin Irina Spalko. Jungstar Shia LaBeouf aus „Transformers“ gibt Indys jugendlichen Sidekick. Doch am wichtigsten ist natürlich Harrison Ford.

Ist „Indiana Jones“ ohne Ford überhaupt vorstellbar? Fast wäre „Jäger des verlorenen Schatzes“ ohne ihn gedreht worden, denn eigentlich ging seine Rolle an Tom Selleck. Der Schauspieler war jedoch an seinen Vertrag bei „Magnum“ gebunden und musste absagen. Ford wurde erst im letzten Moment gecastet, obwohl er Steven Spielbergs erste Wahl war. Der Grund: Lucas wollte ihm die Hauptrolle nicht geben, weil Ford bereits in seinen Filmen „“Star Wars“ und „American Graffiti“ mitgespielt hatte.

Der Han Solo und James Bond der Archäologen

Das Vater-Sohn-Duo Jones entsprach ganz den Wünschen des Regisseurs Steven Spielberg © UIP

Selleck war allerdings nicht der einzige, der die Rolle des Indiana Jones angeboten bekommen hatte. Auch Nick Nolte war im Gespräch, lehnte jedoch ab. Für die Rolle des Sallah bekam Spielberg jedoch nicht seinen Wunsch-Kandidaten. Danny DeVito sollte die Figur eigentlich verkörpern. In Jonathan Rhys-Davies hat Spielberg jedoch einen exzellenten Ersatz gefunden.

Mit George Lucas als Produzenten waren Anspielungen auf „Star Wars“ vorprogrammiert. So können aufmerksame Zuschauer in „Jäger des verlorenen Schatzes“ in der Quelle der Seelen Hieroglyphen in Form der „Star Wars“-Roboter R2-D2 und C-3PO entdecken. Außerdem trägt der Doppeldecker am Anfang des selben Films die Identifikationsnummer OB-CPO, die auf Obi Wan-Kenobi und wiederum C-3PO hinweist. In „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ geht Harrison Ford in den Club Obi Wan und trägt in diesem Film sogar eine Weste, die für seine Rolle als Han Solo geschneidert wurde.

Die geistigen Väter von "Indiana Jones": George Lucas und Steven Spielberg © Kurt Krieger

Tierische Inspiration

Doch wegen Sean Connerys Beteiligung an „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ platzierte Steven Spielberg auch Anspielungen auf die „James Bond„-Serie. Der Regisseur, der immer einen Bond-Film drehen wollte, hatte den abenteuerlustigen Archäologen auf James Bond aufgebaut. Connery war somit nicht nur der Filmvater von Indiana, sondern auch die Vorlage zu ihm. Die Waffe, mit der er am Ende des Films angeschossen wird, ist übrigens die gleiche, die der Schauspieler im Dienst der Königin benutzte.

Außerdem übernahmen neben Sean Connery acht weitere Bond-Veteranen Rollen in „Der letzte Kreuzzug“. Unter ihnen sind ein früheres Bond-Girl, Alison Doody (Dr. Elsa Schneider), und ein Bond-Verbündeter, John Rhys-Davies (Sallah).

Der Name Indiana stammt übrigens von George Lucas‘ Hund, der Lucas schon bei „Star Wars“ zur Figur Chewbacca inspirierte. Sean Connerys Geschichte in „Der letzte Kreuzzug“ ist also tatsächlich wahr: Indiana Jones trägt den Namen des Hundes.

Harrison Ford ist indes trotz seines biblischen Alters von 65 Jahren noch lange nicht vor die Hunde gegangen. Trotz großer Skepsis machte er seine Stunts in „Indy 4“ selbst. „Er war nur danach deutlich mehr außer Atem als früher“, verrrät Steven Spielberg. „Aber ich übrigens auch…“

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