Filmhandlung und Hintergrund

Produktionstechnisch überzeugendes Historiendrama mit dramaturgischen Schwächen.

Die junge Ellen, Gegnerin des Nazi-Regimes, wird 1944 von einem englischen Spion auf den Marineoffizier Hans angesetzt. Sie findet heraus, dass sein U-Boot brisante Unterlagen nach Japan bringen soll. Die Engländer wollen das um jeden Preis verhindern, was Ellen in einen tiefen Gewissenskonflikt stürzt: Längst hat sie sich in Hans verliebt. Verzweifelt schlägt sie sich nach Norwegen durch, wo das U-Boot nach einem Bombenangriff repariert wird, um Hans an der Weiterfahrt zu hindern.

Bilderstrecke starten(19 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Am Ende die Hoffnung

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

5,0
2 Bewertungen
5Sterne
 
(2)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Am Ende die Hoffnung: Produktionstechnisch überzeugendes Historiendrama mit dramaturgischen Schwächen.

    Die Wirren des Zweiten Weltkriegs, eine schöne Frau hin- und hergerissen zwischen zwei Männern, dazu das spürbare Bemühen um eine Authentizität vermittelnde Ästhetik: Die Parallelen nicht nur der Dramaturgie dieses „Event“-Films von Sat.1 zu vergleichbaren Produktionen sind offenkundig.

    Doch wo beispielsweise „Dresden“ bei der Darstellung des Krieges bis an die Grenzen des Zumutbaren ging, wirkt „Am Ende die Hoffnung“ wie eine Hochglanzrekonstruktion: Obwohl in vielen Einstellungen feiner Rauch in der Luft liegt, kaum eine Außenaufnahme ohne dekorative Trümmer auskommt (Szenenbild: Matthias Klemme) und die Bilder ohnehin in einem Blaugrau gehalten sind, das Historie nahe legen soll (Kamera: Achim Hasse), vermittelt fühlt sich alles inszeniert an.

    Dabei hat die Handlung großes emotionales Potenzial: Die Kieler Näherin Ellen (Yvonne Catterfeld) klebt 1944 heimlich Plakate, die zum Widerstand gegen die Nazi-Diktatur aufrufen. Eines Nachts wird sie beinahe verhaftet. Robert (Stephan Luca), ihr Retter in letzter Sekunde, ist Engländer, Sohn einer deutschen Jüdin und Spion: Er kümmert sich als Arzt um deutsche Offiziere, entlockt ihnen Informationen und gibt diese umgehend ans englische Militär weiter. Robert verliebt sich in Ellen und setzt sie auf Hans Mertens (Max von Pufendorf) an, einen Ingenieur und Marineoffizier auf dem U-Boot U-864. Sie findet raus, dass U-864 streng geheime Pläne für neuartige Düsentriebwerke nach Japan bringen soll; das würde die Vorzeichen im pazifischen Krieg auf den Kopf stellen. Die junge Frau händigt Robert zwar die Kamera aus, mit der sie die Unterlagen und auch die geplante Route fotografiert hat, doch ihre Spionage stürzt sie in einen tiefen Gewissenskonflikt: Sie mag den Engländer zwar, doch ihr Herz hat sie an Hans verloren. Verzweifelt schlägt sie sich nach Norwegen durch, wo das U-Boot nach einem Bombenangriff repariert wird, um Hans an der Weiterfahrt zu hindern.

    Die Geschichte wird allerdings immer wieder unterbrochen, weil Autorin Annette Hess Ellens Erlebnisse in eine Rahmenhandlung bettet: Die zickige Berliner Taxifahrerin Kati (Marie Zielcke) soll eine alte Frau (Rosemarie Fendel) nach Norwegen bringen. Dass es sich bei der Dame um Ellen handelt, liegt auf der Hand; dass Kati ihre Enkelin ist, verrät der Film erst später. Vermutlich soll die viel zu ausführlich erzählte Gegenwart verdeutlichen, wie sehr die Kriegsereignisse auch die Generation der Enkel noch beeinflussen: Kati mag ihre angeblich gefühlskalte Großmutter nicht. Im Verlauf der Reise versteht sie, was Ellen einst das Herz gebrochen hat.

    Handwerklich hingegen ist „Am Ende die Hoffnung“ immer wieder eindrucksvoll. Das gilt sowohl für die Übergänge zwischen der Taxifahrt und den Rückblenden wie auch für die Herausforderung, die Hauptfiguren im norwegischen Schnee zu zeigen, obwohl die Aufnahmen in einem Studio in Hannover entstanden sind. Die widrigen Umstände haben naturgemäß zur Folge, dass Yvonne Catterfeld noch schöner aussieht. Aber dass der Film jene naive und längst widerlegte Legende nährt, man müsse zwischen bösen Nazis und guten Soldaten unterscheiden, ist mehr als bloß ärgerlich. tpg.

News und Stories

  • Sat.1 enttäuscht mit TV-Film "Am Ende die Hoffnung"

    Enttäuschte Gesichter bei Sat.1: Der TV-Film „Am Ende die Hoffnung“ mit Yvonne Catterfeld, der als großes TV-Event angekündigt wurde, konnte am Dienstagabend nur wenige Zuschauer vor die Mattscheibe locken. Gerade einmal 1,3 Millionen der 14- bis 49-Jährigen interessierten sich für den TV-Film über die letzten Tage des deutschen Kriegs-U-Boots U-864, was in der Zielgruppe einem Marktanteil von nur schwachen 10,8...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Sat.1 zeigt TV-Film "Am Ende die Hoffnung" mit Yvonne Catterfeld

    Der Sender Sat.1 präsentiert am Dienstagabend, 18. Oktober 2011 um 20.15 Uhr, den eigenproduzierten TV-Film „Am Ende die Hoffnung“ mit Yvonne Catterfeld in der Hauptrolle. Die Liebesgeschichte spielt im Jahr 1944 und dreht sich um die junge Ellen, die sich nach dem Tod ihrer Eltern durch die Nazis mit voller Überzeugung für die Widerstandsbewegung engagiert. In ihrem Kampf gegen das Regime Hitlers lässt sie sich von...

    Ehemalige BEM-Accounts  

Kommentare