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Alpenglühen

  

Filmhandlung und Hintergrund

Almbäuerin Rosa begegnet nach fast vierzig Jahren selbstgewählter Bergeinsamkeit noch einmal die Liebe - in der Gestalt eines Hamburger Fischhändlers...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Alpenglühen: Almbäuerin Rosa begegnet nach fast vierzig Jahren selbstgewählter Bergeinsamkeit noch einmal die Liebe - in der Gestalt eines Hamburger Fischhändlers...

    In der „verrücktesten und wunderbarsten Geschichte, die ein Mensch je erleben kann“, widerfährt der bescheidenen österreichischen Almbäuerin Rosa Mayrhofer (Christiane Hörbiger) ein spätes Glück. Eigentlich verlässt sie ihren Berg nur zweimal im Jahr, um die Beichte abzulegen. Doch sie hat eine Spezialität, die ihr keiner nachmacht: ihre Hochzeitspralinen, nach einem Rezept der Großmutter. „Himmlisch“, seufzt der Pfarrer lustvoll über „Rosas kleine Sünde“ - und meldet die Köstlichkeit für den Wettbewerb um die „Goldene Praline“ an, den sie prompt gewinnt. Nun muss Rosa ins ferne Hamburg reisen, wo sich die Männer alsbald um sie reißen: Alle wollen ihr das Rezept abkaufen. Der Krösus auf dem Pralinenweltmarkt hetzt ihr gar einen Killer (Peter Sattmann) auf den Hals, der sich allerdings als gefühlvoller, unglücklich verliebter homosexueller Gigolo entpuppt. Nur einer scheint es ernst zu meinen: Fischer Hannes (Götz George) macht Rosa schwer den Hof; doch er hält sie für die Erbin des einstmals k.u.k. Zuckerwarenherstellers Mayrhofer und hofft, mit ihrer Hilfe seine marode Firma zu sanieren.

    Natürlich lebt „Alpenglühen“ von seinen beiden Stars. In der Tat spielen Hörbiger und George das ältliche Pärchen mit viel Wärme und Zuneigung. Vor allem Hörbiger gelingt die Darstellung der weltfremden Berglerin glänzend. Selbstredend blüht sie in der Stadt unter Hannes‘ fachkundiger Anleitung auf, bewahrt sich aber ihre alpine Lebensklugheit, die sie immer wieder mit allerlei Weisheiten unter Beweis stellt („Nicht was du bist, ist, was dich ehrt; wie du bist, bestimmt den Wert“). Und weil der Bergfink den trockenen Ast einem goldenen Käfig allemal vorzieht, drängt es sie mit Macht in die Heimat zurück; erst recht, als sie Hannes auf die Schliche kommt. Altmeister Hajo Gies, der einst mit George den Schimanski prägte, inszenierte das Drehbuch des mehrfach ausgezeichneten Thomas Kirdorf mit viel Raum für seine beiden Stars. Kein Meisterwerk, aber ein netter Film. tpg.

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